The Psychedelic Furs sind eine britische Rockband, die 1977 von den Brüdern Tim und Richard Butler in London gegründet wurde.

Geschichte mini|hochkant|The Psychedelic Furs live im Jahr 2007 Die Psychedelic Furs wurden 1977 unter dem Namen RKO gegründet. Sie änderten ihren Namen zunächst in Radio, dann spielten sie mehrere Konzerte unter dem Namen The Europeans, nannten sich aber zur gleichen Zeit auch schon The Psychedelic Furs. Die Band bestand zu dieser Zeit aus Richard Butler (Gesang), seinem Bruder Tim Butler (Bass), Duncan Kilburn (Saxophon), Paul Wilson (Schlagzeug) und Roger Morris (Gitarre). 1979 verließ Wilson die Gruppe und wurde durch Vince Ely ersetzt. Mit John Ashton kam ein zweiter Gitarrist in die Band.

Die Psychedelic Furs vermischten Punk und Psychedelic Rock, was für diese Zeit ungewöhnlich war. Die Mischung klang poppiger als die der meisten Punkbands zu dieser Zeit. Auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum (1980) sind starke David-Bowie-Einflüsse zu erkennen. Im Vereinigten Königreich landeten sie mit dem Debüt in den Top 20 der Charts. Eine US-Pressung wurde zur gleichen Zeit veröffentlicht, erlangte aber nicht den ersehnten kommerziellen Erfolg.

1981 veröffentlichten sie ihr zweites Album Talk Talk Talk. In Amerika nicht sehr erfolgreich, wurden im Vereinigten Königreich sogar zwei Singles veröffentlicht: „Dumb Waiters“ und „Pretty In Pink“. Letzteres Lied diente als Inspiration für den gleichnamigen Film von Regisseur John Hughes.

1982 stiegen Morris und Kilburn aus. Die restlichen Mitglieder zogen in den Staat New York, wo sie mit dem Produzenten Todd Rundgren das Album Forever Now aufnahmen. Vince Ely schied nun auch aus der Besetzung aus. Mit Keith Forsey (Schlagzeug) wurden ein neues Mitglied gefunden.

1984 veröffentlichten die Furs das Album Mirror Moves. Mit der Single Heaven kamen sie in die britischen Top 40. 1986 nahmen sie eine neu überarbeitete Fassung ihres Lieds Pretty In Pink für den Soundtrack des gleichnamigen Films auf. Es wurde ihr erster Hit sowohl in England (Platz 18) als auch in Amerika (Platz 41).

Mit Midnight to Midnight schoben sie schnell ein Album nach, um von dem Erfolg zu profitieren. Mit „Heartbreak Beat“ konnten sie zum ersten Mal die Top 40 der Singlecharts in Amerika knacken. 1989 veröffentlichten sie das Album Book Of Days, welches wieder mehr in die härtere Richtung ging. Für dieses Album kehrte auch Vince Ely zurück in die Band. 1991 wurde das Album World Outside veröffentlicht.

1991 löste sich die Band auf, die Butler-Brüder gründeten Love Spit Love.

Reunion 2000 kam es zu einer Reunion der Band in der Besetzung Richard Butler (Gesang), Tim Butler (Bass), John Ashton (Gitarre) und dem Love Spit Love-Drummer Frank Ferrer. Die Furs tourten mehrfach, veröffentlichten aber kein neues Album.

2020 meldete sich die Band nach 29 Jahren mit einem neuen Album zurück. Made of Rain wurde von der Single You’ll Be Mine angekündigt und erschien am 31. Juli 2020.

Mars Williams, von 1983 bis 1989 und dann wieder seit 2005 Saxophonist der Band, starb am 20. November 2023.Hannah Edgar: Mars Williams, free-jazz musician and saxophonist for the Psychedelic Furs, dies at 68. In: Chicago Tribune. 20. November 2023. Abgerufen am 20. Januar 2025.

Besetzung

Diskografie

Alben

Livealben 1999: Radio One Sessions 2001: Beautiful Chaos: Greatest Hits Live

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1994: Here Came the Psychedelic Furs: B-Sides and Lost Grooves 1996: In the Pink 1997: Should God Forget: A Retrospective 2003: Superhits 2009: The Best of the Psychedelic Furs

Singles

Weitere Singles 1979: We Love You 1980: Sister Europe 1980: Mr. Jones 1982: Danger 1983: Run and Run 1984: Here Come Cowboys 1987: Shock 1989: Should God Forget 1991: Until She Comes 1991: Don’t Be a Girl 2001: Alive (For Once in My Lifetime)

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

1985: für das Album Mirror Moves 1987: für das Album Midnight to Midnight

2022: für die Single Love My Way

Die Musik im Film Im US-amerikanischen Film Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums (2022) erklingt etwa ab Minute 42 für zwei Minuten lang das Lied Heartbreak Beat. Im Film Call Me By Your Name (2017) ist das Lied Love My Way in der bekannten Tanzszene zu hören

Literatur Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3., überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 543f – ISBN 0-312-02573-4.

Quellen

Weblinks

Burned Down Days - Psychedelic Furs fansite Sony Music: Psychedelic Furs

Kategorie:Psychedelic-Rock-Band Kategorie:Punkband Kategorie:Britische Band