Blood+ ist eine japanische Anime-Fernsehserie, die auf dem Anime-Film Blood – The Last Vampire basiert. Die Serie wurde auch als drei Manga-Serien umgesetzt und für Videospiele und Romane adaptiert. Eine zweite Serie, desselben Franchises, erschien 2011 mit Blood-C.
Handlung
Die Serie spielt zur Zeit der ersten Ausstrahlung (ab September 2005) auf der japanischen Insel Okinawa Hontō in der Stadt Okinawa, nahe einem US-amerikanischen Luftwaffenstützpunkt, und somit einige Jahrzehnte nach der Handlung von Blood – The Last Vampire.
Die Protagonistin ist eine Schülerin namens Saya, die als eines von drei adoptierten Kindern bei ihrem Ziehvater George Miyagusuku lebt. Sie leidet an einer starken Amnesie und kann sich an keine Ereignisse erinnern, die länger als ein Jahr zurückliegen. Als sie jedoch eines Tages ihre Turnschuhe in der Schule vergisst und diese abends holen will, ereignen sich sehr ungewöhnliche Dinge, die ihr zukünftiges Leben entscheidend prägen und Aufschlüsse über ihre Vergangenheit liefern.
In der Schule trifft Saya auf Hagi, welcher sie zu kennen scheint. Saya hält ihn zunächst für den Serienmörder, welcher in dieser Gegend gesucht wird. Doch dann springt ein Chiropteran von einem Baum. Nachdem er einen Lehrer getötet hat, will er sich auf Saya stürzen. Doch Hagi hilft ihr, und sie fliehen zunächst in ein leeres Klassenzimmer. Dort flößt er Saya sein Blut ein, und sie verändert sich. Ihre Augen glühen rot auf, und Saya stürzt sich mit einem Schwert auf den Chiropteran und tötet ihn. Sterbend versteinert der Körper des Chiropterans. Zusammen mit ihrem Bruder Kai, welcher in der Zwischenzeit ebenfalls ins Klassenzimmer gekommen ist, fliehen Saya und Hagi schließlich.
David, ein Mitglied der Organisation „Rotes Schild“ (org. Red Schild), besucht Saya und ihren Stiefvater George. Er erzählt George, dass Saya nun beinahe erwacht sei und er sie mitnehmen möchte. Dieser sträubt sich zunächst, willigt dann aber ein. Jedoch fährt er zuerst mit Saya zum Grab seiner Familie und erzählt ihr, wie sie sich kennengelernt haben, bevor er sie adoptierte. In den Medien wird währenddessen gezeigt, dass ein US-Soldat von einer nahe gelegenen Basis für die Morde verantwortlich sein soll. Offenbar ist der getötete Chiropteran in der Schule zuvor ein Mensch gewesen. Seine Leiche und die des Opfers bleiben unter Verschluss. Am Abend, als David Saya abholen will, betritt ein weiterer US-Soldat namens Forest den Laden von George. Forest ist kurz davor, sich ebenfalls in einen Chiropteran zu verwandeln, und verletzt George nach kurzem Kampf ziemlich schwer.
Während George im Krankenhaus liegt, nimmt sich Kai seine Waffe und will Forest aus Rache umbringen. Dieser hat in der Zwischenzeit seine Freundin ausgesaugt und sich nun beinahe vollständig in einen Chiropteran verwandelt. Als Saya und Hagi ihn stellen, gelingt es ihnen, Forest nach einem schnellen Kampf zu töten. Kurz darauf wird George aus dem Krankenhaus entführt und in eine nahe gelegene US-Militärbasis gebracht. Dort wird er für das „Projekt Delta 67“ für Experimente eingespannt.
Rotes Schild hat inzwischen den Aufenthaltsort von George ausfindig gemacht, und David, Hagi und Saya brechen in die Basis ein, um ihn zu befreien. Als George aufwacht, sind seine Verletzungen vollkommen verheilt. Zudem ist er ungewöhnlich stark, so gelingt es ihm z. B. einen Chiropteran mit seiner Hand zu durchbohren. David macht in der Zwischenzeit am Computer in der Basis eine interessante Entdeckung: Das US-Militär hat Versuche zur künstlichen Erschaffung von Chiropterans betrieben. Schon seit dem Vietnamkrieg tauchen Chiropterans immer häufiger auf, und fast ausnahmslos immer führen die Spuren in Richtung des US-Militärs. In der Zwischenzeit wird vom US-Militär beschlossen, die Basis durch einen Luftangriff zu zerstören. Schließlich treffen George und die anderen aufeinander und wollen fliehen, werden allerdings von Chiropterans angegriffen. Selbige können zwar besiegt werden, allerdings wird George dabei auch verletzt. Während sein Körper sich heilt, beginnt er sich ebenfalls in einen Chiropteran zu verwandeln. Er bittet Saya ihn zu töten, solange er noch ein Mensch ist. Obwohl sie sich zunächst sehr dagegen sträubt, erfüllt sie ihm schließlich seine letzte Bitte. Hagi, David und Saya können schließlich aus der Basis fliehen, kurz bevor diese bombardiert wird.
Auf einem Schiff von Rotes Schild setzen die Gefährten ihre Reise fort. Als Riku, der jüngere Bruder von Kai und Saya, erfährt, dass George tot ist, schließt er sich zunächst in seiner Kabine ein, kommt später aber wieder heraus. Die Ermittlungen von Rotes Schild ergeben schließlich, dass das US-Militär einen Wein geschmuggelt hat, welcher von einem Mädcheninternat in Vietnam stammt. Ein Mann namens Monsignore Argeno scheint im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Saya willigt schließlich ein, ebenfalls auf das Internat zu gehen, um Nachforschungen anzustellen. Dort erfährt sie, dass sich in dem Internat ein Phantom herumtreiben soll, welches schwarzhaarige Mädchen entführt. Das Phantom verteilt eine blaue Rose, kurz bevor es ein Mädchen entführt. Eine solche Rose findet eines Morgens auch Saya auf ihrem Schreibtisch vor. Nachts im Turm trifft sie dann auf das Phantom und erkennt, dass es sich bei ihm um einen Chiropteran handelt. Im Gegensatz zu seinen Artgenossen behält er seine menschliche Gestalt jedoch bei und scheint auch sonst intelligenter zu sein. Im Kampf scheint das Phantom Saya überlegen zu sein, verschwindet aber, als Hagi eingreift.
In der Zwischenzeit sind auch Kai und Riku in Vietnam eingetroffen, halten sich aber am Hafen auf. Dort treffen sie eine Gruppe Waisenkinder und verbringen etwas Zeit mit ihnen. Riku trifft dort auch auf Mui, ein Waisenmädchen, welches ihr linkes Bein beim Ausgraben einer Mine verloren hat. Beide verlieben sich ineinander. Als ihr Vater verletzt wird, fährt Mui zurück nach Hause und hilft dort weiter beim Suchen von Minen. Riku und Kai folgen ihr und übernachten dort. In der Nacht erscheint ein Geheimtrupp von Leuten, welche Mui entführen wollen. Als Riku und Kai ihr zur Hilfe eilen, werden beide kurzerhand ebenfalls entführt.
Saya hat sich währenddessen mit ihrer Zimmernachbarin Min angefreundet. Sie stellt nach wie vor Nachforschungen über das Phantom an. David und Julia von Rotes Schild äußern die Vermutung, dass es sich um einen Chevalier handeln könnte, einem von „D“s persönlichen Dienern. Bei einem Schulausflug nach Hanoi erleidet Saya bei der Besichtigung eines Museums für Kriegswaffen einen Nervenzusammenbruch. Sie erinnert sich, dass sie vor 30 Jahren in Vietnam offenbar mehrere Menschen getötet hat. Sie flüchtet aus dem Museum und wird in einer Seitenstraße von dem Phantom angegriffen. Dieses bestätigt, ein Diener von Diva zu sein, und nennt seinen Namen: Karl. Auch er kennt Saya schon lange und äußert sein Missfallen darüber, dass sie noch nicht erwacht sei. Als Hagi in den Kampf eingreift, flüchtet er.
Am nächsten Tag findet im Mädcheninternat ein großes Fest statt. Saya und ihre Freundin Min gehen dorthin. Auf dem Fest tanzt sie mit Solomon, einem weiteren Chevalier von „D“, allerdings ohne dass der jeweils andere die Identität seines Gegenübers kennt. Nach dem Tanz ruft Rotes Schild Saya in den Keller des Internats, wo Saya und Hagi einige Tage zuvor einen großen Container ausfindig gemacht haben. Karl hat seine Leute beauftragt, den Container abzuholen. Er liefert sich einen heftigen Kampf mit David, Hagi und Saya. Er kann erstere beide besiegen und ist auch Saya weit überlegen. Doch bevor der Kampf zu Ende ist, flieht er ein weiteres Mal. Diesmal, um den Container mit „D“ zu beschützen. Rotes Schild verlässt daraufhin das Internat. Niemand bemerkt den Reporter, welcher sich im Hintergrund versteckt hat und Fotos von der kämpfenden Saya macht. Als Saya gehen will, wird sie kurz von ihrer Freundin Min aufgehalten. Diese erschreckt sich aber, als sie sieht, wie Sayas Verletzungen innerhalb von Sekunden wieder heilen.
Einige Tage später befinden sich die Gefährten auf einem Boot, welches einen großen Fluss entlangfährt. Sie bekommen Verstärkung durch eine Elitetruppe von Soldaten, welche Rotes Schild unterstehen. David erzählt kurz darauf Saya, dass „D“ eigentlich Diva ist, der Ursprung aller Chiropterans. Die Elitesoldaten werden hingegen darüber aufgeklärt, dass Saya die Einzige ist, welche die Chiropterans töten kann. Und das geht nur, wenn sie ihr eigenes Blut in eine Blutrinne ihres Schwertes fließen lässt und damit die Chiropterans verletzt. Von Sayas Blut abgesehen kann man Chiropteran nur durch massive Verletzungen töten, etwa eine Enthauptung oder starke Explosion. Die Soldaten und Rotes Schild machen den Ort ausfindig, an welchem der Container von Diva steht. Doch bevor sie diesen erstürmen können, wird er bereits von zwei Hubschraubern weggetragen. Diva, welche kurz davor ist aufzuwachen, fängt an eine Melodie zu singen. Mehrere Kinder, die entführt wurden, tragen nun rote und gelbe Umhänge und beginnen sich zu verwandeln, nachdem sie den Gesang hörten. Sie verwandeln sich in kleine Chiropterans und greifen die Spezialeinheit sofort an. Unter den Entführten sind auch Kai und Riku, auf welche die Melodie allerdings keine Auswirkungen hat.
Saya bekommt wieder einen Nervenzusammenbruch, als die Gruppe um Rotes Schild in ein großes Haus flieht, um dem Angriff der Baby-Chiropterans zu entgehen. Doch selbige brechen kurzerhand in das Haus ein. Saya verfällt in einen Rausch, in welchem sie Amok läuft und sämtliche Angreifer – aber auch einige Menschen – schwer verletzt oder tötet. Erst als Kai in den Raum stürmt und ihren Namen ruft, wird Saya wieder normal. Karl, welcher sich auf einen Kampf mit Saya gefreut hat, will aus Wut Kai töten, doch Solomon hindert ihn daran. Karl flieht nach draußen und hilft Monsignore Argeno und Solomon dabei, den Container zu verladen und wegzufliegen. Die Mitglieder von Rotes Schild folgen ihm. Zurück bleibt nur eine schwerverletzte Soldatin, welche sich zusammen mit den gerade aufwachenden, noch überlebenden Baby-Chiropterans in die Luft jagt. Als die Gefährten ebenfalls nach draußen eilen, verwandelt sich Karl in einen Chiropteran. Er ist in diesem Zustand allerdings viel größer und stärker als gewöhnliche Chiropterans und sieht auch individueller aus. Zudem behält er auch weiterhin seinen menschlichen Verstand und spricht während des Kampfes mit Saya. Erstmals kann es Saya jedoch beinahe mit ihm aufnehmen und ist im Kampf stärker als je zuvor. Sie verletzt Karl mit ihrem Schwert, er wird mit ihrem Blut infiziert und beginnt zu versteinern. Allerdings springt er gerade noch rechtzeitig ins Haus, schlägt sich dort mit einer Streitaxt das versteinernde Bein ab, und flüchtet dann.
Einige Tage später sind Saya, Hagi, Kai und Riku wieder zu Hause. Sie verbringen dort einen Tag zusammen mit ihren Freunden und besuchen dabei auch das Grab von George. Unter schwerem Abschied verlassen die vier den Ort wieder und reisen nach Russland. Rotes Schild hat nämlich herausgefunden, dass ein wichtiger Wissenschaftler, der an den Chiropterans geforscht hat, sich dort aufhält.