Die Eichenfarne (Gymnocarpium) sind eine Gattung der Farne aus der Familie der Woodsiaceae. Von den acht Arten sind drei auch in Europa heimisch.
Beschreibung Die Eichenfarne sind mehrjährige Pflanzen mit einem langen, dünnen, kriechenden Rhizom.
Fertile und sterile Wedel sind gleich gestaltet und stehen einzeln. Sie sind wenigstens an der Basis doppelt gefiedert, die Fiederchen sind fiederspaltig. Das unterste Fiederpaar ist größer als die folgenden. Die Wedelspreite ist im Umriss dreieckig, etwa so lang wie breit und lang gestielt. Die Adern enden frei.
Die Sori stehen einzeln und vom Rand entfernt. Sie sind meist klein. Die Schleier sind hinfällig oder fehlend.
mini|Ruprechtsfarn (Gymnocarpium robertianum) Systematik Die Gattung besteht aus acht Arten. Die in Europa heimischen sind: Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris ), ist zirkumpolar verbreitet. Ruprechtsfarn (Gymnocarpium robertianum ), ist zirkumpolar verbreitet. Gymnocarpium jessoense , mit zirkumpolarer Verbreitung, in Europa aber nur in Norwegen, Schweden und Finnland. Mit zwei Unterarten: Gymnocarpium jessoense subsp. jessoense, vertritt die Art in Nord- und Zentralasien. Gymnocarpium jessoense subsp. parvulum , in Nordamerika, Finnland, Sibirien und Kasachstan.
Die weiteren Arten sind: Gymnocarpium appalachianum , im östlichen Nordamerika. Sie ist ein Endemit der Appalachen. Gymnocarpium disjunctum , im westlichen Nordamerika sowie in Kamtschatka und auf Sachalin. Fedtschenkos Eichenfarn (Gymnocarpium fedtschenkoanum ), in den Gebirgen Zentralasiens. Gymnocarpium oyamense : Sie kommt im nordöstlichen Indien, in Japan, Nepal, Neuguinea, auf den Philippinen, in Taiwan und in China vor. Gymnocarpium remotepinnatum : Sie kommt in Taiwan und im nordwestlichen Yunnan vor in Höhenlagen zwischen 2500 und 3400 Metern Meereshöhe.
Ferner sind folgende Hybriden bekannt: Gymnocarpium ×achriosporum (Gymnocarpium dryopteris × Gymnocarpium robertianum) Gymnocarpium ×bipinnatifidum (Gymnocarpium oyamense × Gymnocarpium robertianum) Gymnocarpium ×brittonianum (Gymnocarpium disjunctum × Gymnocarpium dryopteris) Gymnocarpium ×heterosporum (Gymnocarpium appalachianum × Gymnocarpium robertianum) Gymnocarpium ×intermedium (Gymnocarpium dryopteris × Gymnocarpium jessoense subsp. parvulum)
Literatur
Anthony Clive Jermy: Gymnocarpium Newman. In:
Weblinks
Gymnocarpium auf www.farndatenbank.de, abgerufen am 18. November 2012.
Einzelnachweise Kathleen M. Pryer: Gymnocarpium. In: , online.
Jaakko Sarvela: A synopsis of the fern genus Gymnocarpium. In: Annales Botanici Fennici. Band 15, Nr. 2, 1978, S. 101–106. M. Christenhusz & E. von Raab-Straube (2013): Polypodiopsida. Datenblatt Gymnocarpium In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Zhongren Wang & Kathleen M. Pryer: Gymnocarpium Newman. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 2–3: Cystopteridaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010
Kategorie:Wimperfarngewächse