Der HDD Olimpija Ljubljana (Hokejsko Drsalno Društvo Olimpija Ljubljana) war ein slowenischer Eishockeyklub aus Ljubljana. Der Verein wurde 1929 gegründet und ist mehrfacher jugoslawischer Meister und mit 15 Meistertiteln slowenischer Rekordmeister. Der Verein nahm auch mehrfach an der Alpenliga teil und belegte in der Saison 1996/97 den 2. Platz. Ab 2007 spielte der Verein in der Österreichischen Erste Bank Eishockey Liga. 2017 wurde der Verein wegen finanzieller Probleme aus der Liga ausgeschlossen und ging in Insolvenz. Der Jugendverein HK Olimpija spielt in der Nachfolge des HDD ab 2017 in der Alps Hockey League.
Geschichte Erste Bank Eishockey Liga 80px|links|Andere Form des Logos Nachdem der Wechsel des HDD Olimpija Ljubljana in die Erste Bank Eishockey Liga 2007 bestätigt worden war, wurde rund um langjährige Stammspieler eine neue Mannschaft aufgebaut. Einige ausländische Spieler, die bereits ausgiebig Erfahrungen in der österreichischen Liga sammeln konnten, wurden verpflichtet. Der wichtigste Transfer fand jedoch auf der Position des Torhüters statt, wo Alex Westlund den langjährigen Ljubljana-Schlussmann Klemen Mohorič ersetzte. Die Mannschaft startete gut in die Saison und konnte bis Mitte Oktober einige der Favoriten besiegen, jedoch hielt dieser Lauf nicht lange an. Es folgte eine Serie von Niederlagen, in deren Verlauf die Mannschaft in der Tabelle bis auf die letzten Plätze zurückrutschte. Zwar stabilisierten sich die Leistungen, aber es gelang nicht mehr, den doch recht groß gewordenen Abstand zu den sechs besten Teams aufzuholen. In der Qualifikationsrunde, wo die vier letztplatzierten Teams die verbliebenen beiden Playoff-Plätze ausspielten, verlor die Mannschaft keines der Spiele in der regulären Spielzeit und musste sich nur einmal im Penaltyschießen geschlagen geben.
In den Playoffs traf man im Viertelfinale auf den EC KAC und schaffte gleich im ersten Spiel eine kleine Sensation, indem der Favorit auf fremdem Eis mit 3:1 besiegt wurde. Letzten Endes schaffte es das Team mit einem Sweep ins Halbfinale, wo auch der EHC Linz mit 4:2 Siegen geschlagen wurde. Völlig unerwartet hatte die Mannschaft es bis ins Finale geschafft, wo der Titelverteidiger EC Red Bull Salzburg wartete. Auch hier schien sich die Siegesserie zunächst fortzusetzen, als Laibach das erste Spiel in Salzburg mit 3:2 nach Penaltyschießen gewann. Zwar holte sich Salzburg zunächst den Heimvorteil wieder zurück, aber Laibach gelang erneut ein Sieg nach Verlängerung auf Salzburger Eis. Dabei war es jedoch zu einigen härteren Szenen gekommen. Der Strafsenat sperrte einen slowenischen Spieler, wodurch dem HDD Olimpija Ljubljana für das nächste Spiel weniger Spielerpunkte zur Verfügung standen. Die Laibacher machten jedoch einen Fehler bei der Aufstellung des folgenden Spiels und setzten zu viele Spieler ein. Das Match wurde daraufhin mit 0:5 zugunsten von Salzburg strafverifiziert. Die Laibacher erfuhren davon allerdings erst, als sie sich bereits auf dem Weg nach Salzburg zum fünften Finalspiel befanden. Diese recht späte Entscheidung traf die Mannschaft sehr hart, und auch Spiel Nummer fünf ging verloren. Zu allem Überfluss verletzte sich noch Alex Westlund, sodass das Finale im sechsten Spiel auf eigenem Eis verloren wurde.
Für die Saison 2008/09 wurde der Stamm der Mannschaft beinahe unverändert gelassen. Alex Westlund wechselte jedoch zum EHC Linz und musste durch Mike Morrison ersetzt werden. Bereits das erste Spiel zeigte jedoch, dass es Probleme in der Mannschaft gab, als Salzburg auf Laibacher Eis mit 7:0 gewann. Auch in der Folgezeit stabilisierten sich die Leistungen der Mannschaft nicht. Mike Morrison wurde während der Saison durch Markus Korhonen ersetzt, der jedoch auch keine Verbesserung brachte. So musste die Saison auf dem letzten Platz abgeschlossen werden.
In der Saison 2009/10 gelang der Vereinsleitung die Verpflichtung namhafter Spieler, was zunächst auf eine erfolgreiche Saison hoffen ließ. Nachdem die Mannschaft aber nur mit sehr mäßigem Erfolg in die Saison gestartet war, kamen zur Halbzeit der Saison große Probleme mit dem Budget hinzu. Olimpija musste die meisten Transferkartenspieler vorzeitig aus dem Vertrag entlassen und die Saison mit einer Rumpfmannschaft zu Ende bringen, die zu einem großen Teil lediglich aus Nachwuchsspielern bestand. Trotz einiger vereinzelter Erfolge, rutschte die Mannschaft bis zum Ende der Vorrunde auf den letzten Platz ab.
In den darauf folgenden Situationen wiederholte sich dieser Ablauf mehrmals, wobei jeweils um die Weihnachtszeit Probleme bekannt wurden und die Mannschaft abgeschlagen auf dem letzten Platz landete. Ebenso kamen in den Sommerpausen jeweils Berichte um einen Ausstieg oder ein Ende des Clubs und ein seit der Saison 2013/14 stetig sinkender Zuschauerschnitt. Zudem gab es immer wieder Berichte über ausstehende Gehaltszahlungen.
2017 verließ der Verein aufgrund finanzieller Probleme die Liga, behielt aber zunächst eine ruhende Mitgliedschaft. Der Jugendverein HK Olimpija spielt in der Nachfolge des HDD ab 2017 in der Alps Hockey League.
Erfolge Slowenischer Meister: 1995–2004, 2007, 2012–2014, 2016 (15 Mal) Jugoslawischer Meister: 1937–1941, 1972, 1974, 1975, 1976, 1979, 1980, 1983, 1984 (13 Mal) Meister der Interliga: 2001, 2002 Vizemeister der Alpenliga: 1997 Vizemeister der Österreichischen Erste Bank Eishockey Liga 2008
Vereinsstatistiken Die folgende Tabelle gibt die Bilanz des Clubs in der Erste Bank Eishockey Liga wieder. Berücksichtigt sind alle Vorrunden- und Zwischenrunden- sowie die Playoff-Ergebnisse. Nicht berücksichtigt wurden Bonuspunkte.
Saison Hauptrunde Playoffs Anmerkung Spiele S N NNV T GT TVH Punkte Rang Spiele S N NNV T GT TVH 2007/08 42 22 16 4 133 117 +16 48 7 14 9 5 0 34 37 −3 Vizemeister 2008/09 54 17 30 7 131 200 −69 41 10 − − − − − − − Rang 10, keine Playoff-Teilnahme 2009/10 54 16 33 5 141 211 −70 37 10 − − − − − − − Rang 10, keine Playoff-Teilnahme 2010/11 54 24 25 5 165 197 −32 53 7 5 1 2 2 13 19 −6 Viertelfinal-Out 2011/12 50 25 21 4 157 158 −1 54 6 11 5 5 1 27 44 −17 Halbfinal-Out 2012/13 54 25 25 4 150 171 −21 54 9 − − − − − − − Rang 9, keine Playoff-Teilnahme 2013/14 54 13 38 3 128 196 −68 29 11 − − − − − − − Rang 11, keine Playoff-Teilnahme 2014/15 54 17 35 2 106 178 −72 36 12 − − − − − − − Rang 12, keine Playoff-Teilnahme Summe 416 159 223 34 1111 1428 −317 352 − 30 15 12 3 74 100 −26
Legende: S = Siege, N = Niederlagen in regulärer Spielzeit, NNV = Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, Sieg% = Prozentsatz der erzielten an den insgesamt möglichen Punkten, TVH = Torverhältnis
Spieler Teilnahmen von Spielern am All-Star-Team Saison Spieler 2007/08 keine 2008/09 Frank Banham
Mannschaftskapitäne mini|hochkant|Žiga Pance Zeitraum Kapitän Assistenten 1988–1991 Srdan Kuret 1991–2002 Igor Beribak 2002–2003 Peter Rožič 2003–2004 Ildar Rahmatuljin 2004–2005 Damjan Dervarič 2005–2006 Mitja Šivic 2006–2007 Robert Ciglenečki 2007–2009 Tomaž Vnuk 2009–2010 Kevin Mitchell Jurij Goličič, Tomaž Vnuk 2010–2011 Žiga Pance Matt Higgins 2011–2012 Žiga Pance Aleš Mušič 2012–2013 Aleš Mušič Žiga Pance, Andrew Thomas
Trainer Zeit Nation TrainerAnmerkungen 1970–1975 Miroslav Klůc 1989–1990 Nikolai Ladigin 1990–1991 Alexander Astaschew 1991–1992 Štefan Seme 1992–1993 Peter Janoš 1993–1994 Brad Buetow 1994–1997 Pavle Kavčič 3 × slowenischer Meister, 1 × Vizemeister Alpenliga 1997–1998 Matjaž Sekelj 1 × slowenischer Meister 1998–1999 Bud Stefanski 1 × slowenischer Meister 1999–2000 Matjaž Sekelj 1 × slowenischer Meister 2000–2002 Marjan Gorenc 2 × slowenischer Meister 2002–2003 Chris Imes 1 × slowenischer Meister 2003–2005 Matjaž Sekelj 1 × slowenischer Meister 2005–2006 Andrej Brodnik 2006–2008 Ildar Rachmatullin Vorzeitige Entlassung, 1 × slowenischer Meister, 1 × EBEL-Vizemeister 2008 Mike Posma Vorzeitige Entlassung nach dem 7. Spieltag 2008–2009 Randy Edmonds – 2009 Dany Gélinas – 2009–2012 Hannu Järvenpää 1 × slowenischer Meister 2012 Heikki Mälkiä Vorzeitige Entlassung nach dem 6. Spieltag, 24. September 2012 2012–2013 Bojan Zajc 1 × slowenischer Meister; Rücktritt im Oktober 2013 Okt. 2013–2014 Ivo Jan 1 × slowenischer Meister seit 2014 Fabian Dahlem
Spielstätte Die Heimstätte des HDD Olimpija Ljubljana ist die Hala Tivoli. Dabei handelt es sich um eine moderne Mehrzweckhalle, in der auch verschiedene andere Sportarten ausgetragen werden. Außerdem finden regelmäßig Konzerte statt, was die Halle auch über die Grenzen Sloweniens hinaus bekannt machte.
Zuschauerschnitt Im Folgenden angeführt ist der Zuschauerschnitt des Clubs in der Erste Bank Eishockey Liga angeführt.
ZuschauerstatistikÖEHV, eishockey.at Saison Heimspiele Zuschauer Zuschauer pro Spiel 2006/07 ⌀ 1.500 2007/08 28 87.900 ⌀ 3.139 2008/09 27 77.900 ⌀ 2.885 2009/10 27 66.100 ⌀ 2.448 2010/11 29 80.900 ⌀ 2.790 2011/12 30 90.200 ⌀ 3.007 2012/13 27 77.400 ⌀ 2.867 2013/14 27 43.850 ⌀ 1.624 2014/15 27 26.750 ⌀ 991
Weblinks
Offizielle Website Eintrag bei hockeyarenas.net mit Fotos der Eishalle
Quellen
Ljubljana, Hdd Olimpija
Kategorie:Sportverein (Ljubljana) Kategorie:Vereinsgründung 1929