Vandœuvre-lès-Nancy ist eine französische Gemeinde im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Mit Einwohnern (Stand ) ist sie nach Nancy die zweitgrößte Stadt im Département. Die Einwohner werden Vandopériens genannt.

Geografie Vandœuvre-lès-Nancy grenzt unmittelbar südlich an das Stadtzentrum von Nancy, mit dem es baulich und verkehrstechnisch eng verflochten ist. Im Südwesten reicht die Gemeinde über das Gelände des Hippodroms bis zur Autobahn Autoroute A 33.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 11.559 19.686 33.909 33.682 34.105 32.031 31.196 29.942

Wappen Blasonierung: „In Grün ein goldener, aus dem Schildfuß aufsteigender Priorstab, begleitet von zwei silbernen gotischen Buchstaben, darüber zwei goldene Eicheln; das rote Schildhaupt belegt mit einem silbernen Alérion.“

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten Château du Charmois, vom Maler Joseph Gilles zwischen 1726 und 1728 erbautes schlossähnliches Gebäude Zum Wohnhaus umgebauter ehemaliger Wasserturm Pferderennbahn Hippodrome de Nancy-Brabois

Wirtschaft und Infrastruktur Bildung Mehrere bedeutende Bildungseinrichtungen der Communauté urbaine du Grand Nancy befinden sich in Vandœuvre-lès-Nancy: die Universität Nancy 1 (Henri Poincaré), die vor allem naturwissenschaftliche und medizinische Fakultäten umfasst mehrere Ingenieurshochschulen des Institut National Polytechnique de Lorraine wie etwa die École nationale supérieure d’électricité et de mécanique (ENSEM) das Laboratoire lorrain de recherche en informatique et ses applications (LORIA).

Verkehrsanbindung Die einzige Linie T1 des Oberleitungsbus Nancy, einem Tramway sur pneumatiques des Typs TVR, verkehrte von Nancy nach Vandœuvre-lès-Nancy bis zur Universitätsklinik an der Endhaltestelle Vandœuvre CHU Brabois. Es handelte sich um einen Spurbus, der in seinen letzten Betriebsjahren in dieser Form weltweit einmalig war: Die Fahrzeuge stellten eine Mischung aus Oberleitungsbus und Straßenbahn dar. Sie liefen auf gasgefüllten Reifen und wurden abschnittsweise von einer mittig angeordneten Leitschiene geführt. Auf der Steilstrecke in Vandœuvre mit bis 13 Prozent Steigung liefen sie ohne Leitschiene als vom Fahrer gelenkte Oberleitungsbusse. Im Jahr 2023 wurde der Betrieb der spurgeführten Systeme aus technischen (Ersatzteile) und wirtschaftlichen Gründen eingestellt und die Schienen rückgebaut. Seitdem verkehren auf der Linie T1 normale Busse.

Städtepartnerschaften Lemgo in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, seit 1978 Grottaferrata in Italien, seit 1977 Ponte de Lima in Portugal, seit 1989 Gedling in England, seit 1996 Poa (Burkina Faso), Jumelage-coopération seit 1978

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