Der Elfenwaldsänger (Setophaga pitiayumi, Syn.: Parula pitiayumi) ist ein kleiner Vogel aus der Gattung der Baumwaldsänger (Setophaga) in der Familie der Waldsänger (Parulidae).
Elfenwaldsänger haben eine Körpergröße von etwa elf Zentimetern. Das Oberseitengefieder ist meist blaugrau mit grünlichen Flecken; das Unterseitengefieder gelb, das zur Brust hin orange ausläuft. Auf den Flügeldecken befinden sich zwei weiße Flügelstäbe. Das schwarze Kopfgefieder bei dem Männchen fehlt bei dem Weibchen. Weibchen haben insgesamt ein stumpferes Federkleid.
Elfenwaldsänger ernähren sich überwiegend von Insekten und Spinnen. Gelegentlich werden auch Beeren aufgenommen.
Die Brutgebiete befinden sich im Norden und Süden von Mexiko über Mittelamerika bis in den Norden von Argentinien und weiter nach Trinidad und Tobago. Elfenwaldsänger gehören zu den wenigen Waldsängerarten, die über den Winter nicht abwandern aus ihren Brutgebieten. Ausnahmen bilden die Vögel, die weiter nördlich ihre Brutgebiete haben.
Systematik links|mini|Verbreitungsgebiet des Elfenwaldsängers (grün) Der Elfenwaldsänger ist neben dem Meisenwaldsänger (Setophaga americana), dem Feuerwaldsänger (Oreothlypis gutturalis) und dem Schmuckwaldsänger (Oreothlypis superciliosa) eine von vier Arten, die früher in der Gattung Parula geführt wurden. Zwar sind Elfenwaldsänger und Meisenwaldsänger tatsächlich Schwesterarten voneinander, es hat sich aber gezeigt, dass diese beiden am engsten mit Waldsängerarten der ehemaligen Gattung Dendroica verwandt sind, mit denen sie nun zusammen in der Gattung Setophaga geführt werden. Die anderen beiden Arten sind zwar auch eng miteinander verwandt, stehen aber innerhalb der Waldsänger den Baumwaldsängern recht fern.
Beim Elfenwaldsänger werden laut IOU folgende neun Unterarten unterschieden:IOC World bird list New World warblers, mitrospingid tanagers
S. p. nigrilora (, 1878)Elliott Coues (1878), S. 11. – (Südgrenze der USA und Ost-Mexiko) S. p. pulchra (, 1889)William Brewster (1889), S. 93. – (West-Mexiko) S. p. insularis (, 1871)George Newbold Lawrence (1871), S. 4. – (Tres-Marias-Inseln vor West-Mexiko) S. p. graysoni (, 1887)Robert Ridgway (1887), S. 492. – (Socorro vor West-Mexiko) S. p. inornata (, 1864)Spencer Fullerton Baird (1864), S. 171. – (Süd-Mexiko bis Panama und Nordwest-Kolumbien) S. p. cirrha (, 1957)Alexander Wetmore (1957), S. 88. – (Coiba-Insel vor Panama) S. p. pacifica ( & , 1884)Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch u. a. (1884), S. 286. – (Südwest-Kolumbien bis Nordwest-Peru) S. p. alarum (, 1924)Frank Michler Chapman (1924), S. 2. – (Ost-Ecuador und Nord-Peru) S. p. pitiayumi (, 1817)Louis Pierre Vieillot (1817), S. 276–277. – (weite Teile Südamerikas)
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Elfenwaldsänger erfolgte 1817 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Sylvia pitiayumi. Als Verbreitungsgebiet nannte er Paraguay basierend auf Pico de punzon del celeste pecho de oroFélix de Azara (1802), S. 421–423. von Félix de Azara. 1827 führte William Swainson die für die Wissenschaft neue Gattung Setophaga ein.William Swainson (1827), S. 368 Der Begriff stammt von und ab.Setophaga Setophaga The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname pitiayumi kommt vom Guaraní-Wort Puihtiá-yú-mí für einen kleinen gelb brüstigen Vogel, dem Elfenwaldsänger.pitiayumi The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Graysoni ist Andrew Jackson Grayson (1818–1869) gewidmet. Pacifica hat seinen Ursprung in und und bezieht sich auf den Pazifischen Ozeanpacifica The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling, insularis in insularis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, pulchra in pulchra The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, inornata in und inornata The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, cirrha in cirrha The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und alarum in .alarum The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay elf Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973), Hans Krieg (1888–1970) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) in San Luis de la Sierra und Zanja Moroti im Bergland des Río Apa, in Puerto Casado sowie in Puerto Sastre im Gran Chaco, zur Verfügung. Im Münchner Museum befand sich noch zwei weitere Exemplare, die von Adolf Neunteufel (1909–1979) im Departamento Alto Paraná und in Cambyretá gesammelt hatte und drei aus Bernalcue. Laubmann sah in Compsothlypsis pitiayumi pitiayumi die Unterart für Paraguay. In der Literatur betrachtete er in einem von Alfredo Borelli (1858–1943) in der Colonia RissoTommaso Salvadori (1895), S. 3 am Río Apa gesammeltes und durch Tommaso Salvadori beschriebenes Exemplar, in SapucaiCharles Chubb (1910), S. 616.Harry Church Oberholser (1902), S. 143. durch Charles Chubb und Harry Church Oberholser, in Paso Yobai sowie ItapéRoberto Raúl Dabbene (1912), S. 346. durch Roberto Raúl Dabbene, im Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 60. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni, am den Berg Lorito bei Puerto PinascoAlexander Wetmore (1926), S. 351. im Departamento Presidente Hayes durch Alexander Wetmore, in Fortin Nueve am Unterlauf des Río PilcomayoJohn Graham Kerr (1892), S. 123 durch John Graham Kerr und im Villa Oliva, Arjerichi, Santa Rosa de LimaClaude Henry Baxter Grant (1911), S. 87 durch Claude Henry Baxter Grant Nachweise für das Land.Alfred Laubmann (1940), S. 206–207
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Waldsänger