Resultate der Finalrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2006:
Übersicht Qualifizierte Teams
Durch ihre Ergebnisse in der Gruppenphase der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland hatten sich 16 Mannschaften für die Finalrunde qualifiziert:
Gruppe AGruppe BGruppe CGruppe D 1. 1. 1. 1. 2. 2. 2. 2. Gruppe EGruppe FGruppe GGruppe H 1. 1. 1. 1. 2. 2. 2. 2.
Spielplan Finalrunde
1 Sieg nach Verlängerung2 Sieg im Elfmeterschießen
Achtelfinale Deutschland – Schweden 2:0 (2:0)
Argentinien – Mexiko 2:1 n. V. (1:1, 1:1)
England – Ecuador 1:0 (0:0)
Portugal – Niederlande 1:0 (1:0)
Partie mit den meisten Platzverweisen (4) und bis dato – zusammen mit dem WM-Spiel Kamerun – Deutschland 2002 – den meisten gelben Karten (16) in der WM-Geschichte. Im Viertelfinal-Spiel Niederlande gegen Argentinien 2022 vergab Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz 18-mal die gelbe Karte.Argentina secure semifinal place over Netherlands after one of the wildest wins of Qatar 2022, Tom Hamilton, englisch, abgerufen am 10. Dezember 2022 „Endstation Portugal“: Zum dritten Mal in Folge scheiterten die Niederlande bei einem großen Turnier an Portugal. Bereits in der Qualifikation zur WM 2002 kam das Aus, da man die jeweiligen direkten Duelle gegen Portugal (0:2 und 2:2) sowie Irland (2:2 und 0:1) nicht für sich entscheiden konnte und somit als Gruppendritter hinter diesen Teams nicht qualifiziert war. Bei der EM 2004 verloren die Niederlande das Halbfinale gegen Portugal 1:2 sowie bei der WM 2006 das Achtelfinale 0:1.
Italien – Australien 1:0 (0:0)
Der spielentscheidende Strafstoß war der späteste der WM-Geschichte während der regulären Spielzeit.
Schweiz – Ukraine 0:0 n. V., 0:3 i. E.
Die Schweiz ist die erste Mannschaft in der WM-Geschichte, die ohne Gegentor (die Treffer der Ukraine im Elfmeterschießen zählen in den Statistiken nicht) aus dem Turnier ausgeschieden ist. Die Schweiz hat als erste Mannschaft in der WM-Geschichte in einem Elfmeterschießen keinen der Strafstöße verwandeln können.
Brasilien – Ghana 3:0 (2:0)
Spanien – Frankreich 1:3 (1:1)
Viertelfinale Deutschland – Argentinien 1:1 n. V. (1:1, 0:0), 4:2 i. E.
Argentinien verlor erstmals ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft. Deutschland dagegen gewann auch das vierte Elfmeterschießen in seiner WM-Geschichte nach 1982 (5:4 i. E. gegen Frankreich), 1986 (4:1 i. E. gegen Mexiko) und 1990 (4:3 i. E. gegen England) bei nur einem Fehlschuss (1982 von Uli Stielike). José Pekerman (Trainer Argentiniens) kündigte wenige Minuten nach dem WM-Aus der Albiceleste seinen Rücktritt an. Unmittelbar nach dem Spiel kam es auf dem Spielfeld zu einer Rangelei unter Spielern und Verantwortlichen. Hervorgerufen wurden diese durch einen Tritt des argentinischen Reservespielers Cufré gegen Mertesacker, woraufhin der Argentinier die Rote Karte sah. Die FIFA leitete zudem ein Verfahren gegen Rodríguez ein, der Schweinsteiger bei der Rangelei in den Nacken geschlagen hatte. Cufré erhielt eine Sperre von 4 Spielen, Rodríguez wurde für 2 Spiele gesperrt. Frings wurde wegen einer Tätlichkeit im Rahmen dieser Rangeleien gegen Cruz für das Halbfinale gegen Italien gesperrt. Außerdem wurde er von der FIFA zu 5000 SFR Geldstrafe und einem weiteren Spiel Sperre, das für ein halbes Jahr auf Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Das Urteil ist trotz des auf Fernsehbildern erkennbaren Faustschlags umstritten, zum einen weil Cruz gegenüber einer Zeitung erklärt hat, gar keinen Schlag bemerkt zu haben, zum anderen weil Frings nicht etwa von argentinischer Seite angezeigt wurde, sondern italienische Medien die Sache ins Rollen brachten, nachdem die FIFA zunächst die Ermittlungen gegen deutsche Spieler eingestellt hatte. Auf der Rückfahrt vom Spiel nach Frankfurt am Main wurde der argentinische Fußballtrainer Antonio Mohamed auf der A4 bei Weimar in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt, bei dem sein neunjähriger Sohn Faryd tödlich verletzt wurde.
Italien – Ukraine 3:0 (1:0)
England – Portugal 0:0 n. V., 1:3 i. E.
Brasilien – Frankreich 0:1 (0:0)
Mit dem Ausscheiden Brasiliens aus dem Turnier standen erstmals seit 1982 nur noch europäische Mannschaften im Halbfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft.
Halbfinale Deutschland – Italien 0:2 n. V.
Mit der Niederlage gegen Italien hat die deutsche Nationalmannschaft zum ersten Mal ein Länderspiel im Dortmunder Stadion verloren.
Portugal – Frankreich 0:1 (0:1)
Spiel um Platz 3 Deutschland – Portugal 3:1 (0:0)
Finale Italien – Frankreich 1:1 n. V. (1:1, 1:1), 5:3 i. E.
Erstmals seit 1978 gab es wieder ein Finale, in dem weder Brasilien noch Deutschland standen. Erstmals seit 1982 gab es wieder ein Finale, in dem sich zwei europäische Mannschaften gegenüberstanden. Nach 1994 war es das zweite Mal in der WM-Geschichte, dass ein Weltmeister-Titel durch ein Elfmeterschießen entschieden wurde. Elizondo war der erste Schiedsrichter der WM-Geschichte, der sowohl beim Eröffnungsspiel als auch beim Finale zum Einsatz kam. Es war das erste gewonnene Elfmeterschießen der Italiener bei einer WM. Es war das erste WM-Spiel, in dem ein Spieler des Feldes verwiesen wurde, obwohl weder der Schiedsrichter noch seine Assistenten (wohl aber der 4. Schiedsrichter) die vorangegangene Tätlichkeit wahrgenommen hatten.
Einzelnachweise
Finalrunde