The Sentinel – Wem kannst du trauen? (Originaltitel The Sentinel) ist ein US-amerikanischer Thriller mit Michael Douglas. Die Regie führte Clark Johnson, das Drehbuch schrieb George Nolfi anhand von Gerald Petievichs gleichnamigem Roman. Der Film erschien 2006 zu eher schlechten Kritiken.

Handlung Pete Garrison, ein Agent des US Secret Service, ist für den Schutz der Ehefrau des US-Präsidenten, Sarah Ballentine, zuständig, mit der er eine Affäre hat.

Der Agent Charlie Merriweather, ein Freund von Garrison, wird erschossen. Garrison erfährt, dass die Tat im Zusammenhang mit einem geplanten Anschlag auf den US-Präsidenten steht. Die Agenten der Abteilung U.S. Secret Service Protective Intelligence Division David Breckinridge und Jill Marin ermitteln in dieser Angelegenheit. Breckinridge und Garrison arbeiteten einst zusammen, Breckinridge glaubte damals, Garrison hätte eine Affäre mit seiner Frau gehabt.

Zunächst wird Garrison verdächtigt, mit den Attentätern zusammenzuarbeiten. Er kann sich aber der Verhaftung entziehen und auf der Flucht weitere Einzelheiten ermitteln. Dadurch entlarvt er schließlich den wahren Schuldigen, William Montrose, einen seiner Vorgesetzten. Er kann Marin und Breckinridge von seiner Unschuld überzeugen und mit ihnen den Anschlag am Rande des G8-Gipfels in Toronto verhindern.

Wenig später wird Garrison von seinen Kollegen gebührend und in bester Laune verabschiedet, da er aufgrund seiner Affäre mit der First Lady aus dem Personenschutz für das Weiße Haus ausscheidet. Im Gespräch mit Jill Marin klingt an, dass er zukünftig im Ausbildungsbereich des Secret Service tätig sein wird.

Rezeption

The Sentinel erhielt ein eher schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Gemischt oder Durchschnittlich“ aus.

James Berardinelli verglich den Film negativ mit dem Thriller In the Line of Fire – Die zweite Chance. Die Spannung sei geringer und die Charaktere schlechter ausgearbeitet. Berardinelli lobte, wie George Nolfi und Clark Johnson die Romanvorlage von Gerald Petievich für die Erfordernisse der Verfilmung anpassten, sowie einige Szenen mit Michael Douglas und Kiefer Sutherland.Kritik von James Berardinelli

Claudia Puig schrieb in der USA Today, der Film sei „kompetent gemacht“, aber nicht plausibel. Sie lobte die Regie und die Kameraarbeit.Claudia Puig: Kritik vom 20. April 2006

Desson Thomson bezeichnete den Film in der Washington Post als „mittelblöd“; er fange vielversprechend an, werde dann aber „zunehmend dämlicher“. Thomson verglich den Film mit „besseren“ Filmen über eine sich in Washington (D.C.) abspielende Intrige wie Die Unbestechlichen, In the Line of Fire und No Way Out – Es gibt kein Zurück.Kritik von Desson Thomson

Kenneth Turan verglich den Thriller in der Los Angeles Times mit B-Filmen mit einem Maximum an Spannung und einem Minimum an Anspruch. Er lobte die Kameraarbeit und den Schnitt.Kenneth Turan: vom 21. April 2006

Clark Johnson wurde im Jahr 2007 für den Black Reel Award nominiert.

Entstehung und Veröffentlichung Die Darsteller Michael Douglas, Kiefer Sutherland und Eva Longoria wurden für ihre Rollen als Secret-Service-Agenten einem Schießtraining unterzogen. Einem Produktionsberater der Behörde zufolge übertraf die Darstellerin Eva Longoria alle anderen Schauspieler in der Waffenschulung. Er meinte sogar, sie könnte auch 90 Prozent aller Secret-Service-Beamten in Sachen Schießen ausstechen.

Der Film startete am 21. April 2006 in den US-Kinos und spielte dort bis zum 23. Juli 2006 rund 36,3 Mio. US-Dollar ein. Weltweit kommt er auf ein Einspielergebnis von 78,8 Mio. US-Dollar, was inflationsbereinigt inzwischen etwa  Mio. US-Dollar entspricht.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2006 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Politthriller Kategorie:Kriminalfilm Kategorie:Actionfilm