mini|Premiere des Films Die Abenteuer des Werner Holt mit einem überlebensgroßen Plakatporträt Thieles Klaus-Peter Thiele (* 14. Dezember 1940 in Meiningen; † 10. Oktober 2011 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler. Bekannt wurde Thiele insbesondere durch den DEFA-Film Die Abenteuer des Werner Holt, der 1965 in der DDR und 1966 in der Bundesrepublik mit großem Erfolg Premiere hatte.

Leben Schon Thieles Vater Heino Thiele (1891–1964) war als Schauspieler, Regisseur und Spielleiter tätig. Seine Mutter war Elisabeth Seiberlich. Geboren und aufgewachsen ist Klaus-Peter Thiele im südthüringischen Meiningen, wo er auch das Abitur am Henfling-Gymnasium machte. Er absolvierte die Schauspielschule in Berlin-Schöneweide und gehörte nach den Bühnenengagements in Parchim (1960) und am Hans Otto Theater in Potsdam (1964) fast dreißig Jahre dem Ensemble der DEFA an. Bereits durch seine erste Filmrolle, die Titelfigur in Die Abenteuer des Werner Holt (1964/65), wurde Thiele bekannt; danach wirkte er in mehr als 80 Film- und Fernsehproduktionen mit. Dabei wurden gerne ernste Rollen mit ihm besetzt, aber er spielte auch in Kinderfilmen wie zum Beispiel Susanne und der Zauberring. Nach der Wende war Thiele zunächst an Theatern in Hamburg und München tätig; später gehörte er etwa zur Stammbesetzung der Störtebeker-Festspiele in Ralswiek. In Berlin war er zuletzt am Berliner Kriminal Theater zu sehen. Außerdem wirkte er regelmäßig in Fernsehserien und -filmen mit. Er erlag am 10. Oktober 2011 einer Krebserkrankung. Sein Grab befindet sich auf dem Evangelischen Friedhof Stralau.

Klaus-Peter Thiele lebte in Lebensgemeinschaft mit der Malerin Rosemarie Rautenberg zusammen; die gemeinsame Tochter Valeska Rautenberg (* 1979) war in ihrer Jugend ebenfalls schauspielerisch tätig (Polizeiruf 110: Todesfall im Park, Peanuts – Die Bank zahlt alles). Heute ist sie ausschließlich als freischaffende Musikerin, Sängerin und Komponistin tätig. Der mit ihrer Genehmigung einsichtbare Nachlass von Klaus-Peter Thiele wird seit März 2012 im Staatsarchiv Meiningen aufbewahrt.

Filmografie (Auswahl) 1963: Das Stacheltier: Unglaublich 1964: Die Abenteuer des Werner Holt 1964: Als Martin vierzehn war 1967: Marketa Lazarová 1967: DEFA 70 (Sprecher) 1968: Der Mord, der nie verjährt 1969: Ostatnie dni 1969: Weiße Wölfe 1970: Hart am Wind 1970: Der Panzerkommandant 1971: Rottenknechte (5-teiliger TV-Film) 1971: Liebeserklärung an G.T. 1971: Anflug Alpha 1 1973: Copernicus (Kopernik) 1973: Susanne und der Zauberring 1973: Eva und Adam (TV-Vierteiler) 1973: Polizeiruf 110: Vorbestraft (Fernsehreihe) 1974: Das Schilfrohr (Fernsehfilm) 1974: Neues aus der Florentiner 73 (Fernsehfilm) 1974: Zwycięstwo 1976: Osvobození Prahy 1976: Dagny 1976: Mann gegen Mann 1978: Ich will euch sehen 1978: Geschichten aus dem Wiener Wald (Theateraufzeichnung) 1980: Archiv des Todes (Fernsehserie) 1980: Wyrok śmierci 1980: Polizeiruf 110: Der Einzelgänger (Fernsehreihe) 1981: Zwei Zeilen, kleingedruckt (Dwe strotschki melkim schriftom) 1983: Märkische Chronik (TV-Serie) 1984: Front ohne Gnade (Fernsehserie) 1984: Eine schöne Bescherung (Fernsehfilm) 1985: Begegnung mit einem ungebetenen Gast (Romans z intruzem) 1985: Der Staatsanwalt hat das Wort – Sachlich richtig (Fernsehreihe) 1986: Weihnachtsgeschichten (Fernsehfilm) 1987: Der Geisterseher (Fernsehfilm) 1988: Barfuß ins Bett (Fernsehserie) 1989: Die gläserne Fackel 1990: Polizeiruf 110: Der Tod des Pelikan (Fernsehreihe) 1993: Extralarge: Condor Mission (Fernsehfilm) 1994: Unser Lehrer Doktor Specht (Fernsehserie) 1997: Jagd nach CM 24 1997: Polizeiruf 110: Heißkalte Liebe (Fernsehreihe) 2002: Tatort – Rückspiel (Fernsehreihe) 2004–2008: Hallo Robbie! (Fernsehserie) 2005: Schöne Lügen

Weblinks

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Meiningen) Kategorie:Darstellender Künstler (DDR) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2011 Kategorie:Mann