Dykstraflex ist das erste, Mitte der 1970er Jahre entwickelte Motion-Control-Kamerasystem, das nach seinem Erfinder, dem Spezialeffekt-Experten John Dykstra, benannt worden ist. Die The Walt Disney Company entwickelte 1979 mit dem Automatic Camera Effects System ein ähnliches System.
Hintergrund Dykstra entwickelte das System ursprünglich ausschließlich für komplexe Spezialeffekt-Aufnahmen für den Film Krieg der Sterne, der im Jahr 1976 von George Lucas gedreht wurde. In Verbindung mit einer alten VistaVision-Kamera und kostengünstigen Mikroprozessoren entwickelte Dykstra ein komplett computergestütztes Kamerasystem. Es war in sieben Achsen beweglich, kontrollierte den Fokus und die Belichtung und konnte zur Mehrfachbelichtung programmierte Bewegungsabläufe beliebig oft wiederholen. Mit dem Dykstraflex-System war es so möglich, immer wieder gleiche Kamerabewegungen zu wiederholen und so mehrere Teile (Raumschiffe, Planeten) exakt aus der gleichen Position mit der gleichen Bewegung abzufilmen. Dies machte die dynamischen Bilder von Krieg der Sterne erst möglich.
Für die Entwicklung der Dykstraflex wurde Dykstra 1978 mit einem Oscar in der Kategorie Visuelle Effekte ausgezeichnet. Jedoch war Dykstra nicht der einzige Entwickler, der die Dykstraflex schuf. Er selbst sagte dazu:
Bei der Entwicklung des Systems wurde Dykstra unter anderem von Douglas Trumbull, Alvah J. Miller und Jerry Jeffress unterstützt.James zu Hüningen: Dykstraflex. In: Lexikon der Filmbegriffe, filmlexikon.uni-kiel.de, abgerufen am 7. Februar 2026.The Den Of Geek interview: John Dykstra. In: denofgeek.com vom 2. November 2008.
Literatur J. W. Rinzler: The Making of „Star Wars“. The Definitive Story Behind the Original Film. Based on the lost interviews from the official Lucasfilm Archives. Ebury Press, London 2007, ISBN 978-0-09-192014-2, S. 74–77.
Weblinks Dykstraflex-Kamera im Einsatz
Anmerkungen
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