mini|Hermann Wette Hermann Wette (* 16. Mai 1857 in Herbern; † 10. August 1919 in Wiesloch) war ein deutscher Arzt und Schriftsteller.

Leben

Hermann Wette, Sohn des gleichnamigen Kaufmanns, studierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Münster und des Collegium Augustinianum Gaesdonck Medizin an den Universitäten Bonn, München, Halle, Wien und wurde 1880 in München promoviert.Auch sein Bruder Theodor Wette wurde Arzt, der 1889 in Jena promovierte. Die Nachfahren des Theodor (Dirk) Bonse aus Sendenhorst in Westfalen, S. 13. Ab 1881 war er als Arzt in Köln tätig und heiratete dort im selben Jahr die Schriftstellerin Adelheid Humperdinck, Schwester des Komponisten Engelbert Humperdinck. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Adelheid schrieb Wette das Libretto zu Humperdincks Oper Hänsel und Gretel.Westfälischer Anzeiger vom 28. August 2013, Ausgabe Drensteinfurt, Lokalseite "Herbern", Das „Frollein“ mit dem Knoten Christel Homann erinnert an das Geburtshaus des Dichters Hermann Wette.

Weitere Lebensstationen Wettes waren Eisenach und Darmstadt.

Hermann Wette starb 1919 im Alter von 62 Jahren in einer Heil- und Pflegeanstalt in Wiesloch.

Der Politiker Theodor Wette war sein jüngerer Bruder.

Bedeutung

Wette ist heute weitgehend vergessen und wird in der Forschung als typischer nationalkonservativer und epigonaler Autor aus der Zeit des Wilhelminismus gesehen.

Auszeichnungen und Ehrungen

1910 Preis der Johannes Fastenrath-Stiftung

Werke (Auswahl)

Was der Wind erzählt. Poesien in niederdeutscher Mundart. Köln: Ahn 1884 Elsi, die seltsame Magd. Schweizer Volksstück in zwei Aufzügen. Musik von A. Mendelssohn. Köln, Berlin, Leipzig: Ahn [ca. 1892] Widukind. Drama in fünf Aufzügen. Köln: Rimbach und Licht 1894 Westfälische Gedichte. Köln: Rimbach und Licht 1896 Der Bärenhäuter. Teufelsmärchen. Berlin, Köln, Leipzig: Ahn 1897 Fridolin, der Bettlerkönig. Eine Maienmär. Köln: Hübscher und Teufel 1899 Krauskopf. Ein Entwicklungsroman. 3 Bde. Leipzig: Grunow 1903–1909 Simson. Tragödie in fünf Akten nach Worten des Alten Testaments. Leipzig: Grunow 1904 De Spökenkiker. Die Geschichte einer verirrten Menschenseele. Hamburg: Hermes o. J. Jost Knost, der Herkules von Latop. Eine Geschichte. Leipzig: Grunow 1908 Neue westfälische Gedichte. Leipzig: Grunow 1909 Pingsteblaumen. Neueste westfälische Gedichte. Leipzig: Grunow 1910 Peter Schlemihl. Modernes Teufelsmärchen in fünf Akten. Leipzig: Grunow 1910 Wunderliche Heilige. Drei Novellen. Dresden: Reißner 1912 Westfälische Kriegsgedichte. Jena: Diederichs 1914 Ostara. Kriegsmysterium 1914/15. Eisenach: Kayser 1915 Helden und Händler. Ein Gedicht in Stabreimen. Hamburg: Deutschnationale Buchhandlung 1915 Hermann Wette. Mauderspraok. Kleine Auswahl aus seinen Gedichten. Besorgt von Heinrich Luhmann. Münster: Aschendorff und Bielefeld-Bethel: Gieseking 1965. (= Kleine westf. Reihe 6. 27)

Literatur ()

Weblinks

Peter Bürger: Plattdeutsche Kriegsdichtung aus Westfalen 1914–1918. Karl Prümer – Hermann Wette – Karl Wagenfeld – Augustin Wibbelt. Eslohe 2012, siehe:

Einzelnachweise

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