mini|Das Rheinpark Stadion, Heimstadion des FC Vaduz Der FC Vaduz (Abkürzung: FCV) ist der Fussballverein des Liechtensteiner Hauptorts Vaduz und sowohl Mitglied des Liechtensteinischen Fussballverbands (LFV) als auch des Schweizerischen Fussballverbands (SFV). Nachdem man zwischen 2014 und 2017 in der höchsten Schweizer Fussball-Liga gespielt hatte, stieg die erste Mannschaft in der Saison 2016/17 ab und spielte in der Challenge League, der zweithöchsten Spielklasse in der Schweiz. Zur Saison 2020/21 stieg der Club wieder in die Super League auf, bevor der direkte Wiederabstieg in die Challenge League folgte. Der neuerliche Aufstieg wurde in der Saison 2025/26 fixiert.

Den liechtensteinischen Cupwettbewerb konnte der FC Vaduz 52 Mal gewinnen, zuletzt 2026. Der Verein hat rund 630 Mitglieder, und die Vereinsfarben sind Rot und Weiss.

Geschichte Eine Gründungsversammlung für den Verein gab es im Dezember 1931, nachdem der Vaduzer Gemeinderat die Errichtung eines Fussballplatzes beschlossen hatte. Die erste nachweisliche Urkunde über die Gründung datiert vom 14. Februar 1932, weshalb dieses Datum vom Verein als Gründungstag verwendet wird. Der FC Vaduz schloss sich zunächst dem Vorarlberger Fussballverband an, wechselte aber bereits ein Jahr später in den Spielbetrieb des Schweizer Fussball- und Athletik-Verbandes, des heutigen Schweizerischen Fussballverbandes (SFV). Den ersten grösseren Erfolg erreichte der FCV 1996, damals noch in der 1. Liga des SFV (dritthöchste Liga), mit dem Sieg gegen den lettischen Gegner FC Universitāte Rīga (Hin- und Rückspiel 1:1, Vaduz siegte dann 4:2 im Elfmeterschiessen) im Cup der Cupsieger. Damit hatte man sich für die 1. Hauptrunde qualifiziert, wo man gegen den späteren Finalisten Paris Saint-Germain ausschied.

2001 stieg der FC Vaduz in die Nationalliga B auf, die zweithöchste Schweizer Liga. In den Jahren darauf stand der Aufstieg in die höchste Schweizer Liga, die Super League, auf dem Programm. Sowohl 2004 wie 2005 erreichte der Verein die Barrage, scheiterte dort jedoch. Für die Saison 2005/06 wurde Mats Gren als Trainer verpflichtet. In der ersten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation 2006/07 besiegte der FC Vaduz den moldawischen Gegner FC Dacia Chișinău. In der zweiten Runde trafen sie auf den Istanbuler Verein Beşiktaş Istanbul, gegen den sie ausschieden.

Im Jahre 2008 (also in der Saison 2007/08) ging für den FC Vaduz schliesslich der jahrelange Traum in Erfüllung. Nach sieben Jahren Challenge League stieg der FCV als Meister der Challenge League am 12. Mai 2008 direkt in die Axpo Super League auf. Damit war in der höchsten Schweizer Liga zum ersten Mal ein ausländischer Verein vertreten. Mitte 2008 kam die Frage auf, ob dem FC Vaduz auch nach Ablauf des Vertrages im Jahre 2010 die Teilnahme als Nicht-Schweizer Verein weiterhin erlaubt werden solle. Diese Frage hatte insbesondere auch darum eine gewisse Brisanz, da der FC Vaduz zu dieser Zeit erstmals in der Super League spielte.

Im Juni 2009 wurde vom Schweizerischen Fussballverband der Grundsatzentscheid gefällt, dass der FC Vaduz auch weiterhin die Möglichkeit haben sollte, an der Meisterschaft der Super League und der Challenge League teilzunehmen.

Im Mai 2010 beschlossen die beiden liechtensteinischen Mannschaften FC Vaduz und USV Eschen-Mauren eine bessere Zusammenarbeit, insbesondere beim Austausch und bei den Entwicklungsmöglichkeiten der Spieler beider Mannschaften. Prinzipiell sollte die Vereinbarung den fehlenden Unterbau beim FC Vaduz ersetzen und die Zusammenarbeit im Sinne des Liechtensteiner Fussballs fördern. Der FC Vaduz gilt dabei als erste Adresse für die Profifussballer.

Den Liechtensteiner Cup konnte der Verein 47-mal gewinnen, von 1998 bis 2011 vierzehn Mal in Folge, wodurch er fast ständig im UEFA-Cup bzw. in der UEFA Europa League vertreten war. 2006 konnte der FC Vaduz im Cupfinal gegen den FC Balzers den Sieg erst nach der Verlängerung erreichen (4:2; 2:2 nach regulärer Spielzeit). Im Jahr 2007 gewann der FC Vaduz den Cupfinal gegen den FC Ruggell mit 8:0. Der Final 2008 brachte ebenfalls keine Überraschung: der FC Balzers wurde mit 4:0 besiegt. 2010 wurde das Finalspiel gegen den USV Eschen-Mauren erst im Elfmeterschiessen entschieden. Dies fiel 5:3 für den FCV aus. 2011 gewann man dann klar 5:0 gegen USV Eschen-Mauren. Im Jahr 2012 gab es allerdings die grosse Überraschung, als der USV Eschen-Mauren mit einem Sieg nach Elfmeterschiessen die Siegesserie des FC Vaduz stoppte.

Am 12. November 2012 trennte sich Vaduz aufgrund der negativen Entwicklung in der Saison 2011/12 von seinem Trainer Eric Orie sowie von dessen Assistenztrainer Martin Schneider mit sofortiger Wirkung. Das Training wurde interimsmässig vom Torhütertrainer Sebastian Selke übernommen. Wenige Tage später verkündete der Verein die Verpflichtung des neuen Trainers Giorgio Contini, der einen Vertrag bis zum Sommer 2014 unterzeichnete. Im September 2013 wurde anlässlich der Generalversammlung mit Ruth Ospelt eine neue Präsidentin des Vereins gewählt. Unter ihrer Leitung erreichte der Verein in der Saison 2013/14 den zweiten Aufstieg in der Geschichte in die höchste Schweizer Liga, die Super League. Die darauffolgende Saison konnte mit 31 Punkten aus 36 Spielen auf dem 9. Rang abgeschlossen werden. Den Ligaerhalt sicherte man sich am vorletzten Spieltag.

mini|rechts|Rapid Wien gegen den FC Vaduz in den Play-offs zur UEFA Europa Conference League 2022/23 Am 7. März 2017 trennte sich der FC Vaduz vom langjährigen Trainer Giorgio Contini. Zwei Wochen später, am 22. März 2017, wurde Roland Vrabec als neuer Trainer vorgestellt. Den Abstieg konnte er aber nicht mehr verhindern. In der ersten Saison nach dem Abstieg landete der FC Vaduz auf Rang vier. Im September 2018 wurde Vrabec aufgrund mässiger Ergebnisse entlassen und durch den ehemaligen liechtensteinischen Nationalspieler Mario Frick ersetzt. Unter Frick beendeten die Liechtensteiner 2018/19 die Spielzeit auf Rang sechs. 2019/20 platzierte sich der Hauptstadtklub auf dem zweiten Rang, der zur Barrage gegen den FC Thun berechtigte. Nach Hin- und Rückspiel gewann der FC Vaduz schliesslich mit insgesamt 5:4 Toren und stieg wieder in die Super League auf. Der Aufsteiger wurde allerdings Letzter, und es folgte der direkte Wiederabstieg.

Mit einem 1:0 gegen Rapid Wien (Hinspiel 1:1) qualifizierte sich der FC Vaduz am 25. August 2022 für die Gruppenphase der UEFA Europa Conference League. Damit gelang erstmals einem Verein aus Liechtenstein die Qualifikation für die Gruppenphase eines europäischen Cupwettbewerbs. Zuvor hatte man sich bereits gegen den türkischen Erstligisten Konyaspor (1:1 und 4:2) sowie den slowenischen Cupsieger FC Koper (1:0 und 1:1 n. V.) durchgesetzt.

Erfolge mini|500px|Diagramm: Platzierungen des FC Vaduz Schweizer Meisterschaft: Meister der Challenge League (2. Spielklasse): 2003, 2008, 2014, 2026 Teilnahme in der Super League (1. Spielklasse): 2008/09, 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2020/21

Liechtensteiner Cup (52): (Rekord, der Verein stand bei den 81 Austragungen lediglich 15× nicht im Final) 1949, 1952, 1953, 1954, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1974, 1980, 1985, 1986, 1988, 1990, 1992, 1995, 1996, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2022, 2023, 2024, 2025, 2026

Ewige Tabelle Der FC Vaduz liegt derzeit auf dem 37. Rang der ewigen Tabelle der höchsten Fussball-Liga der Schweiz (insgesamt 68 Vereine).

Europacupbilanz

Stand: 13. August 2026

Personen Kader der Saison 2026/27 Stand: 28. August 2026.Kontingentsliste auf der Website der Swiss Football League (PDF; 529 kB).Kaderliste auf der Website des FC Vaduz. Profispieler des FC Vaduz, die an einen anderen Club ausgeliehen sind, werden nicht aufgeführt. Nummer Nat. Spieler Im Team seit Letzter Verein Torhüter 1 Benjamin Büchel 2018 FC Thalwil 21 Tim-Tiado Öhri 2022 eigene Junioren (seit 2022) 25 Leon Schaffran 2024 SpVgg Greuther Fürth 38 Nico Föllmi 2025 FC St. Gallen Verteidigung 4 Nicolas Hasler 2022 FC Thun 5 Liridon Berisha 2023 Neuchâtel Xamax 6 Denis Simani 2024 FC Luzern 14 Mischa Beeli 2024 FC St. Gallen 27 Niklas Lang 2025 SV Sandhausen 29 Malik Sawadogo 2025 Servette FC 37 Luca Celentano 2026 eigene Junioren (seit 2022) Mittelfeld 7 Dominik Schwizer 2024 Neuchâtel Xamax 8 Stephan Seiler 2025 FC Schaffhausen 10 Juan Cabrera 2026 SpVgg Greuther Fürth 11 Lutfi Dalipi 2026 FC Wil 17 Julian Stark 2026 SC Verl 20 Luca Mack 2025 VfB Stuttgart 22 Mischa Eberhard 2024 Stade Lausanne-Ouchy 23 Mats Hammerich 2024 Neuchâtel Xamax 28 Miloš Cocić 2026 FV Illertissen 30 Mattia Walker 2026 Etoile Carouge FC Stürmer 9 Marcel Monsberger 2025 Schwarz-Weiß Bregenz 16 Ranjan Neelakandan 2026 Yverdon Sport FC 18 Daniel Kasper 2026 KAS Eupen 19 Dejan Djokic 2026 eigene Junioren (seit 2026) 24 Lado Akhalaia 2026 Dinamo Tbilisi 39 Dejan Sorgić 2026 Yverdon Sport FC

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Vaduz, FC

Kategorie:Vereinsgründung 1932 Kategorie:Organisation (Vaduz) Kategorie:Sportler des Jahres (Liechtenstein)