mini|Die Mannschaft des SC Bregenz vor dem Auswärtsspiel gegen Red Bull Juniors (1. Oktober 2011) Schwarz-Weiß Bregenz, kurz SWB, ist ein österreichischer Fußballverein aus der vorarlbergischen Landeshauptstadt Bregenz. Er führt die Tradition des 1919 gegründeten Vereins Schwarz-Weiß Bregenz fort, spielt derzeit in der zweitklassigen 2. Liga und trägt seine Heimspiele im ImmoAgentur-Stadion aus.

Geschichte Gründung Gegründet wurde der Verein am 27. Juni 2005 von Wolfgang Glatz und Hans Begle unter dem Namen SC Bregenz hauptsächlich, um dem Nachwuchs des kurz zuvor in Konkurs gegangenen Traditionsvereins Schwarz-Weiß Bregenz eine neue Heimat zu bieten. Von 2005 bis 2007 stand Wolfgang Glatz dem Verein als Obmann vor. Bis zu seinem unerwarteten Tod im Jahr 2011 war er Vorstandsmitglied und Ehrenpräsident des Vereins. Seine Nachfolge trat 2007 der Intendant des Vorarlberger Landestheaters, Harald Petermichl, an, der die Position bis 2010 innehatte. Jürgen Rupp führte den Verein dann fast zwei Jahre interimistisch, ehe im März 2012 mit Pascal Pletsch schließlich ein neuer Obmann gewählt wurde. Seit Juli 2014 führt Werner Reichart den Verein.VOL.at Reichart wird neuer SW Bregenz Präsident, 14. Juli 2014

Die Zeit als SC Bregenz Um dem ideellen Nachfolger des ehemaligen Bundesligisten Schwarz-Weiß Bregenz und seinen vielen jungen Spielern eine annehmbare Perspektive zu bieten, wurde die Kampfmannschaft in der Premierensaison 2005/06 vom Vorarlberger Fußballverband für die Landesliga (5. Spielstufe) zugelassen; dort konnte sie damit die Nachfolge der Amateurmannschaft des Bundesligisten antreten. Der Kader des neuen blau-weißen Vereins setzte sich in der Gründungssaison daher auch überwiegend aus Spielern im Alter von 17 bis 18 Jahren zusammen. Als Führungsspieler konnte der ehemalige österreichische Nationalspieler Jürgen Kauz von RW Rankweil gewonnen werden, von dem sich der Verein dann aber im Winter 2006/07 wieder trennte. Auch das Bregenzer Urgestein Jeff Geiger hielt dem Verein die Treue und spielte in der Anfangsphase weiter für die Bregenzer. In den ersten beiden Vereinsjahren gelang der Durchmarsch von der Landesliga Vorarlberg in die Regionalliga West, die dritte Leistungsstufe im österreichischen Fußball.

Als Spielertrainer und gesamtsportlicher Leiter wurde am 9. Jänner 2006 für dreieinhalb Jahre der ehemalige norwegische Nationalspieler Jan Ove Pedersen verpflichtet, der selbst jahrelang für Schwarz-Weiß Bregenz gespielt hatte. Nach der Hinrunde der Herbstsaison 2007 wurde sein Vertrag aber einvernehmlich gelöst, Pedersen wurde durch den Deutschen Thomas Ardemani ersetzt. Für die Saison 2009/10 wurde der bereits in Hohenems erfolgreiche Vorarlberger Martin Schneider als Trainer gewonnen. Auch unter seiner Führung setzte der Club weiter verstärkt auf die Jugend. Im Oktober 2010 übernahm der bis dahin als Nachwuchsleiter des Vereins erfolgreiche Mladen Posavec den Trainerposten der Kampfmannschaft. Seit November 2013 fungiert Hans Kogler als Trainer.

Umbenennung in Schwarz-Weiß Ab der Saison 2009/10 lief der SC Bregenz unter dem Motto 90 Jahre Fußballtradition in Bregenz wieder in den traditionellen schwarz-weißen Dressen auf. Am 8. Juli 2013 wurde der Klub in Schwarz-Weiß Bregenz umbenannt, Logo und Vereinsfarben sind seither wieder die des ehemaligen Bundesligavereins.

Seitdem bezieht sich der Verein auch wieder auf die Geschichte des nach dem Konkurs mittlerweile aufgelösten Vorgängervereins.

Heimstätte Seine Heimspiele trägt der SWB im ImmoAgentur-Stadion in Bregenz aus, das 1994 als Casino-Stadion anstelle des abgerissenen Bodenseestadions gebaut wurde, das wiederum an die Stelle des Stadions Mehrerau/kleinen Exerzierplatz getreten ist. An diesem traditionellen Fußballplatz in Bregenz wird seit mindestens 1908 bereits Fußball gespielt.

Das Stadion in seiner heutigen Form fasst 12.000 Zuschauer (davon ca. 4.000 Sitzplätze). Im Herbst 2023 wurde das Stadion für die Austragung von Spielen in der höchsten österreichischen Spielklasse adaptiert. Eine verbreiterte Rasenfläche, eine Rasenheizung, neue LED Leuchten für das Flutlicht sowie ein paar temporäre Dachkonstruktionen garantieren die Bundesliga Tauglichkeit.

Rekordkulisse im neuen Stadion waren im Herbst 1999 10.800 Zuschauer beim Vorarlbergderby gegen den SC Austria Lustenau in der Bundesliga. Seit dem Konkurs von SW Bregenz im Jahr 2005 trägt der Nachfolgeverein SC Bregenz bzw. seit 2013/2014 wieder Schwarz-Weiß Bregenz dort seine Heimspiele aus. Das Stadion liegt zentrumsnah (neben Bahnhof und Festspielhaus) und in unmittelbarer Nähe zum Bodensee.

Kampfmannschaft Trainerteam Stand: 3. Juli 2026Schwarz-Weiß Bregenz: Betreuerstab (abgerufen am 4. Juli 2023) Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Vereinseit letzter Verein Trainer Martin Joseph Brenner 03.02.1986 07/2026 EC Lemense Co-Trainer Murad Gerdi 07.03.1986 07/2026 Schwarz-Weiß Bregenz Tormann-Trainer Drago Marceta 03.11.1993 07/2024 FC Dornbirn 1913 Athletiktrainer Stefan Santanius 25.06.1990 07/2024

Aktueller Kader Stand: 22. August 2026Schwarz-Weiß Bregenz: Kaderliste (abgerufen am 19. Februar 2026) Rücken-nummer Name Geburtsdatum Nationalität beim Vereinseit letzter Verein Torhüter 1 João Paulo 08.03.2001 08/2026 AA Portuguesa 27 Dominik Samardzija 20.05.2007 07/2026 AKA Vorarlberg 31 Peter Kwame Aizawa 20.01.2001 07/2026 Tochigi City FC Verteidigung 3 William Rodrigues 09.09.1993 07/2026 SC Austria Lustenau 4 Dredon Kelly 17.07.1997 07/2026 vereinslos (zuvor APIA Leichhardt FC) 6 Yusei Shima 31.05.2007 07/2026 Hammarby IF 13 Henrique Torelli 13.05.2004 07/2026 EC Santo André 16 Rodrigo Souza 31.05.2002 08/2026 FC Imabari 30 Saidu Musa Bangura 11.11.2005 09/2025 East End Lions 32 Mika Mettler 07.02.2001 07/2026 SC Brühl St. Gallen 43 João Cesco 24.01.2001 08/2026 vereinslos (zuvor Enosis Neon Paralimni) Mittelfeld 5 Dragan Marceta 03.03.2000 07/2025 SV Horn 8 Lars Nussbaumer 31.01.2001 07/2024 FC Dornbirn 1913 14 Genta Omotehara 28.02.1996 07/2026 Tochigi City FC 18 Daigo Araki 17.02.1994 08/2026 FC Gifu 20 Gabryel 09.04.1999 08/2026 Al-Riffa SC 25 George Davies 16.11.1996 07/2026 SKU Amstetten 47 Lucas Dantas 25.10.2001 07/2026 First Vienna FC 80 Mateus Cecchini Muller 25.02.2003 08/2026 AA Portuguesa Angriff 7 Nicolas Rossi 30.03.2004 01/2025 EC Lemense 10 Anteo Fetahu 10.07.2002 07/2026 SCR Altach 12 Micha Fröde 10.01.2007 07/2026 AKA Vorarlberg 21 Damian Maksimovic 18.11.2004 07/2025 SCR Altach 22 Daniel Au Yeong 10.02.2003 07/2026 SC Austria Lustenau 23 La’Sean Sealey 14.09.2006 07/2026 Norwich City U-21 24 Atsushi Zaizen 26.06.1999 07/2025 Grazer AK 29 Keita Saitō 31.03.1993 07/2026 Tochigi City FC 35 Thalissinho 04.12.2005 07/2026 Náutico Capibaribe

Transfers Stand: 2. September 2026Transfermarkt.at: Transfers 2026/27 (abgerufen am 4. Juli 2023) Zugänge: Abgänge: Sommer 2026 Peter Kwame Aizawa (Tochigi City FC) Daigo Araki (FC Gifu) Daniel Au Yeong (SC Austria Lustenau) Mateus Cecchini Muller (AA Portuguesa) João Cesco (vereinslos) Lucas Dantas (First Vienna FC) George Davies (SKU Amstetten) Anteo Fetahu (SCR Altach) Gabryel (Al-Riffa SC) João Paulo (AA Portuguesa) Dredon Kelly (vereinslos) Mika Mettler (SC Brühl St. Gallen) Genta Omotehara (Tochigi City FC) William Rodrigues (SC Austria Lustenau) Keita Saitō (Tochigi City FC) Dominik Samardzija (AKA Vorarlberg) La’Sean Sealey (Norwich City U-21) Yusei Shima (Hammarby IF) Rodrigo Souza (FC Imabari) Thalissinho (Náutico Capibaribe) Henrique Torelli (EC Santo André) Tamar Crnkic (SV Austria Salzburg) Sebastian Dirnberger (SK Vorwärts Steyr) Lewan Eloschwili (FK Toktogul) Vincent Gembalies (SG Wattenscheid 09) Felix Gschossmann (Kremser SC) Ivo Kralj (FC Bizau) Kilian Kretschmer (First Vienna FC) Bonaventure Lendambi (Västerås SK) Tyler-Ryan Linder (FC Lauterach, Leihe) Simon Lüchinger (Kerry FC, Leihe) Tobias Mandler (SC Kalsdorf) Raul Marte (First Vienna FC) Marko Martinovic (FC Lauterach) Decio Neto (FC Milsami) David Chisom Otugo (Ümraniyespor) Florian Prirsch (FC Dornbirn 1913) Marco Rottensteiner (SV Austria Salzburg) Johannes Schriebl (ASK Voitsberg) Jan Stefanon (FC Egg) Johannes Tartarotti (Preah Khan Reach Svay Rieng) Stefan Umjenovic (FC Wolfurt) Isak Vojic (vereinslos) Brandon Pursall (LASK Amateure OÖ, Leih-Ende)

Männerfußball Saison Liga (Hierarchie) Platzierung Anmerkung 2005/06 Landesliga (V) 2. 2006/07 Vorarlbergliga (IV) 1. Meister 2007/08 Regionalliga West (III) 12. 2008/09 Regionalliga West (III) 5. 2009/10 Regionalliga West (III) 7. 2010/11 Regionalliga West (III) 7. 2011/12 Regionalliga West (III) 10. 2012/13 Regionalliga West (III) 5. 2013/14 Regionalliga West (III) 15. 2014/15 Vorarlbergliga (IV) 1. Meister 2015/16 Regionalliga West (III) 14. 2016/17 Vorarlbergliga (IV) 7. 2017/18 Vorarlbergliga (IV) 6. 2018/19 Vorarlbergliga (IV) 2. 2019/20 Eliteliga Vorarlberg (III) 3. 2020/21 Eliteliga Vorarlberg (III) 3. 2021/22 Eliteliga Vorarlberg (III) 9. 2022/23 Eliteliga Vorarlberg (III) 1. Meister 2022/23 Regionalliga West (III) 1. Meister2023/242. Liga (II)11.2024/252. Liga (II)10.

Bekannte Spieler Jan Ove Pedersen (Spielertrainer) Jürgen Kauz Igor Manojlović Sandro Gotal Robert Golemac Lukas Neunteufel Patrick Pircher Ulrich Winkler

Titel und Erfolge Vizemeister Landesliga Saison 2005/06 (5. österr. Leistungsstufe) = Aufstieg Meister Vorarlbergliga Saison 2006/07 und 2014/15 (4. österr. Leistungsstufe) = Aufstieg Vorarlberger Cupsieger 2008, 2010 und 2022

Nachwuchs Der Verein hat derzeit zehn Nachwuchsteams in den Altersstufen U-7 bis U-17.

Seit August 2012 betreibt der SC Bregenz eine eigene Tormannschule, geleitet wird sie von Thomas Fricke und Predrag Zivanovic. Sie trainiert Tormänner von der U-10 bis zur Kampfmannschaft. Seit August 2013 ist die Bregenzer Tormannschule auch für Tormänner außerhalb des Vereins geöffnet, sodass die Nachwuchstormänner gezielt gemeinsam trainieren und voneinander lernen können.

2012 wurden die Nachwuchsmannschaften der U-13, U-15 und U-17 jeweils Landesmeister. Damit gewann erstmals in der Geschichte des Vorarlberger Fußballs ein Verein alle Meistertitel im Nachwuchsbereich. Zudem erhielt Nachwuchsleiter Hans Begle das Stadtsiegel für besondere Verdienste um den Verein überreicht.

Frauenfußball Der Verein übernahm das Frauenteam vom Schwarz-Weiß Bregenz, das in der Regionalliga West spielte. Durch die Gründung der 2. Liga Mitte/West 2008 stieg das Team in die Vorarlberg-Liga der Frauen ab. Die Frauen spielten bis Ende Saison 2011/12 als Wann&Wo-Ladies SC Bregenz in der Frauen Vorarlberg-Liga. 2012 wurde das Damenteam zurückgezogen. Seit 2014 tritt die Frauenauswahl aber wieder in der Damen-Landesliga an.

Titel und Erfolge 2 × Vorarlberger Landescupsieger: 2005/06 – 2006/07 1 × Westliga-Meister: 2005/06

Weblinks sw-bregenz.at: Offizielle Website transfermarkt.de: Schwarz-Weiß Bregenz

Einzelnachweise

Kategorie:Fußballverein in Vorarlberg Schwarzweiss Kategorie:Österreichischer Frauenfußballverein Schwarzweiss Bregenz