miniatur|Reste der Kreuzkirche im Schutzpavillon
Die Kreuzkirche auf dem Wittekindsberg (im Übergangsbereich zum Häverstädter Berg) nahe der Porta Westfalica ist ein in den Jahren 1996/97Heinrich Rüthing: (PDF; 127 kB) In: Archäologie in Ostwestfalen, Band 4, Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 1999. S. 42–45. ISBN 3-89534-289-0 von der LWL-Archäologie für Westfalen im Areal der Wittekindsburg ausgegrabener Kirchenbau. Die Fläche der Kreuzkirche liegt in der Gemarkung Häverstädt im Stadtgebiet von Minden.
Es handelt sich um mit Lehmmörtel gebundene Fundament- und Mauerreste eines Zentralbaues, der ins 10. Jahrhundert datiert wird. Der Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes ist absolut symmetrisch und etwa 14 m lang wie breit. Vier quadratische Räume (4 × 4 m) sind um einen ebenfalls 4 × 4 m großen Zentralraum angeordnet.Werner Best: (PDF; 403 kB) In: Archäologie in Ostwestfalen, Band 4, Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 1999. S. 33–41. ISBN 3-89534-289-0 Im südlichen und westlichen Innenraum der Kirche wurden die Reste von fünf Gräbern freigelegt. Es handelt sich um ein Frauen- und vier Kindergräber. Der Name der FamilieTobias Schultes, Susanne Hummel: (PDF; 116 kB) In: Archäologie in Ostwestfalen, Band 4, Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 1999. S. 50–55. ISBN 3-89534-289-0 und ihr Stand sind nicht bekannt. Der Bauherr der Kreuzkirche ist ebenfalls nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass es Bischof Milo von Minden (von 969 bis 996 n. Chr.) war. (abgerufen im Februar 2016)
Aus dem 10. bzw. 11. Jahrhundert sind nur vier weitere direkt vergleichbare Bauwerke bekannt (St.-Laurentius-Basilika in Prag-Vyšehrad, St. Salvator in Krakau, Kapelle westlich der Klosterkirche in Schuttern und Heilig-Kreuz-Kapelle in Trier).Matthias Untermann: (PDF; 396 kB) In: Archäologie in Ostwestfalen, Band 4, Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 1999. S. 56–64. ISBN 3-89534-289-0 Bis auf die Kirche in Trier ist von diesen Bauwerken nichts mehr zu sehen. Daher ist das Bodendenkmal innerhalb der Wittekindsburg eine baugeschichtliche und historische Rarität in Europa.
thumb|Schutzpavillon der Kreuzkirche
Um die freigelegten Fundamente sichtbar zu erhalten, wurde von der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen e. V. in den Jahren 2000 bis 2003 ein gläserner Schutzbau errichtet. Die Gesellschaft sammelte annähernd 200.000 € an Spendengeldern bei der heimischen Wirtschaft und bei den Bürgern der Region. Hinzu kamen noch erhebliche Sachleistungen von Dritten und eine Förderung von 70.000 € durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege.Johann-Sebastian Kühlborn: Vergangenes und Gegenwärtiges. Ein Rückblick auf die ersten zwei Jahrzehnte der GeFAO. In: Archäologie in Ostwestfalen 13, 2017, 7–15, ISBN 978-3-95741-075-7. Der Schutzbau darf nur zu Wartungszwecken betreten werden. Alleinige Eigentümerin des Grundstücks und des Schutzbaus ist die Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen e. V.
Einzelnachweise
Weblinks
Werner Best: Die Ausgrabung des vorromanischen Zentralbaus auf der Wittekindsburg (Vorbericht) (Online; PDF; 403 kB) Heinrich Rüthing: Die Anfänge des religiösen Lebens auf dem Wittekindsberg nach den schriftlichen Quellen (Online; PDF; 127 kB) Tobias Schultes, Susanne Hummel: Der genetische Fingerabdruck aus historischen Skeletten. DNA-Analysen zur Verwandtschaftsfeststellung der Individuen der Wittekindsburg (Online; PDF; 116 kB) Matthias Untermann: Kreuz und Kreis. Die kreuzförmige Kapelle auf der Wittekindsburg im Licht mittelalterlicher Zentralbauten (Online; PDF; 396 kB) Kreuzkirche Wittekindsberg Schutzbau mit Liste der Sponsoren
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