Stübig ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Stübig hat eine Fläche von 3,449 km². Sie ist in 611 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5644,89 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Doschendorf.
Geographie Das Pfarrdorf liegt am Ellernbach, dem rechten Oberlauf des Leitenbachs und ist von Erhebungen der Fränkischen Schweiz umgeben. Die Staatsstraße 2210 führt an Ehrl vorbei nach Burgellern (3,1 km südwestlich) bzw. nach Weichenwasserlos (1 km nordöstlich). Die Kreisstraße BA 53 führt nach Dörrnwasserlos (1,5 km nördlich).
Name Stubich bezeichnet im Mittelhochdeutschen Reisig, was auf eine mit Niederholz und Gestrüpp bewachsene Gegend hindeutet. Der Ortsname wechselte im Lauf der Jahrhunderte häufig seine Schreibweise. In alten Verzeichnissen wird er u. a. „Stubech“, „Stubich“, „Stubegen“, „Stubeygen“ und „Stübich“ genannt.
Geschichte Der Ort „Stubeg“ wurde im Jahr 1157 erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemeindeherrschaft lag bis ins frühe 19. Jahrhundert großteils beim Bamberger Kloster Michelsberg.
Stübig war eine eigenständige Gemeinde, zu der noch der Weiler Doschendorf gehörte. Am 1. Januar 1972 wurde diese Kommune im Zuge der Gebietsreform in Bayern zunächst mit seinen Nachbargemeinden Dörrnwasserlos und Roschlaub zusammengefasst. Am 1. Januar 1974 kam Burglesau hinzu. Am 1. Mai 1978 folgte die Eingliederung der Gemeinde in die nahe gelegene Stadt Scheßlitz.
Pfarrkirche St. Martin Die auf einer Erhöhung am Rand der Straße zwischen Stübig und Weichenwasserlos errichtete Kirche gilt als Urpfarrei und bestand schon um das Jahr 800. Die heutige Pfarrkirche entstand in drei Bauperioden zwischen den Jahren 1400 und 1702/03, als der Bamberger Baumeister Bonaventura Rauscher Schiff und Chor erhöhte und den Turm neu baute.
Die Deckengemälde stammen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Ausstattung geht auf das Jahr 1721 zurück. Der Hochaltar ist ein gemeinsames Werk des Schreiners Martin Walter und des Bildhauers Leonhard Gollwitzer aus Bamberg, der auch die übrigen Plastiken schuf. Der klassizistische Tabernakel stammt von Georg Hoffmann, das Ölbergrelief von Wilhelm Wurzer vom Anfang des 19. Jahrhunderts.
Kultur Sportverein ASV Stübig Die Herrenfußballmannschaft des ASV Stübig trat bis zur Saison 2008/2009 in der Bezirksliga Oberfranken/West an. Stübig war damit deutschlandweit die kleinste Ortschaft mit einer Fußballmannschaft in einer vergleichbar hoch angesiedelten Spielklasse. Reisbergbote Stübig Krieger-, Soldaten- und Kameradschaftsverein Stübig Stammtisch lustige Ellertaler e. V. Stübig
Adelsfamilie 1312 war Walther von Stübich Amtmann auf der etwa 25 Kilometer südöstlich gelegenen Burg Neideck. Die Familie wurde 1422 letztmals erwähnt.L. Kraußolt, G. Brock: Geschichte der Fränkischen Schweiz oder Muggendorfs und seiner Umgebungen mit einem kurzgefaßten vollständigen Wegweiser für solche, welche die Gegend besuchen, Verlag Riegel und Wießner, Nürnberg, 1837, Seite 72
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Ortsteil von Scheßlitz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1157 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg