Die Allport-Skala ist eine von Gordon Allport in seinem Werk The Nature of Prejudice (dt.: Die Natur des Vorurteils) (1954) begründete „Skala zur Erfassung von Vorurteilen in einer Gesellschaft in einer Unterscheidung der Diskriminierung nach Stufen“.

Die Stufen werden wie folgt beschrieben: Verleumdung (Antilocution): Die meisten Menschen mit Vorurteilen reden auch darüber. Gleichgesinnten und gelegentlich auch Fremden gegenüber lassen sie ihren feindseligen Gefühlen freien Lauf.Peter Watson: Psychology and Race, Aldine Publishing, 1. Aufl., 2007, Seite 45 und 46 Vermeidung: Wenn das Vorurteil bei einer Person stärker wird, so wird diese die Berührung mit Mitgliedern der abgelehnten Gruppe vermeiden, sogar wenn dafür beachtliche Unannehmlichkeiten in Kauf genommen werden müssen. Diskriminierung: Der Voreingenommene möchte alle Mitglieder der abgelehnten Gruppe von bestimmten Berufen, von bestimmten Wohngegenden, von politischen Rechten, Erziehungs- und Erholungsmöglichkeiten und anderen sozialen Einrichtungen fernhalten. Körperliche Gewaltanwendung: Unter der Bedingung von gesteigerter Emotionalität führt das Vorurteil zu verschiedenen Arten von Gewaltanwendung. Beispiele: Grabsteine auf jüdischen Friedhöfen werden geschändet. Die italienische Gang aus dem Nordviertel liegt auf der Lauer, um die irische Gang aus dem Südviertel zu überfallen. Vernichtung: Lynchjustiz, Pogrome, Massenmorde und Völkermord kennzeichnen den höchsten Grad von Gewalt, durch den sich das Vorurteil ausdrückt. Literatur Gordon W. Allport: The Nature of Prejudice. Perseus Books, ISBN 0-201-00179-9

Einzelnachweise

Siehe auch Interkulturelle Kompetenz

Kategorie:Diskriminierung Kategorie:Sozialpsychologie Kategorie:Ordinale Skala