Die Kamow Ka-60 Kasatka (, deutsch Orca (Killerwal)) ist ein Mehrzweckhubschrauber für den Dienst bei den Streitkräften Russlands.
Konstruktion Bei diesem Hubschrauber wich Kamow von seiner sonst üblichen Bauweise koaxialer Doppelrotoren ab. Stattdessen folgt der Kamow Ka-60 mit einem Haupt- sowie einem Fenestron-Heckrotor zum Drehmomentenausgleich dem konventionellen Design des Hubschrauberbaus. Zur Gewichtseinsparung und zur Reduktion der Radarsignatur wurden bei der Herstellung Verbundwerkstoffe eingesetzt, die 60 % seines Gewichtes ausmachen. Zusätzlich wird die Oberfläche mit einer radar-absorbierenden Beschichtung versehen. Die Ausrüstung des Hubschraubers ist redundant verbaut, ein ausgefallenes Triebwerk wird durch das andere selbsttätig kompensiert.
Produktion und Einsatz Die Kamow Ka-60 ist als Ersatzmodell für die Mil Mi-8 vorgesehen. Der Hubschrauber soll den Transport von Truppen, Waffen und Munition übernehmen und Aufklärungs- und Zielmarkierungsfunktionen wahrnehmen. Darüber hinaus ist er auch als Rettungshubschrauber für den Transport von Verwundeten vorgesehen. Der Bau soll bei VPK/MAPO bei Moskau und in Ulan-Ude stattfinden. Mit der Kamow Ka-62 wurde eine zivile Variante des Hubschraubers entwickelt, die am 28. April 2016 erstmals flog. Eine genaue Zukunft scheint aber unklar, da die Mi-38 ebenfalls als Nachfolgerin der Mi-8/17 vorgesehen ist und die Ka-62 ein westliches Triebwerk Turbomeca Ardiden hatte.
Varianten
Ka-60 – Grundversion Ka-60U – Schulungs- und Trainingsversion
Ka-60K – Transportversion; der Hubschrauber kann bis zu 16 Infanteristen oder sechs Verwundete auf Tragen sowie drei Sanitäter befördern
Ka-60R – Aufklärungsversion, die die Aufklärungshubschrauber vom Typ Ka-25 ersetzen soll
Ка-62 – zivile Version des Hubschraubers Ka-62M – zivile Version mit fünfblättrigem Hauptrotor und General Electric T700/CT7-2D1-Triebwerken für den Export
Ka-64 Sky Horse – zivile Version die in Zusammenarbeit mit Augusta entstehen sollte. Sie sollte mit einem konventionellen Heckrotor und moderner westlicher Avionik ausgestattet sein. Es bestand die Option, sie mit General Electric CT7-2DL, LHTEC T800 oder RTM 322-Triebwerken auszustatten. Da es Probleme in diesem Joint Venture gab, wendete man sich Augusta der AW-139 zu und gab die Ka-64 auf.
Technische Daten mini|Dreiseitenansicht Kenngröße Daten Rotordurchmesser 13,50 m Länge 13,46 m Höhe 4,20 m Startmasse max. 6.750 kg Höchstgeschwindigkeit 300 km/h Reisegeschwindigkeit 270 km/h Dienstgipfelhöhe 5150 m Steigrate 10 m/s Reichweite 650 kmBesatzung 2 Passagiere 16 Triebwerke zwei Turbinen RKBM Rybinsk RD-600 Leistung je 956 kW (1282 PS)
Bewaffnung 2 B-8W-Behälter für Raketen S-8 80 mm oder 2 MG 12,7 mm oder 2 MG GSchG-7,62
Bestellungen Brazillien
Atlas Taxi Aereo – 7 Ka-62
Kolumbien
Vertical de Aviacion – 5 Ka-62
Russland
russische Luftwaffe – 100 Ka-60
Vergleichbare Hubschrauber Eurocopter Dauphin Sikorsky UH-60
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Militärhubschrauber #::60 Kategorie:Erstflug 1998