Die Mikojan-Gurewitsch I-221 () war der Prototyp eines einsitzigen Jägers für den Stratosphärenbereich aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die Projektbezeichnung lautete 2A, als eventueller Serienname war MiG-7 vorgesehen. Die Entwicklungsarbeiten führte das Konstruktionsteam Mikojan-Gurewitsch durch. Es handelt sich um einen einmotorigen, einsitzigen Tiefdecker mit einem Spornradeinziehfahrwerk in Gemischtbauweise.
Entwicklung Als Ausgangsmuster diente das in 3322 Exemplaren gebaute Höhenjagdflugzeug MiG-3 aus dem Jahre 1940. 1943 begannen die Entwicklungsarbeiten des Typs, der gegen die sich in der Entwicklung befindlichen Aufklärer Junkers Ju 388 K und L eingesetzt werden sollte. Am 2. Dezember 1943 wurde der Erstflug von Pjotr Schurawljow durchgeführt.
Die I-221 besaß trapezförmige Tragflächen mit im Gegensatz zur MiG-3 um fünf Quadratmeter vergrößerter Fläche. Der V12-Motor vom Typ Mikulin AM-39A besaß einen erstmals vom OKB Mikojan-Gurewitsch verwendeten Kompressor. Bedingt durch das schwere Triebwerk musste die vorgesehene Bewaffnung mit SchWAK-Maschinenkanonen durch Maschinengewehre der Typen SchKAS und UBS ersetzt werden.
Die Flugerprobung brachte einige Mängel zutage, so die schlechte Sicht des Piloten und die schwache Bewaffnung. Das Fehlen der Druckkabine beeinträchtigte die Wirksamkeit der I-221. Schließlich wurde der Prototyp bei einem Testflug nach dem Ausfall des Motors zerstört. So wurde das Projekt 2A schließlich aufgegeben und die Kritikpunkte in den Nachfolgemodellen I-222 (Projekt 3A) und I-224 (Projekt 4A) beseitigt.
Technische Daten mini|Farbige Dreiseitenansicht der I-221 Kenngröße Daten Konstrukteur(e) Artjom Mikojan, Michael Gurewitsch Baujahr(e) 1943 Besatzung 1 Pilot Länge 9,55 m Flügelspannweite 13,00 m Flügelfläche 22,44 m² Flügelstreckung 7,5 Leermasse 3.460 kg Startmasse 3.800 kg Flächenbelastung 169 kg/m² Antrieb ein flüssigkeitsgekühlter V-MotorMikulin AM-39 mit zwei TK-2B-Kompressoren Leistung Startleistung in 7.000 m Höhe Höchstgeschwindigkeit 690 km/h in 7.000 m Höhe Steigzeit 4,6 min auf 5.000 m Höhe Dienstgipfelhöhe 13.100 m Reichweite 1.000 km Bewaffnung ein 12,7-mm-MG UBSzwei 7,62-mm-MG SchKAS
Literatur
Karl-Heinz Eyermann: MiG Flugzeuge. transpress Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1987, ISBN 3-344-00193-0. Nikolai K. Subbotin: Kolbenmotor-Jagdflugzeuge aus dem OKB Mikojan. In: Wolfgang Sellenthin (Hrsg.): Fliegerkalender der DDR 1981. Militärverlag der DDR, Berlin 1980, S. 35–43.
Weblinks
I 221 Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Flugzeugtyp des Zweiten Weltkrieges (Sowjetunion) Kategorie:Jagdflugzeug (1940–1949) Kategorie:Erstflug 1943 Kategorie:Nicht realisiertes Militärflugzeugprojekt (Sowjetunion)