mini|Logo KONUS Das Kurzwort KONUS steht für kostenlose Nutzung des ÖPNV im Schwarzwald und bezeichnet ein Verkehrskonzept für eine umweltfreundliche Mobilität von Touristen. Es wurde 2006 eingeführt. Die KONUS-Gästekarte wird auch Schwarzwald-Gästekarte genannt; sie ersetzt die örtliche Kurkarte und ermöglicht Touristen in derzeit (Januar 2026) 149 Gemeinden die kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen in den neun Verkehrsverbünden des Schwarzwaldes. Im Karlsruher Verkehrsverbund gilt die Karte nur in den Teilbereichen Landkreis Rastatt und Stadt Baden-Baden sowie in den Bahnen zwischen Rastatt bzw. Bad Herrenalb und Karlsruhe (alle Busse und Bahnen im gesamten Stadtgebiet Karlsruhe).Kostenlos mit Bus und Bahn (PDF, 8,3 MB) Flyer der Schwarzwald Tourismus GmbH, abgerufen am 25. Januar 2026

Übersicht Touristen haben während ihres Aufenthalts im Schwarzwald im Geltungsgebiet des KONUS die Möglichkeit, sich von ihrem Gastgeber kostenlos eine KONUS-Gästekarte ausstellen zu lassen. Diese Gästekarte ist als Fahrausweis für die Nutzung der 2. Klasse von Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs der teilnehmenden Verkehrsverbünde gültig. Somit ist die kostenlose Nutzung von ICE, IC, EC sowie Bergbahnen nicht beinhaltet. Mit dem Besitz der Gästekarte gehen zusätzlich zahlreiche Vergünstigungen und Preisvorteile bei Veranstaltungen und Einrichtungen im gesamten Schwarzwald einher.

Finanzierung Finanziert wird die KONUS-Gästekarte jeweils durch einen pauschalen Aufschlag auf die Kurtaxe, der seit 2018 sind es 47 Eurocent (ohne MwSt.) pro Übernachtung beträgt. beim Start 2005 lag der Beitrag – mit sechs teilnehmenden Verkehrsverbünden – bei 21 Cent pro Übernachtung. Praxisbeispiel KONUS-Gästekarte Mobilikon. Das Nachschlagewerk rund um das Thema Mobilität vor Ort. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Da Betriebe wie Jugendherbergen und Kliniken von der Kurtaxe befreit sind, erhalten deren Gäste die Karte nicht.Sigrid Umiger: Gratisfahrten gibt’s nicht für alle. In: badische-zeitung.de, Nachrichten, Badenweiler, 22. Februar 2011 (26. Februar 2012) Aus dem Erlös erhalten die beteiligten Verkehrsverbünde von den in ihrem Zuständigkeitsbereich teilnehmenden Gemeinden einen Beitrag.

Entwicklung KONUS wurde von der 2002 gegründeten Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) und deren Geschäftsführer Christopher Krull geplant und 2005 eingeführt.Christopher Krull, 21 Jahre Geschäftsführer Schwarzwald Tourismus Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) Treibende Kräfte waren auf der politischen Ebene der ehemalige Bürgermeister von Hinterzarten, Hansjörg Eckert, sowie auf der Seite der Verkehrsverbünde der Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft Ortenau (TGO), Johannes Müller. Zunächst nahmen fünf Verkehrsverbünde und die Deutsche Bahn (DB) teil. Nachdem KONUS bis Ende 2007 in 76 Gemeinden des südlichen und mittleren Schwarzwalds eingeführt war, ist der Schwarzwald durch die Beitritte der Landkreise Freudenstadt, Calw und Rastatt seit Januar 2008 mit der KONUS-Gästekarte nahezu vollständig zu bereisen. Zum 1. Januar 2012 wurde das KONUS-Gültigkeitsgebiet bis nach Karlsruhe erweitert. Krull gab dem Projekt den Namen KONUS. Der zunächst lediglich als Arbeitstitel vorgesehene Name wurde dann auch zum Markenbegriff des für Deutschland bis dahin in seinem Umfang einzigartigen touristischen Mobilitätskonzepts. KONUS nennt man üblicherweise einen konisch zulaufenden Vierkant-Generalschlüssel, mit welchem früher Eisenbahnwaggons und Linienbustüren aufgeschlossen wurden.

Liste der teilnehmenden Verkehrsverbünde KVV – Karlsruher Verkehrsverbund (nur Teilbereich Landkreis Rastatt und Baden-Baden sowie in den Bahnen zwischen Rastatt bzw. Bad Herrenalb und Karlsruhe (gesamtes Stadtgebiet Bus + Bahn)) move – Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar-Heuberg RVF – Regio-Verkehrsverbund Freiburg RVL – Regio Verkehrsverbund Lörrach TGO – Tarifverbund Ortenau VGC – Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw VGF – Verkehrs-Gemeinschaft Landkreis Freudenstadt WTV – Waldshuter Tarifverbund

Teilnehmende Gemeinden Aitern Alpirsbach Bad Bellingen Bad Herrenalb Bad Krozingen Bad Liebenzell Bad Peterstal-Griesbach Bad Rippoldsau-Schapbach Bad Säckingen Bad Teinach-Zavelstein Bad Wildbad Badenweiler Bahlingen am Kaiserstuhl Baiersbronn Ballrechten-Dottingen Berghaupten Bernau im Schwarzwald Biberach Biederbach Blumberg Böllen Bötzingen Bollschweil Bonndorf im Schwarzwald Bräunlingen Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Bühlertal Dachsberg Dobel Donaueschingen Dornstetten Durbach Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Elzach Endingen am Kaiserstuhl Enzklösterle Feldberg Fischerbach Forbach Freiamt Freudenstadt Friedenweiler Fröhnd Furtwangen im Schwarzwald Gaggenau Gengenbach Gernsbach Glottertal Gottenheim Grafenhausen Gütenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Gutach im Breisgau Häg-Ehrsberg Häusern Haslach im Kinzigtal Hausach Herrischried Hinterzarten Höchenschwand Höfen an der Enz Hofstetten Horben Hornberg Hüfingen Ibach Ihringen am Kaiserstuhl Kandern Kappelrodeck Kirchzarten Kleines Wiesental Küssaberg Lahr/Schwarzwald Lauf Laufenburg Lautenbach Lauterbach Lenzkirch Löffingen Lörrach Loffenau Loßburg Malsburg-Marzell Mühlenbach Müllheim im Markgräflerland Münstertal/Schwarzwald Neubulach Nordrach Oberharmersbach Oberkirch Oberried Oberwolfach Ohlsbach Oppenau Ottenhöfen Pfalzgrafenweiler Rickenbach Sasbach Sasbach am Kaiserstuhl Sasbachwalden Schenkenzell Schiltach Schluchsee Schömberg Schönau im Schwarzwald Schönenberg Schönwald im Schwarzwald Schonach im Schwarzwald Schramberg Seebach (Baden) Seewald Sexau Simonswald St. Blasien St. Georgen im Schwarzwald St. Märgen St. Peter Staufen im Breisgau Stegen Steinach Stühlingen Sulzburg Titisee-Neustadt Todtmoos Todtnau Triberg im Schwarzwald Tunau Ühlingen-Birkendorf Unterkirnach Utzenfeld Vöhrenbach Vogtsburg im Kaiserstuhl Waldachtal Waldkirch Wehr (Baden) Weilheim (Baden) Wembach Wieden Winden im Elztal Wittnau Wolfach Zell am Harmersbach Zell im Wiesental

Stand: 23. April 2024

Kritik Kritisiert wird, dass die Stadt Freiburg im Breisgau sich weigert, dem System beizutreten. Zwar profitiert sie davon, dass Touristen aus dem Umland dank Konus die Stadt besuchen, Beherbergungsbetriebe in Freiburg geben die Karte jedoch nicht aus.

Ähnliche Konzepte Ähnliche Verkehrskonzepte sind das GUTi im Bayerischen Wald, das VRM-Gästeticket im Landkreis Cochem-Zell VRM-Gästeticket Kreisverwaltung Cochem-Zell, abgerufen am 25. Januar 2026 und das VHB-Gästeticket im Landkreis Konstanz.

Weblinks Die Konus-Gästekarte Informationen bei Schwarzwald Tourismus GmbH Hier gilt Konus Strecken- und Linienkarte (PDF), Schwarzwald Tourismus GmbH Praxisbeispiel KONUS-Gästekarte Mobilikon, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), 2021

Einzelnachweise

Kategorie:Fahrkarte Kategorie:Öffentlicher Personennahverkehr (Baden-Württemberg) Kategorie:Karlsruher Verkehrsverbund