mini|Ron Geesin Ron Geesin (* 17. Dezember 1943 in Ayrshire) ist ein britischer Soundkünstler, Multiinstrumentalist, Designer und Komponist. Am bekanntesten ist er für seine Mitarbeit am Pink-Floyd-Album Atom Heart Mother (1970).
Karriere Ronald Frederick Geesin begann 1962 mit dem Banjospiel. Das Banjo blieb auch sein Hauptinstrument. Daneben arbeitete er vor allem mit Loops, die er, mit für damalige Zeit ausgefeilter Schneidetechnik, aus alten Tapes gewann. Nach seinem Debütalbum A raise of eyebrows (1967) startete er sein eigenes Label Headscope, eines der ersten Ein-Mann-Labels überhaupt. Seine Musik beinhaltete witzige Samples und Instrumentenkombinationen und ist deswegen vor allem in der Psychedelischen Musik anzusiedeln.
1970 arbeitete Geesin mit seinem Golfpartner Roger Waters zusammen an einem Soundtrack für den Pop-Art-Film „The Body“, in dem es unter anderem um die Wachstumsgeschwindigkeit von Haaren ging. Dementsprechend handelte es sich bei dem Soundtrack der beiden um eine sehr psychedelische Mischung aus Körpergeräuschen, Banjo- und Celloklängen sowie Waters’ Akustikgitarre.
Zudem arbeitete Geesin mit Pink Floyd an der „Atom Heart Mother“-Suite, die 1970 auf dem gleichnamigen Album erschien.
Nach einigen weiteren Alben integrierte Geesin 1990 auf den Alben Funny Frown und Bluefuse modernere Technik, etwa Sampler in seine Arbeit, die aber weiterhin hauptsächlich aus gefundenen Sounds bestand.
Aufgrund seines Interesses an Videoinstallationen erstellte er gemeinsam mit Ian Breakwell in den 1990ern eine große Videoinstallation namens Auditorium.
Zwischen 1961 und 1985 entstanden über 20 musikalische Werke für Kurz-, Dokumentar-, Kino- oder Fernsehfilme. Dabei arbeitete er mit Künstlern, Filmemachern und Regisseuren wie Stephen Dwoskin, Roy Battersby, John Schlesinger, Cary Parker oder Stephen Weeks zusammen.
Geesin ist Mitarbeiter an der Portsmouth University.
Diskographie Ron Geesin (private EP) (1965) A Raise of Eyebrows (1967) Music from The Body (1970) (mit Roger Waters) Electrosound (1972) As He Stands (1973) Electrosound (volume 2) (1975) Patruns (1975) Atmospheres (1977) Right Through (1977) Magnificent Machines (1988) Funny Frown (1991) Bluefuse (1993) Hystery (1994) (Compilation) Land of Mist (1995) A Raise of Eyebrows/As He Stands (1995) (2 Alben auf einer CD) Right Through and Beyond (2003) (Right Through plus zusätzliche Stücke) Biting The Hand (2008) Roncycle1 (2011) Samla Mammas Manna & Ron Geesin: Live Tonkraft 1975 (Swedish Radio recordings) (2013) ExpoZoom (2019) Pot-Boilers (2020) Sunday Bloody Sunday (2022) Basic Maths (2024) Ghost Story (2025)
Filmografie (Auswahl) Filme 1970: The Body (Dokumentarfilm) 1971: Sunday, Bloody Sunday 1974: Ghost Story 1983: History of the Motor Car (Dokumentarfilm) 1984: Camelot – Der Fluch des goldenen Schwertes (Sword of the Valiant: The Legend of Sir Gawain and the Green Knight) 1985: Die Frau auf dem Foto (The Girl in the Picture)
Fernsehen 1970: Omnibus (Fernsehserie, 1 Episode) 1976: Scars (Fernsehfilm) 1977: Arena (Fernsehserie, 1 Episode) 1982: Scotch Myths (Fernsehfilm) 1985: Losing Track (Fernsehserie, 10 Episoden)
Kurzfilme 1961: Asleep 1964: Alone 1965: Das Halmaspiel (Chinese Checkers) 1968: Take Me 1968: Moment 1973: Richness and Complexity 1974: Clydescope 1975: The Oil in Your Engine 1975: Blast 1980: Strange Behaviour
Weblinks Offizielle Website (englisch)
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