Aniracetam (Handelsname: Ampamet (I, a.H.), Hersteller: Menarini) ist ein Piracetam-ähnlicher Arzneistoff aus der Gruppe der Nootropika zur Verbesserung der der kognitiven Funktionen.
Darstellung und Gewinnung Der Wirkstoff wurde in den 1970er Jahren bei Hoffmann-La Roche entwickelt.Patent EP 5 143 Hoffmann-La Roche 1978.Patent EP 44 088 Hoffmann-La Roche 1978. Eine Synthese geht vom Anisoylchlorid aus, welches in Gegenwart von Triethylamin (TEA) mit 2-Pyrrolidon umgesetzt wird.A. Kleemann, J. Engel, B. Kutscher, D. Reichert: Pharmaceutical Substances - Synthesis, Patents, Applications. 4. Auflage. Thieme 2001, ISBN 3-13-115134-X. zentriert|508x508px
Bei einer alternativen Synthese wird Anisoylchlorid zunächst mit 4-Aminobuttersäure umgesetzt. Der Ringschluss erfolgt dann durch die Reaktion mit Thionylchlorid. zentriert|615x615px
Chemische Eigenschaften Aniracetam liegt als weißes kristallines Pulver vor. Es ist geruchlos und hat einen bitteren Geschmack. Die Löslichkeit in Wasser beträgt 453 g/L, in DMSO 44 g/L, in Ethanol 11 g/L.Selleck Chemical: Aniracetam Datasheet, abgerufen am 12. November 2023
Pharmakologie Oral verabreichtes Aniracetam wurde in klinischen Studien in Tagesdosen von 1000 bis 1500 mg zur Behandlung von kognitiven Beeinträchtigungen bei Patienten mit seniler Demenz vom Alzheimer-Typ und in Tagesdosen von 600 bis 1500 mg zur Behandlung verschiedener Symptome einschließlich Gedächtnisstörungen bei älteren Patienten mit zerebrovaskulären Erkrankungen eingesetzt.
Mögliche Nebenwirkungen Benommenheit Koordinationsstörungen Kopfschmerzen kognitive Störungen Nervosität Gleichgewichtsstörung
Einzelnachweise
Kategorie:Butyrolactam Kategorie:Methoxybenzol Kategorie:Benzamid Kategorie:Arzneistoff Kategorie:Antidementivum Kategorie:Psychotroper Wirkstoff Kategorie:Synthetische psychotrope Substanz