Manfred W. Jürgens (* 19. November 1956 in Grevesmühlen) ist ein deutscher Maler, ein Vertreter des Neuen Realismus.

Leben Jürgens verbrachte seine Kindheit und Jugend in Mecklenburg. Nach Besuch der Polytechnischen Oberschule war er von 1973 bis 1975 Vollmatrosenlehrling bei der Deutschen Seereederei Rostock und hatte so die Möglichkeit, Schweden, die Niederlande und Kuba zu bereisen. Hieran schloss sich von 1976 bis 1986 eine Lehre und Gesellenzeit als Maler und Glaser in Mecklenburg an.

Von 1986 bis 1989 studierte Jürgens an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin Kommunikationsdesign mit der Vertiefung Wissenschaftsgrafik und Fotografie. Besonderen Einfluss auf seine Formsprache nahm sein Fotografiedozent Manfred Paul. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er von 1989 bis 1990 als Kommunikationsdesigner für Heinrich Dathe am Tierpark Berlin und von 1990 bis 1993 im Kulturmanagement in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 1993 ist Jürgens als freischaffender Maler und Fotograf tätig.

Seit 1997 unternahm Jürgens längere Reisen unter anderem nach England, Irland, in die Schweiz, nach Italien, Sri Lanka, Taiwan und die Volksrepublik China. Jürgens präsentierte seine Malerei erstmals 2001 in der Städtischen Galerie Baumhaus in Wismar.Adrian Foitzik: Wismarer Künstler malt gestochen scharfe Porträts. In: Ostsee-Zeitung, Kultur und Medien, vom 16. Mai 2001 Seitdem folgten Ausstellungen in Kühlungsborn, Güstrow, Hamburg, Leipzig, Gstaad, Bremen, Schloss Clemenswerth, Wittenberg, Kronach, Schloss Evenburg, Venedig Jana Wilhelm: Verschwenderische Sorgfalt. In: Lübecker Nachrichten vom 8. November 2005 und Berlin.

Im Jahr 2007 entwickelte Jürgens das Konzept der „Ein-Bild-Ausstellung“. Die erste ihrer Art fand mit dem Porträt der Kuh Soraya auf der Alp Wispile bei Gstaad statt und wurde innerhalb von zwei Tagen von mehreren hundert Interessierten aus zwölf Ländern besucht. Die erste Hamburger Ein-Bild-Ausstellung mit dem Porträt der Gastwirtin Erna Thomsen fand in den Räumen ihrer Gaststätte, der Kultkneipe Zum Silbersack, im August 2010 in St. Pauli statt.NDR Hamburg Journal, 27. August 2010: 1. Hamburger Ein-Bild-Ausstellung, ein Filmbeitrag von Susan Tratz Der Zeit-Redakteur und Autor Ulrich Schnabel schreibt in seinem Buch Muße zu dieser Ausstellung, dass es gut möglich sei, dass der trendresistente Maler Manfred W. Jürgens mit der Ein-Bild-Ausstellung, bei der neben dem einen Tafelbild auch immer das Modell sowie der Maler anwesend sind, einen Trend setzt.Ulrich Schnabel: Muße – Vom Glück des Nichtstun. Blessing-Verlag, 2010

Bekannt wurde Jürgens durch Porträts von Huren. Lebensgroße Bildnisse von Paul Millns, Gitta und Till Lindemann, Helmut Schmidt, Katharina John und Ulrich Tukur sowie Christian Redl folgten.

Jürgens lebte seit 2007 in Hamburg und Bremen. 2017 zog er nach Wismar und eröffnete dort 2018 die Atelier-Galerie Jürgens.

Einzelnachweise

Weblinks

Website von Manfred W. Jürgens Video von Jana Wilhelm und Pavel Lavrov über die Malerei von Manfred W. Jürgens in Venedig, 2005 BBC-Dokumentation 'Magnetic North' von Jonathan Meades über die Künstler Annemarie Busschers und Manfred W. Jürgens, 2008 Neue Sachlichkeit auf St. Pauli | Ein Film von Jana Wilhelm und Pavel Lavrov, 2009 'Auf keine Zigarette mit Helmut Schmidt' | Schweriner Volkszeitung 2013 'Rückzug von der Schnelllebigkeit ' | Kultur-MV.de, 2019 Bildband · 'John und Jürgens · Auf Augenhöhe', 2019

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