Großsteinbach ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk Fürstenfeld bzw. politischem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark.

Geografie Großsteinbach liegt im oststeirischen Hügelland im Feistritztal. Der Fluss fließt in einer Meereshöhe von rund 300 Meter und bildet über weite Strecken die Grenze im Südwesten. Nach Nordosten steigt das Land zu bewaldeten Höhen von über 400 Meter an.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 21,24 Quadratkilometer. Davon sind 46 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche und 43 Prozent sind bewaldet.

Botanik mini|Schachblume (Fritillaria meleagris) Die Schachblume kommt in der gesamten Steiermark nur im Gebiet von Großsteinbach vor. Sie blüht im Frühjahr (im Regelfall um den Frühlingsvollmond) für kurze Zeit und kann auf einer Wiese westlich vom Ortskern betrachtet werden. Das Pflücken der Pflanze ist strengstens verboten. Die Berg und Naturwacht Ortseinsatzstelle Großsteinbach ist für das Naturschutzgebiet verantwortlich und steht zur Zeit der Blüte für Fragen zur Verfügung.

Gemeindegliederung Die Gemeinde gliedert sich in drei Katastralgemeinden bzw. gleichnamige Ortschaften (Fläche Stand , Bevölkerung Stand ): Großhartmannsdorf (; Ew.) Großsteinbach (; Ew.) Kroisbach (); Kroisbach an der Feistritz ( Ew.)

Nachbargemeinden Die Gemeinde grenzt an fünf Nachbargemeinden, eine davon liegt im westlich gelegenen Bezirk Weiz (WZ).

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Großsteinbach findet sich im Reiner Stiftsurbar von 1395. Kroisbach und Großhartmannsdorf wurden bereits 1218 in einer Schenkungsurkunde erwähnt, als Ulrich von Stubenberg seine Anteile an den Dörfern dem Johanniterorden in Fürstenfeld schenkt. Die „Stainpacher pfarr“ wurde im Jahr 1400 erstmals erwähnt.

1968 erfolgte die Vereinigung der Gemeinden Großsteinbach, Großhartmannsdorf und Kroisbach zur Großgemeinde Großsteinbach.

Zur Gründungsgeschichte von Großhartmannsdorf siehe Schloss Feistritz.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche Großsteinbach

Katholische Pfarrkirche Großsteinbach hl. Magdalena Pfarrhof Großsteinbach Ortskapelle hl. Johannes Nepomuk in Großhartmannsdorf Josefssäule und Mariensäule in Großsteinbach Ortskapelle hl. Florian in Kroisbach mini|hochkant|Zeitgarten Großsteinbach Zeitgarten: Parkanlage mit Blumenbeeten und einer „Landschaftssonnenuhr“. Diese wurde im Jahr 2004 anlässlich der Steirischen Landesausstellung „Die Römer“ errichtet und ist ein Modell der Sonnenuhr von Kaiser Augustus am Marsfeld in Rom im Maßstab 1:3Erläuterungstafel vor Ort ESV Union Kroisbach Kapelle Großhartmannsdorf Zusätzlich interessant ist das nahe an Großhartmannsdorf gelegene Haus mit der Nummer 8. Dies stellt ein Grundstück dar, auf dem ehemals Tabakwirtschaft betrieben wurde. Hier kann noch heute eine alte Tabakhütte, welche zu den größten der Region zählt, von außen besichtigt werden.

Wirtschaft und Infrastruktur In der Gemeinde gibt es zahlreiche Kleinunternehmen sowie eine große Trockenausbaufirma. In der Katastralgemeinde Großhartmannsdorf steht ein Gewerbepark zur Verfügung. In der Gemeinde gibt es eine Kinderkrippe sowie einen Kindergarten (Erhalter Pfarre Großsteinbach) sowie eine Volksschule und eine Mittelschule.

Touristisches Zentrum ist der Freizeitsee mit Badestelle und Naturarena die für unterschiedliche Veranstaltungen sowie Hochzeiten benutzt wird. An den Freizeitsee angeschlossen befindet sich ein Stellplatz für Camper.

In der KG Großsteinabch befindet sich ein Sportzentrum mit zwei Fußballplätzen, drei Asphaltbahnen für Stocksport sowie drei Tennisplätzen. In den KGs Großhartmannsdorf und Kroisbach befinden sich Stocksportanlagen.

Eine Veranstaltungshalle für Konzerte, Hochzeiten und andere Veranstaltungen steht in Großsteinbach zur Verfügung.

Politik mini|Gemeindeamt Großsteinbach Gemeinderat Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000: ÖVP 13, FPÖ 1, SPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005: ÖVP 13, FPÖ 1, SPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010: ÖVP 12, SPÖ 2, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015: ÖVP 9, ZLG–Zukunftsliste Großsteinbach 4, FPÖ 1, SPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020: ÖVP 13, FPÖ 1, SPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2025: ÖVP 12, FPÖ 3.

Bürgermeister

2003–2019 Josef Rath (ÖVP) seit 2019 Manfred Voit (ÖVP)

Wappen links|100px Das Wappen wurde der Gemeinde mit Wirkung vom 1. August 1966 von der Steiermärkischen Landesregierung verliehen. Es symbolisiert das Vergangene und das Ewige. Die Blasonierung lautet: „In einem blauen Schild mit silbernem gezinnten und gequaderten Schildfuß eine von Silber und Rot geschachte schwebende Glockenblume.“ Mit der Zinnenmauer wird auf einen Bericht im Herbersteiner Hand-Urbar (Grundbuch) von 1605 Bezug genommen. Dieser besagt, dass im Gemeindegebiet einst ein Schlössl gestanden haben soll: „Ein abgeördetes Hölzl liegt im Steinbach, genannte Hausgraben, herinnerhalb der Kirchn, da etwan ein Schlößl gestanden.“ Die Schachblume, die streng geschützt ist und in der Steiermark fast ausschließlich im Gebiet von Großsteinbach vorkommt, soll das Ewige darstellen.Gemeinde Großsteinbach: , abgerufen am 17. April 2015

mini|hochkant=2.2|zentriert|Großhartmannsdorf von Südwesten

Gemeindepartnerschaften Die Gemeinde Großsteinbach unterhält seit dem 24. Juni 2005 eine Partnerschaft mit der bayrischen Gemeinde Obersinn. Die Schachblume gilt als verbindendes Element. Die Partnerschaft wird durch Besuche im Zwei–Jahres–Takt gepflegt. Initiatoren der Partnerschaft waren Josef Rath (Großsteinbach) und Richard Stengelein (Obersinn).https://www.markt-obersinn.de/gemeinde/partnergemeinde/index.html

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter Michael Josef Maister (1629–1696), Propst von Stift Pöllau Johann Neuner (* 1867 in Großsteinbach; † 1931), KomponistBiographie von Hans Neuner Der Fußballprofi Christian Falk (* 1. April 1987), derzeit bei Rot-Weiß Erfurt (3. Deutsche Fußball-Liga) stammt aus Kroisbach.

Ehrenbürger (seit der Gemeindezusammenlegung im Jahr 1968) 1972 Karl Eberl, Bürgermeister 1972 Hugo Stitz, Pfarrer 1972 Anton Peindl, Ökonomierat 1973 Friedrich Niederl, Landeshauptmann 1973 Josef Schrammel, Landtagsabgeordneter 1977 Josef Krainer, Landesrat 1979 Anton Pelzmann, Landesrat 1982 Anton Schweighofer 1984 Karl Sturm, Direktor der Volksschule 1988 Hermann Schaller, Landesrat 1988 Franz Rossmann, Direktor 1994 Karl Weber, Bürgermeister 1996 Hildegard Mild, Gemeindesekretärin Alfred Ackerl, Bürgermeister

Literatur Anton Falk, Josef Kaufmann, Josef Spörk, Harald Stranzl: Großsteinbach, Großhartmannsdorf, Kroisbach. Geschichte und Gegenwart. Großsteinbach 1998.

Weblinks

Webpräsenz der Gemeinde Großsteinbach

Einzelnachweise

Kategorie:Weinbaugemeinde in der Steiermark Kategorie:Ersterwähnung 1395