Klaus-Henning Rosen (* 29. April 1938) ist ein deutscher Jurist und Publizist.

Leben Klaus-Henning Rosen besuchte das Gymnasium in Mülheim an der Ruhr. Nach dem Abitur absolvierte er bis 1957 eine Ausbildung als Industriekaufmann bei Siemens. Ab 1960 studierte er Rechtswissenschaften in Stuttgart und schloss dort das Studium 1969 mit der zweiten Staatsprüfung ab. Nach dem Jurastudium war er als Volljurist als Richter in Lörrach und Freiburg tätig.

Im Jahr 1970 wurde Rosen Beamter im Justiz- sowie Arbeits- und Sozialministerium Baden-Württemberg und persönlicher Referent des Arbeits- und Sozialministers Walter Hirrlinger (siehe auch Sozialverband VdK Deutschland e.V.) und betätigte sich bis 1973 als Erster Staatsanwalt in Stuttgart. Ab 1973 arbeitete er im Bundesdienst des Bundeskanzleramtes. Von 1976 bis 1989 leitet er als Nachfolger von Reinhard Wilke das persönliche Büro des Alt-Bundeskanzlers Willy Brandt.

Von 1990 bis 1991 war er Beamter im Innerdeutsche Ministerium, danach 1991 bis 2003 Beamter im Bundesministerium des Innern. Von 1998 bis 2003 war er dort als Ministerialdirektor Abteilungsleiter und unter anderem für Zivil- und Katastrophenschutz zuständig.

Anschließend wirkte Klaus-Henning Rosen als politischer Publizist.World Cat Identities, abgerufen am 30. Januar 2012 Seine wichtigsten Themen waren die Reform des Extremistenbeschlusses, Extremismus, Aufarbeitung der NS-Zeit sowie Flüchtlingsfragen. Rosen ist Mitbegründer des Blick nach Rechts, eines Organs der SPD. Dessen publizistischen Schwerpunkte sind der Rechtsextremismus, Ausländerfragen, Bevölkerungsschutz sowie das deutsch-jüdische Verhältnis.bnr.de: Als Fälscher entlarvt, 20. April 2000, abgerufen am 30. Januar 2012.

Im Ruhestand hat Klaus-Henning Rosen für Rheinbreitbach (Verbandsgemeinde Unkel) heimatkundliche Themen bearbeitet. Er veröffentlichte einen Stadtführer.Die Bad Honnefer: , 29. Juli 2011, abgerufen am 30. Januar 2012 Er trat 1967 der SPD bei und leitete zehn Jahre den SPD-Ortsverein Rheinbreitbach.spd-in-rheinbreitbach.de: , abgerufen am 2. Mai 2012 Seit mehreren Legislaturperioden nimmt er in der Verbandsgemeinde Unkel als Ratsherr, Fraktionsvorsitzender und Mitglied mehrerer Ausschüsse kommunalpolitische Ämter wahr.vgvunkel.de: Verbandsgemeinde Unkel am Rhein, abgerufen am 2. Mai 2012

Meistermann-Porträt Klaus-Henning Rosen hat ein Jahr nach dem Tod des früheren Bundeskanzlers und SPD-Vorsitzenden ein Brandt-Erinnerungswerk herausgegeben, das, so Der Spiegel, „von sonst üblichen Devotionalien abweicht“. In dem Buch Georg Meistermann malt Willy Brandt dokumentiert Rosen die Entstehungsgeschichte dieses bekanntermaßen „umstrittenen Kanzler-Porträts“. Das Vorwort schrieb Rudolf Scharping. Bis 1978 hingen in der Kanzlergalerie im Bonner Kanzleramt konventionelle Porträts von Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger. Auch Brandt-Nachfolger Helmut Schmidt verlangte von Meistermann ein „ähnliches Bild zu malen“, aber weder Brandt noch der Künstler wollten sich an die Vorgabe halten. Ein anti-naturalistisches,web.tag-gym.dk: , abgerufen am 2. Mai 2012 an die Malweise des britischen Künstlers Francis Bacon erinnerndes Bild, so der Spiegelbericht, bei dem es wohl schwerfiel, „spontan Begeisterung“ (Rosen) zu äußern.Solinger Tageblatt: Umstritten: Brandt-Porträts, 11. Juni 2011, kc, abgerufen am 21. Januar 2018 1984 ließ Helmut Kohl das Meistermann-Werk aus der Kanzlergalerie entfernen.Der Spiegel: Klaus-Henning Rosen, 13. Dezember 1993, Ausgabe 50/1993, abgerufen am 30. Januar 2012 Rosen hat sich seit seiner Dokumentation weiter mit der Galerie der Bundeskanzler befasst. Unter anderem hat er für den Ausstellungskatalog zum 100. Geburtstag von Georg Meistermannmeistermann-gesellschaft.de: 100. Geburtstag von Georg Meistermann (PDF; 998 kB), abgerufen am 2. Mai 2012 Das Leben des Menschen ist eingehüllt in Farbe, herausgegeben von Justinus Maria CalleenSolinger Tageblatt: Justinus Maria Calleen – Der Enkel von Georg Meistermann, abgerufen am 2. Mai 2012 und Rolf Jessewitschmuseum-baden.de: Kunstmuseum Solingen: Museumsteam, abgerufen am 2. Mai 2012 (Damm und Lindlar Verlag Berlin 2011), einen Beitrag verfasst: Eingeholt von erneuter Verfemung. Die Geschichte der beiden Brandt-Porträts des Georg Meistermann.

Willy-Brandt-Forum Inzwischen befindet sich Rosen im Ruhestand. Er konnte für das Willy-Brandt-Forum in Unkel den Abschluss eines Dauerleihvertrages für das Brandt-Porträt von Georg Meistermann gewinnen.Rhein-Zeitung: Willy-Brandt-Porträt von Georg Meistermann bald in Unkel zu sehen, Unkel, 5. September 2010, abgerufen am 30. Januar 2012 Von 2011 bis 2014 war Klaus-Henning Rosen Vorsitzender des Willy-Brandt-Forums.willy-brandt-forum.com: Ehemaliger Büroleiter von Willy Brandt ist Nachfolger von Thomas Ottersbach, 2. Oktober 2011, abgerufen am 30. Januar 2012 Rosen schöpft thematisch aus 13 Jahren gemeinsamen Werdegang mit Willy Brandt. Der letzte Kontakt fand am 10. November 1989 im Flugzeug nach Berlin statt, als die Berliner Mauer geöffnet war, erinnert sich Rosen, der auf rund 30 Jahre Innenpolitik-Erfahrung zurückblicken kann. „Willy Brandt hat uns viele Themen hinterlassen, die auch heute noch brandaktuell sind“, soweit der Weggefährte von Willy Brandt. Das Arbeitsverhältnis bei Willy Brandt wurde zum Ende des Jahres 1989 beendet. Der letzte Kontakt mit Willy Brandt fand im Jahre seines Todes (1992) statt.

Mitgliedschaften Mitglied der Deutschen Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe, 1987–2003 stellvertretender Vorsitzender, Herausgeber des Jahrbuchs der Stiftung.

Klaus-Henning Rosen ist Mitglied der Meistermann-Gesellschaft.Facebook: Georg-Meistermann-Gesellschaft findet großes, überregionales Echo, 21. Juni 2011, abgerufen am 31. Januar 2012

Er war von September 2011 bis April 2014 Vorsitzender des Vorstandes der Bürgerstiftung Unkel des Willy-Brandt-Forums.

Weiterhin ist er Mitglied im Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge, deren operativen Beirat er von 2003 bis 2011 leitete. Die Mitgliedschaft wurde beendet.

Er ist Mitglied im Stiftungskuratorium von AMCHA Deutschland. Die Mitgliedschaft wurde beendet.

Rosen ist Mitglied im Vorstand des Heimatvereins Rheinbreitbach e.V.

Rosen ist Mitglied des Instituts für Information und Dokumentation, Bonn, und dessen Schatzmeister.

Ehrungen und Auszeichnungen 2003: Bundesverdienstkreuz am Bande Goldenes Feuerwehrabzeichen Ehrenzeichen des Technischen Hilfswerks in Silber

Veröffentlichungen

„Unvordenkliche Verjährung“, In: Heimatjahrbuch 2024. Landkreis Neuwied. Neuwied 2023, ISBN 978-3-9822723-5-1 S. 271–276. Leben nach der Vergangenheit - Aufarbeitung der NS-Geschichte (in Rheinbreitbach). In: Heimatjahrbuch 2026 Landkreis Neuwied. Neuwied 2025. ISBN 978-3-9822723-9-9, S. 309 - 320 Kleiner Exkurs zum Rheinbreitbacher Karneval in der NS-Zeit. In: Heimatjahrbuch 2027 - Landkreis Neuwied. Neuwied 2026. ISBN-3-9828155-0-0, S. 298 -305

Weblinks

Archiv der sozialen Demokratie auf fes.de Friedrich-Ebert-Stiftung auf library.fes.de Menschenrechte konkret (PDF; 19 kB) auf library.fes.de Willy-Brandt-Forum Unkel auf willy-brandt-forum.com Meistermann-Gesellschaft auf meistermann-gesellschaft.de

Einzelnachweise

Kategorie:Ministerialdirektor (Bund) Kategorie:Willy Brandt Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Publizist Kategorie:Person (Bundeskanzleramt, Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Ehrenzeichens des Technischen Hilfswerks in Silber Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Mann