zentriert|155px|Christian Schybi Christian Schybi führt die Luzerner Untertanen im Schweizer Bauernkrieg. zentriert|185px|Oliver Cromwell löst das Rumpfparlament auf Oliver Cromwell löst gewaltsam das Rumpfparlament auf. zentriert|350px|Seeschlacht bei Scheveningen Die Seeschlacht bei Scheveningen ist die letzte Schlacht im Ersten Englisch-Niederländischen Krieg. 1653 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1101/02 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1645/46 (10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1058/59 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2196/97 (südlicher Buddhismus); 2195/96 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 72. (73.) Zyklus Jahr der Wasser-Schlange 癸巳 (am Beginn des Jahres Wasser-Drachen 壬辰) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1015/16 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 3986/87 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1031/32 Islamischer Kalender 1063/64 (21./22. November) Jüdischer Kalender 5413/14 (21./22. September) Koptischer Kalender 1369/70 (10./11. September) Malayalam-Kalender 828/829 Seleukidische Ära Babylon: 1963/64 (Jahreswechsel April) Syrien: 1964/65 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1709/10 (April)
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Englisch-Niederländischer Krieg
28. Februar: Im Englisch-Niederländischen Krieg kommt es zur Seeschlacht bei Portland. Nach dreitägigem Kampf, bei dem die niederländischen Verluste höher sind, ist die englische Vorherrschaft im Ärmelkanal wiederhergestellt.
14. März: In der Seeschlacht bei Livorno bezwingen die Niederländer unter Johan van Galen ein englisches Geschwader und erlangen die Kontrolle im Mittelmeer. 12. Juni: In der Seeschlacht bei Gabbard erleiden die Niederlande eine ihrer schwersten Niederlagen. Die Engländer kontrollieren im Anschluss die Nordsee und blockieren die niederländische Küste, wodurch deren Wirtschaft praktisch gelähmt wird. 10. August: Die Seeschlacht bei Scheveningen ist die letzte Auseinandersetzung mit Waffen im ersten Englisch-Niederländischen Krieg. Beide Seiten beanspruchen den Sieg für sich. Der Tod ihres Admirals Maarten Tromp in der Schlacht fördert unter anderem die Bereitschaft der Niederländer zu einem Friedensschluss.
Commonwealth of England
20. April: In England vertreibt Oliver Cromwell mit 30 Bewaffneten die rund 100 Abgeordneten des Rumpfparlaments. Diese weigerten sich in den Tagen zuvor, die Selbstauflösung des Parlaments zu beschließen. 27. April: Die letzte organisierte irische Rebelleneinheit kapituliert bei Cloughoughter in der Grafschaft Cavan. Die Rückeroberung Irlands durch Cromwells Truppen ist damit abgeschlossen. 4. Juli: Das von einem Staatsrat ernannte „Parlament der Heiligen“ tritt erstmals zusammen. Am 12. Dezember löst es sich auf. 16. Dezember: Englands erste geschriebene Verfassung, das Instrument of Government wird vom englischen Armeerat in London verkündet. Oliver Cromwell nimmt den Titel Lord protector of England, Scotland and Ireland an. In Schottland beginnt der Glencairn-Aufstand von Royalisten unter der Führung von William Cunningham, 9. Earl of Glencairn, gegen Oliver Cromwells Protektorat.
Schweizer Bauernkrieg
miniatur|links|Schauplätze des Schweizer Bauernkrieges Januar: Beginn der Aufstände unter Niklaus Leuenberger und Christian Schybi 3. Juni: Der Heerzug der Bauern nach Zürich endet mit dem Gefecht bei Wohlenschwil, das die Zürcher in Brand stecken. Der Aufstand bricht zusammen. 4. Juni: Im Mellinger Frieden müssen die geschlagenen Bauern harte Bedingungen akzeptieren. Die Anführer des Aufstandes werden verbannt oder mit dem Tod bestraft.
Ueli Galli, der Rebell von Eggiwil, wird wegen Anzetteln eines Bauernaufstands gehängt.
Heiliges Römisches Reich
31. Mai: Ferdinand IV. wird in Augsburg zum deutschen König gewählt und am 18. Juni gekrönt. Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst) schafft ein vereinheitlichtes Beamtentum in Brandenburg-Preußen.
Weitere Ereignisse in Europa
Johan de Witt wird durch die Fürsprache seines Onkels Cornelis de Graeff zum Ratspensionär von Holland ernannt (bis 1672). Ende der Fronde-Kämpfe in Frankreich
Amerikanische Kolonien
2. Februar: Nieuw Amsterdam, der Verwaltungssitz der niederländischen Kolonie Nieuw Nederland und Vorgänger des heutigen New York City, erhält das Stadtrecht.
Asien
Das Schiff De Sperwer der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC) auf dem Weg nach Japan erleidet vor der Insel Jeju-do Schiffbruch. Die 36 Überlebenden, unter denen sich auch der Buchhalter Hendrik Hamel befindet, werden vom lokalen Gouverneur festgenommen und auf Befehl des Königs auf das Festland in die Hauptstadt Seoul gebracht. Es ist ihnen verboten, das Land zu verlassen, doch werden ihnen verschiedene Aufgaben zugewiesen, die es ihnen erlauben, Land und Leute kennenzulernen.
Wirtschaft
8. August: Die Pariser Stadtpost, eingerichtet von Jean-Jacques Renouard de Villayer, gibt im Voraus zu bezahlende Papierstreifen als Portonachweis aus.
Wissenschaft und Technik
27. Mai: In Tournai wird das Grab Childerichs entdeckt. Pierre de Fermat stellt den Großen Fermatschen Satz auf, der die Mathematiker noch bis ins 20. Jahrhundert beschäftigen wird. André Tacquet hält den ersten Lichtbildervortrag.
Kultur Bildende Kunst
miniatur|Die drei Kreuze Rembrandt van Rijn fertigt die Radierung Die drei Kreuze.
Musik und Theater
24. Februar: Die Uraufführung des Dramas L’inganno d’amore von Antonio Bertali findet in Regensburg statt.
miniatur|links|Jesus, meine Zuversicht in der Praxis Pietatis melica 1653 Johann Crüger veröffentlicht die fünfte Auflage seines Gesangbuchs Praxis pietatis melica, in dem eine große Anzahl geistlicher Lieder von Paul Gerhardt erstmals veröffentlicht wurden, darunter Befiehl du deine Wege, Geh aus, mein Herz, und suche Freud, Ich steh an deiner Krippen hier, Lobet den Herren alle, die ihn ehren, Jesus, meine Zuversicht und Wie soll ich dich empfangen. Heinrich Schütz komponiert die Lukas-Passion als ersten Teil einer Choral-Trilogie.
Gesellschaft
Königin Christina von Schweden gründet den Amaranten-Orden. Das Rezept einer Linzer Torte im Kochbuch der Gräfin Anna Margarita Sagramosa aus Verona gilt als das älteste schriftliche Tortenrezept der Welt.
Religion
31. Mai: Mit der Bulle Cum occasione verdammt Papst Innozenz X. fünf Sätze des Jansenismus. 22. Juli: Auf dem Reichstag zu Regensburg konstituiert sich das Corpus Evangelicorum, die Körperschaft der protestantischen Reichsstände in Religions- und Kirchenangelegenheiten. Das Direktorium befindet sich in Kursachsen. Ab der Gründung des Corpus Evangelicorum werden Beschlüsse in Religionsfragen nur in Übereinstimmung beider Körperschaften, des Corpus Evangelicorum und des Corpus Catholicorum gefasst. Die Thomaschristen in Kerala leisten den Schwur vom Schiefen Kreuz, woraus später die Spaltung der Gruppe in einen katholischen und einen autokephalen Teil resultiert. Das Priesterseminar Regensburg wird gegründet.
Historische Karten und Ansichten miniatur|zentriert|Polen 1653
Geboren
Geburtsdatum gesichert
7. Januar: Bernhard Friedrich Albinus, deutscher Arzt († 1721) 11. Januar: Gaspar de la Cerda Sandoval Silva y Mendoza, spanischer Kolonialverwalter und Vizekönig von Neuspanien († 1697) 16. Januar: Johann Konrad Brunner, Schweizer Arzt († 1727) 5. Februar: Johann Heinrich May der Ältere, deutscher lutherischer Theologe, Philologe und Historiker († 1719) 12. Februar: Siface (eigtl. Giovanni Francesco Grossi), italienischer Sänger und Kastrat († 1697) 17. Februar: Arcangelo Corelli, italienischer Komponist († 1713) 28. März: Jacob Züblin, Bürgermeister von St. Gallen († 1729) 5. April: Franz Andrä von Orsini-Rosenberg, Landeshauptmann von Kärnten († 1698) 13. April: Hector Gottfried Masius, deutsch-dänischer Theologe († 1709) 1. Mai: Georg von Dänemark und Norwegen, der Ehemann der britischen Königin Anne († 1708) 8. Mai: Claude-Louis-Hector de Villars, Marschall von Frankreich († 1734) 8. Mai: Ferdinand Maximilian, Graf von Rietberg († 1687) 10. Mai: Leander Anguissola, italienischer Kartograf, Pädagoge, Ingenieur und Oberstleutnant († 1720) 21. Mai: Eleonore von Österreich, Königin von Polen und Herzogin von Lothringen († 1697) 30. Mai: Claudia Felizitas von Österreich-Tirol, römisch-deutsche Kaiserin († 1676) 1. Juni: Georg Muffat, französischer Musiker und Komponist († 1704) 11. Juni: Matthias Klotz, gilt als Begründer des Geigenbaus in Mittenwald († 1743) 12. Juni: Maria Anna Amalia von Kurland, Prinzessin von Kurland und Landgräfin von Hessen-Kassel († 1711) 22. Juni: André-Hercule de Fleury, französischer Kardinal und Staatsmann († 1743) 28. Juni: Muhammad Azam Shah, Großmogul von Indien († 1707) 30. Juni: Christine Wilhelmine von Hessen-Homburg, Herzogin von Mecklenburg († 1722) 1. September: Johann Pachelbel, deutscher Komponist und Organist († 1706) 10. Oktober: Anton Günther II., Fürst von Schwarzburg, Graf von Hohnstein, Herr von Sondershausen, Arnstadt und Leutenberg († 1716) 18. Oktober: Abraham van Riebeeck, Generalgouverneur von Niederländisch-Ostindien († 1713) 9. November: Jean-Baptiste Belin de Fontenay, französischer Blumen- und Stilllebenmaler († 1715) 11. November: Anton Günther, Prinz von Anhalt-Zerbst und preußischer Generalleutnant († 1714) 11. November: Carlo Ruzzini, 113. Doge von Venedig († 1735) 16. November: Joan van Hoorn, Generalgouverneur von Niederländisch-Ostindien († 1711) 19. November: Christian II., Herzog von Sachsen-Merseburg († 1694) 12. Dezember: Jeremias Süßner, deutscher Bildhauer († 1690)
Genaues Geburtsdatum unbekannt
Frances Apsley, englische Hofdame († 1727) Chikamatsu Monzaemon, japanischer Dramatiker († 1725) Thomas d’Urfey, englischer Autor († 1723)
Gestorben Erstes Halbjahr 4. Januar: Melchior Otto Voit von Salzburg, Fürstbischof von Bamberg (* 1603) 24. Januar: Georg Rudolf, Herzog von Liegnitz und Wohlau (* 1595) 2. Februar: Ferdinand Geizkofler, württembergischer Hofkanzleidirektor (* 1592) 20. Februar: Paul Marquard Schlegel, deutscher Mediziner und Botaniker (* 1605) 21. Februar: Adriaan Pauw, niederländischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress (* 1585) 23. Februar: Georg Rodolf Weckherlin, deutscher Dichter (* 1584) 27. Februar: Diego López de Pacheco Cabrera y Bobadilla, Vizekönig von Neuspanien und Vizekönig von Navarra (* 1599) 4. März: Rudolf von Tiefenbach, kaiserlich-habsburgischer Feldherr (* 1582) 6. März: Johann Ludwig, Fürst von Nassau-Hadamar und kaiserlicher Diplomat (* 1590) 15. März: Pietro Maino Maderno, nobilitierter kaiserlicher Hofbildhauer (* um 1592) 20. März: Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Herzog von Pfalz-Neuburg und Herzog von Jülich-Berg (* 1578) 23. März: Christian Arnd, deutscher Theologe und Logiker (* 1623) 23. März: Johan van Galen, niederländischer Geschwaderkommandeur (* 1604) 24. März: Alphonse-Louis du Plessis de Richelieu, Erzbischof von Aix und Lyon (* 1582) 3. Mai: Adam Kisiel, polnischer Magnat, Woiwode von Kiew (* 1580 oder 1600) 19. Mai: Elisabeth Lukretia, Herzogin von Teschen (* 1599) 19. Mai: Carel Reyniersz, Generalgouverneur von Niederländisch-Indien (* 1604) 26. Mai: Robert Filmer, englischer politischer Theoretiker (* 1588) 5. Juni: Federico Baldissera Bartolomeo Cornaro, Patriarch von Venedig (* 1579) 7. Juni: Ludwig Jungermann, deutscher Botaniker und Arzt (* 1572) 30. Juni: Johan van Mathenesse, niederländischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress (* 1596)
Zweites Halbjahr 2. Juli: Adam Zeltner, Anführer der Solothurner Untertanen im Schweizer Bauernkrieg (* 1605) 7. Juli: Christian Schybi, Anführer der Luzerner Untertanen im Schweizer Bauernkrieg (* um 1595) 11. Juli: Johann Fromhold, brandenburgischer Staatsmann (* 1602) 23. Juli: Hans Emmenegger, Generaloberst der Bauern in der Region Sumiswald und Huttwill (* 1604)