mini|Louise Lawler im Museum Ludwig, Köln (2012) Louise A. Lawler (* 1947 in Bronxville, New York, Vereinigte Staaten) ist eine US-amerikanische Künstlerin.

Leben und Werk Ihr Studium an der Cornell-Universität beendete sie 1969 mit einem Bachelor of Fine Arts.

Louise Lawler arbeitet mit Fotografien, Materialbildern und Installationen. Bei ihrer Vorgehensweise zeigt sie unterschiedliche Kunstwerke an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Funktionen. Hierfür verfolgt sie die Laufbahn der verkauften Kunstwerke ihrer Ausstellungen zu ihrem neuen Aufenthaltsort, nachdem diese das Atelier verlassen haben, bis hin zur Präsentation in Museen, Privat- oder Firmensammlungen. Dabei hält sie den jeweils neuen Platz der Werke durch ihre Fotografien fest.

Sie fotografierte Kunstwerke in den Wohnzimmern von Kunstsammlern und in Museen in situ, also mit ihrer jeweiligen Umgebung. Damit zeigt sie, in welchem Kontext Kunst rezipiert und wie sie in Räumen inszeniert wird.

Allerdings ist sie beim Fotografieren nicht auf eine exakte und perfekte Wiedergabe der von ihr fotografierten Kunstwerke aus. Ihr Interesse liegt vielmehr an einer einzigartigen Atmosphäre ihrer Bilder, in welchen sie die Veränderungen erforscht, die durch die verschiedenen Präsentationsorte entstehen. Dabei wird der Betrachter auf den umgebenden Kontext, die Produktion und die Präsentation der Werke aufmerksam gemacht.

Die erste umfassende Werkschau der Künstlerin zeigte 2013/14 das Museum Ludwig und bespielte mit ihren Werken das gesamte Haus.

Lawler wurde 2019 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Sie lebt und arbeitet in New York.

Appropriation Art Louise Lawler ist eine Fotografin, die der Appropriation Art zugeordnet wird: Der Begriff stammt aus dem lateinischen Sprachgebrauch „appropriare“ und bedeutet übersetzt „zu eigen machen“. Somit ist es die Kunst der Aneignung fremder (Kunst)werke. Im künstlerischen Bereich schließt die Appropriation Art jede Vorgehensweise ein, bei der Künstler mit Absicht fremdes Gut als Bestandteil ihrer eigenen Produktionen verwenden.

Ausstellungen 1982: An Arrangement of Pictures, Metro Pictures, New York 1994: Radical Scavenger(s): The Conceptual Vernacular in Recent American Art, Museum of Contemporary Art, Chicago Die Orte der Kunst, Sprengel Museum, Hannover The Century of the Multiple: From Duchamp to the Present, Deichtorhallen, Hamburg 4 × 1 im Albertinum, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden Temporary Translation(s): Sammlung Schurmann, Deichtorhallen, Hamburg 1995: The End(s) of the Museum, Fundacio Antoni Tapies, Barcelona Passions Privees, Musée d’art moderne de la Ville de Paris, Paris A Spot on the Wall, Kunstverein München, München 1996: Architecture, Art, and Planning Department Centennial, Herbert F. Johnson Museum of Art, Cornell University, Ithaca, New York 1997: Foto Text Text Foto, Fotomuseum Winterthur, Winterthur Deep Storage/Arsenale der Erinnerung, Haus der Kunst, München; Nationalgalerie, Berlin; Kunstmuseum im Ehrenhof, Düsseldorf Monochrome, Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington, D.C. 1999: The Museum as Muse, Museum of Modern Art, New York; Museum of Contemporary Art, San Diego 2000: rot grau, Kunsthalle Basel, Basel Whitney Biennial, New York 2001: Body Double: Figures of Figures, Des Moines Art Center, Iowa Televisions, Kunsthalle Wien, Wien 2002: Visions from America: Photographs from the Whitney Museum of American Art, Whitney Museum of American Art, New York Extension, Stockholm Konsthall, Stockholm Life, Death, Love, Hate, Pleasure, Pain, Museum of Contemporary Art, Chicago 2003: Probably Not in the Show Portikus, Frankfurt am Main Pletskud, Arken Museum for Moderne Kunst, Kopenhagen The Last Picture Show: Artists Using Photography 1960–1982, Walker Art Center, Minneapolis 2004: Louise Lawler and Others, Museum für Gegenwartskunst, Basel 2005: SlideShow, Baltimore Museum of Art, Baltimore Mark Lewis / Louise Lawler, Kunstverein Hamburg Private View 1980–2000, Musée cantonal des beaux-arts de Lausanne SlideShow, Contemporary Arts Center, Cincinnati; Brooklyn Museum of Modern Art, New York 2006: Big Bang, Centre Pompidou, Paris 2007: documenta 12, Kassel 2012: (Selected) Louise Lawler. Eine Ausstellung des Gerhard Richter Archiv Dresden im Schaukabinett der Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister, Dresden 2013/14: Louise Lawler. Adjusted. Museum Ludwig, Köln 2021: LIGHTS OFF, AFTER HOURS, IN THE DARK, Sprüth Magers, Berlin 2022: No exit, Biennale Venedig, zentraler Pavillon

Bücher Deutsch Douglas Crimp, Über die Ruinen des Museums. Das Museum, die Fotografie und die Postmoderne, mit Fotos von Louise Lawler, Verlag der Kunst Dresden, 1996, ISBN 3-364-00328-9 Louise Lawler and Others, Hatje Cantz Verlag, 2004, ISBN 3-7757-1420-0

Englisch

Literatur Philipp Kaiser: Louise Lawler and Others (Ausstellungskatalog Museum für Gegenwartskunst Basel), Basel, 2004, ISBN 3-7204-0153-7 Dietmar Elger, Thomas Weski: Louise Lawler for Sale, Ostfildern, 1994, ISBN 3-89322-269-3 Hedwig Saxenhuber (Hrsg.): A spot on the wall, (Ausstellungskatalog Kunstverein München), Köln, 1998, ISBN 3-89611-041-1 Johannes Meinhardt: Louise Lawler: An Arrangement of Pictures, New York, 2000, ISBN 2-84323-211-2

Weblinks http://www.artfacts.net/index.php/pageType/artistInfo/artist/3842/lang/2 http://www.artcyclopedia.com/artists/lawler_louise.html

Einzelnachweise

Kategorie:Installationskünstler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Frau