zentriert|142px|Papst Gregor XV. Alessandro Ludovisi wird unter dem Namen Gregor XV. Papst. zentriert|198px|Die schwedische Flotte vor Riga Gustav II. Adolf von Schweden erobert die polnisch-litauische Stadt Riga. zentriert|350px|Die Hinrichtung der böhmischen Rebellen auf dem Altstädter Ring (Zeitgenössisches Flugblatt) 27 Verantwortliche für den Ständeaufstand in Böhmen werden in Prag hingerichtet. 1621 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1069/70 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1613/14 (Jahreswechsel 10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1026/27 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2164/65 (südlicher Buddhismus); 2163/64 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 71. (72.) Zyklus Jahr des Metall-Hahns 辛酉 (am Beginn des Jahres Metall-Affe 庚申) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 983/984 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 3954/55 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 999/1000 Islamischer Kalender 1030/31 (Jahreswechsel 15./16. November) Jüdischer Kalender 5381/82 (15./16. September) Koptischer Kalender 1337/38 (10./11. September) Malayalam-Kalender 796/797 Seleukidische Ära Babylon: 1931/32 (Jahreswechsel April) Syrien: 1932/33 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1677/78 (Jahreswechsel April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Dreißigjähriger Krieg

22. Januar: Kaiser Ferdinand II. verhängt über Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, den sogenannten „Winterkönig“, wegen Landfriedensbruchs, Bruchs von Reichsgesetzen, Unterstützung rebellischer Untertanen und Majestätsverbrechen die Reichsacht. 7. Mai: Kaiserliche Truppen unter Karl von Bucquoy nehmen die von Einheiten des Siebenbürger Fürsten Gábor Bethlen gehaltene Stadt Pressburg ein. 14. Mai: Nachdem die protestantische Seite sich in mehreren Angelegenheiten uneinig gezeigt hat erfolgt die formale Auflösung der 1608 gegründeten Protestantischen Union. 21. Juni: Als Sanktion für den Ständeaufstand in Böhmen werden Christoph Harant von Polschitz und Weseritz, Joachim Andreas von Schlick und Jan Jessenius gemeinsam mit 24 weiteren Mitgliedern des Herren-, Ritter- und Bürgerstandes auf dem Altstädter Ring in Prag hingerichtet. 16. Juli: Johann t’Serclaes von Tilly wehrt bei Waidhaus in der Oberpfalz einen Angriff Peter Ernst II. von Mansfelds, des Heerführers Friedrichs von der Pfalz, ab. 5. Oktober: In der Schlacht bei Tyrnau unterliegen habsburgische kaiserliche Truppen unter Rudolf von Tiefenbach dem Heer von Gábor Bethlen. 2. Dezember: Christian von Halberstadt erobert Amöneburg bei Mainz. 20. Dezember: Christian von Halberstadt unterliegt in der Schlacht bei Kirdorf den Truppen der katholischen Liga unter Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel. 31. Dezember: Kaiser Ferdinand II. diktiert den Frieden von Nikolsburg und zwingt Bethlen Gábor, Fürst von Siebenbürgen, zum Verzicht auf die ungarische Königskrone.

Frankreich

30. Mai bis 24. Juni: Belagerung von Saint-Jean-d’Angély: Französische Truppen unter dem Oberbefehl von König Ludwig XIII. belagern und erobern die Stadt Saint-Jean-d’Angély, ein wichtiger strategischer Punkt, von dem aus das Hinterland der wichtigen hugenottischen Festung La Rochelle kontrolliert werden kann. Eine Belagerung von La Rochelle kommt aber zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage, da es dazu einer Kriegsflotte bedarf, die Ludwig zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung steht. Stattdessen wendet er sich mit dem Gros seiner Truppen nach Süden, unterwirft Guyenne, belagert und erobert Clairac (23. Juli bis 4. August) und zieht von dort gegen Montauban. Die Stadt wird von Jacques Nompar de Caumont, duc de La Force kommandiert, dem seine beiden Söhne, die Maréchaux de camp Henri und Jean zur Seite stehen. Die Verteidigungskräfte bestehen aus Söldnern, die vorher im Erbfolgekrieg der Markgrafschaft Montferrat in Savoyen und im Achtzigjährigen Krieg in den Niederlanden gekämpft haben.

22. August bis 9. November: Die Belagerung von Montauban, einer Hochburg der Hugenotten in Frankreich, durch Truppen unter dem Oberbefehl von König Ludwig XIII., endet mit dem erfolglosen Abzug der Belagerer. Auf dem Marsch nach Bordeaux wird die Armee von François de Bassompierre kommandiert. Am 11. November nimmt sie das stark befestigte hugenottische Dorf Monheurt ein, das auf Befehl des Königs niedergebrannt und die Befestigungen geschleift werden.

Spanien / Niederlande

mini|links|hochkant|Jugendbildnis Philipps IV. (Gemälde von Diego Velázquez) 31. März: Philipp III. von Spanien, als Philipp II. auch König von Portugal, stirbt 42-jährig, sein Sohn Philipp IV. folgt ihm nach. 9. April: Der Achtzigjährige Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden wird nach zwölfjährigem Waffenstillstand erneut aufgenommen.

Ostseeraum

25. September: Gustav Adolf von Schweden, der nach der Einigung mit Moskau im Frieden von Stolbowo erneut gegen Polen den Kampf um Livland aufgenommen hatte, erzwingt nach mehrwöchiger Belagerung die Kapitulation Rigas und sichert in den folgenden Auseinandersetzungen Schweden den Besitz Livlands nördlich der Düna.

Osmanisch-Polnischer Krieg

9. Oktober: Der Osmanisch-Polnische Krieg 1620–1621 endet mit einem Friedensvertrag, mit dem der status quo ante bellum wiederhergestellt wird.

Amerikanische Kolonien

: Nach einem harten Winter mit zahlreichen Todesfällen beginnen die „Pilgerväter“ mit der Besiedelung der Küste beim zukünftigen Plymouth. : Die Mayflower setzt die Segel zur Rückfahrt von der neu gegründeten Kolonie Plymouth nach England, wo sie am ankommt. 3. Juni: Die Niederländische Westindien-Kompanie erhält in ihrem Land das exklusive Handelspatent für Amerika.

Asien

Upayuvaraja I. stößt seinen Vater Voravongse II. vom Thron und regiert das laotische Königreich von Lan Xang. 13. September: Kosaken errichten Melezk, der Ort gilt als die drittälteste russische Siedlung im Süden Sibiriens.

Wirtschaft

16. August: In Nürnberg nimmt eine zuvor errichtete Girobank ihre Geschäftstätigkeit auf. Das Augustiner Bräu Kloster Mülln wird gegründet.

Wissenschaft und Technik

5. Februar: Die Akademie von Straßburg erhält durch ein kaiserliches Privileg den Rang einer Universität. 17. Juli: Die Universität Rinteln wird eingeweiht und ihre Statuten werden ausgefertigt. Das Polarlicht wird zum ersten Mal systematisch beobachtet. Die Nicolaus Gerckensche Familienstiftung zu Salzwedel nimmt ihre Tätigkeit auf.

Kultur Bildende Kunst

miniatur|Stillleben 1621 Juan van der Hamen y León malt das erste von zwei Stillleben mit Obstschale, Vögeln und Fensterausblick.

Musik

Heinrich Schütz wird Hofkapellmeister am sächsischen Hof in Dresden. Friedrich Spee veröffentlicht die Lieder Unüberwindlich starker Held, Sankt Michael und O Christ hie merk.

Religion

9. Februar: Alessandro Ludovisi wird zum Papst gewählt und gibt sich den Namen Gregor XV. Er ist das letzte im Konklave durch Akklamation gewählte Kirchenoberhaupt. Diese Wahlmethode schafft er während seines Pontifikats ab.

Geboren Erstes Halbjahr

2. Januar: Kaspar Unternährer, Schweizer Bauernführer im Bauernkrieg von 1653 († 1653) 6. Januar: Moritz von der Pfalz, Truppenkommandeur in englischen und schwedischen Diensten († 1652) 15. Januar: Antoine Le Pautre, französischer Architekt († 1691) 17. Januar: Ernst Friedrich Schröter, deutscher Rechtswissenschaftler († 1676) 30. Januar: Georg II. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen († 1660)

2. März: Ludwig Günther II., Graf von Schwarzburg-Sondershausen zu Ebeleben († 1681) 16. März: Georg Neumark, deutscher Komponist von Kirchenliedern († 1681)

miniatur|hochkant|Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen 17. März (vermutlich): Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, deutscher Dichter († 1676) 24. März: Johann von Anhalt-Zerbst, anhaltischer Regent († 1667) 25. März: Matthäus Merian der Jüngere, Maler, Kupferstecher und Verleger († 1687) 31. März: Andrew Marvell, englischer Dichter († 1678)

1. April: Tegh Bahadur, neunter Guru des Sikhismus († 1675) 10. April: Daniel Lüdemann, deutscher lutherischer Theologe († 1677) 23. April: Georg Arnold, österreichischer Komponist und Organist († 1676) 23. April: William Penn, englischer Admiral († 1670) 25. April: Roger Boyle, Baron of Broghill, Baron Castlemartyr, Lord President of Munster; englischer Staatsmann († 1679)

25. Mai: David Beck, niederländischer Maler († 1656) 2. Juni: Rutger von Ascheberg, deutsch-baltischer Feldmarschall († 1693) 6. Juni: Petar Zrinski, Ban von Kroatien († 1671)

Zweites Halbjahr

8. Juli: Jean de La Fontaine, französischer Schriftsteller und Dichter vieler bekannter Fabeln († 1695) 8. Juli: Leonora Christina Ulfeldt, Tochter des dänischen Königs Christian IV., Gräfin von Schleswig-Holstein, politische Gefangene und Schriftstellerin († 1698) 24. Juli: Jan Andrzej Morsztyn, polnischer Adliger, Politiker und Dichter († 1693)

13. August: Israël Silvestre, französischer Maler und Kupferstecher († 1691) 19. August: Gerbrand van den Eeckhout, niederländischer Maler († 1674)

8. September: Ludwig II. von Bourbon, Prinz von Condé, französischer Feldherr († 1686) 9. September: Heinrich X. Reuß zu Lobenstein, deutscher Adliger und Rektor der Universität Leipzig († 1671) 15. September: Caspar Ziegler, deutscher Jurist, Dichter und Komponist († 1690) 8. Oktober: Maximilian Heinrich von Bayern, Erzbischof von Köln († 1688)

3./4. Dezember: Bohuslav Ludvík Balbín, tschechischer Jesuit, Literat, Historiker, Erdkundler, Patriot und Verfechter der tschechischen Sprache, aktiver Teilnehmer an der Rekatholisierung († 1688) 10. Dezember: Christian Albrecht von Dohna, kurbrandenburgischer General († 1677) 11. Dezember: Philipp Matthäus, deutscher Mediziner († 1700) 12. Dezember: Jacques Courtois, italienischer Schlachten- und Historienmaler († 1675) 12. Dezember: Ferdinand Ludwig von Kolowrat-Liebsteinsky, General und Großprior des Malteserordens († 1701) 12. Dezember: Justinian von Welz, österreichischer lutherischer Theologe und Missionar († um 1668) 14. Dezember: Johann Schulte, deutscher Jurist und Bürgermeister von Hamburg († 1697)

Genaues Geburtsdatum unbekannt

Wacław Potocki, polnischer Schriftsteller († 1696) Jan Baptist Weenix, niederländischer Maler († um 1660)

Geboren um 1621

1620, 1621 oder 1622: David Mozart, Augsburger Maurer und Baumeister, Stammvater der Familie Mozart († 1685)

Gestorben Januar bis Mai 28. Januar: Camillo Borghese, unter dem Namen Paul V. Papst (* 1552) 2. Februar: Sebastiano Folli, italienischer Maler (* 1568/69) 10. Februar: Pietro Aldobrandini, Kardinal der Römischen Kirche und Erzbischof von Ravenna (* 1571) 15. Februar: Michael Praetorius, deutscher Komponist, Organist, Hofkapellmeister und Gelehrter (* 1571) 16. Februar: Juan Bautista Monegro, spanischer Architekt und Bildhauer (* 1545) 28. Februar: Cosimo II. de’ Medici, Großherzog von Toskana (* 1590) 3. März: Rudolf Goclenius, deutscher Arzt, Physiker, Mathematiker, Astronom und Astrologe (* 1572) 7. März: Ottilia von Fürstenberg, Priorin des Klosters Oelinghausen und Äbtissin des Stifts Heerse (* 1549) 27. März: Benedetto Giustiniani, italienischer Kardinal der Römischen Kirche (* 1554) 31. März: Philipp III., König von Spanien und (als Philipp II.) von Portugal, beider Sizilien und Sardinien (* 1578) 2. April: Cristofano Allori, Florentiner Maler (* 1577) 6. April: Maria Christina von Österreich, Fürstin von Siebenbürgen (* 1574) 11. April: Matthias von Oppen, deutscher Ökonom und Kirchenpolitiker (* um 1565) 21. April: Heinrich Abermann, deutscher Historiker (* 1583) 21. April: Thomas Sagittarius, deutscher Philologe, philosophischer Logiker und Pädagoge (* 1577) vor 3. Mai: Claud Hamilton, 1. Lord Paisley, schottischer Adeliger (* 1546) 11. Mai: Johann Arndt, deutscher nachreformatorischer Theologe (* 1555) 15. Mai: Hendrick de Keyser, niederländischer Architekt und Bildhauer (* 1565)