Der Dörsbach ist ein aus dem Taunus kommender, 32 Kilometer langer, südöstlicher und linker Zufluss der Lahn, der im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis und im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis verläuft.
Name Der Bach wird 1397 als in der Durst erstmals schriftlich erwähnt. Der Name Dörsbach bedeutet so viel wie Durstbach (vgl. germ. þurstu- 'vertrocknet, dürr') und bezieht sich auf seine Wasserarmut im Ober- und Mittellauf, die dadurch bedingt ist, dass das Tal nicht sehr tief eingeschnitten ist und somit über ein nicht allzu großes Wassereinzugsgebiet verfügt.
Geographie Verlauf Der Dörsbach entspringt auf einer Höhe von ungefähr im westlichen Hintertaunus in der Gemarkung von Heidenrod-Mappershain am Herrenhaus Erlenhof.Mappershainer Kopf, GPS Wanderatlas
Er fließt unter anderem durch die Unterzentren Heidenrod-Laufenselden und Katzenelnbogen. Sein Ober- und Mittellauf werden durch ein weites Muldental geprägt. Der Unterlauf dagegen ist ein enges Kerbtal mit starkem Gefälle zum Vorfluter hin und wird auch als Jammertal bezeichnet.
Er mündet schließlich beim Kloster Arnstein in Obernhof auf einer Höhe von etwa von links in die Lahn.
Der etwa 32 km lange Lauf des Dörsbachs endet ungefähr 274 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 12 ‰.
Zuflüsse Liste der Zuflüsse von der Quelle zur Mündung. Auswahl.
Hüttenbach, von links in Laufenselden Remmbach (?), von links in Laufenselden Wöllbach, von links in Laufenselden Eisighofener Graben, von rechts kurz nach Eisighofen, unter 0,4 km² und 0,7 km Ackerbach, von links in Dörsdorf, 5,9 km und 11,5 km² (Graben von der Willswiese), von rechts am unteren Ortsrand von Dörsdorf, über 0,4 km und 0,5 km² Teichgraben oder Hambach (?), von links vor dem Wohnplatz Taunussprudel von Berghausen, 1,4 km und 1,0 km² Sauerbrunnengraben, von rechts, 0,7 km und 0,9 km². Rechter Auenabzweig, der an Taunussprudel vorbeiführt (Bach aus dem Gründchen), von rechts gegenüber Itzhäusermühle, 0,7 km und 1,4 km² Neu-Itzhäuser Mühlgraben, von links am oberen Ortsrand von Katzenelnbogen, 0,5 km und über 0,2 km² Fischbach, von links in Katzenelnbogen, 4,1 km und 6,9 km² Jungfernbächelchen, von rechts in Katzenelnbogen, 1,9 km und 1,5 km² Sommerbach, von rechts in Klingelbach, 2,4 km und 3,2 km² Ebertshausener Graben, von rechts in Klingelbach, 1,1 km und 0,9 km² Klingelbacher Mühlgraben, von links, 0,5 km und unter 0,4 km². Auengraben Hahnbach, von rechts, 1,0 km und 0,9 km² (Mühlgraben der Lindenmühle), von rechts an der Lindenmühle von Ergeshausen, 0,3 km und unter 0,1 km². Geht linksseits vom mündungsnahen Hahnbach ab. (Graben zur Brückenmühle), von rechts gegenüber der Brückenmühle von Ergeshausen, 0,4 km und unter 0,2 km² (Ẃaldbach), von links gegenüber der Ergeshausener Kläranlage, über 0,2 km und 0,3 km² Bleidenbach, von links nach der Kesselmühle von Ergeshausen, 1,1 km und 1,1 km² (Graben am Hasenberg), von rechts nach der Dillenbergermühle von Herold, 0,7 km und 0,7 km² Kuckucksberggraben, von rechts, 0,5 km und 0,5 km² Ländertergraben, von rechts vor der Reifenmühle von Kördorf, 1,4 km und 0,7 km² Hilgertgraben, von rechts an der Neuwagenmühle von Kördorf, 1,2 km und 1,8 km² Salzergraben, von rechts kurz nach der Neuwagenmühle, 1,2 km und 0,8 km² Beilsteingraben, von rechts vor der Waldschmidtmühle von Lollschied, 1,0 km und 0,8 km² Mühlenbach, von links an der Waldschmidtmühle, 0,9 km und 0,9 km² Hasenbach, von links an der Tennermühle von Singhofen, 11,1 km und 29,2 km² Wasenbach (?), von links und gegenüber unterhalb der Mittelmühle von Attenhausen, 0,7 km und 0,3 km² Walzgraben (?), von rechts nach der Untermühle von Attenhausen, 0,6 km und unter 0,2 km² Kummernbach, von links nach der Neubäckersmühle von Singhofen, 1,8 km und 2,9 km² Bäckersmühlgraben, von links, 0,5 km und über 0,2 km² (Bach von der Einsiedelei), von links, 0,8 km und 0,5 km² Löcherbach, von rechts, 1,4 km und 2,0 km² (Graben in der Kammerlei), von links, 0,7 km und 0,4 km² Seelbach, von rechts, 3,7 km und 3,6 km²
Mühlen Die Wasserkraft des Dörsbaches wurde von 25 Mühlen genutzt., Gemeinde Kördorf An den Zuflüssen gab es weitere Mühlen. Heute ist keine davon mehr in Betrieb.
Wanderwege Am Dörsbach verläuft einer der beliebtesten Wanderwege im Hintertaunus von Katzenelnbogen bis Obernhof, der Jammertalweg, sowie ein Abschnitt des Lahnhöhenwegs.
Der Dörsbach in der Sage Das Jammertal verdankt seinen Namen einer Sage: Ein Graf aus Katzenelnbogen schwängerte eine Müllerstochter am Dörsbach und verschwand. Die Müllerstochter weinte sich die Augen aus, wurde von ihren Eltern verstoßen, erlag dem Wahnsinn, tötete ihr Kind und starb.Jammertal, GPS WanderatlasJammertal, Gemeinde Kördorf
Einzelnachweise
Weblinks
Hessen Forst, Fischökologische Untersuchung des Fließgewässersystems der Lahn (PDF; 5,5 MB), Kap. 4.16: Dörsbach
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