mini|hochkant|Nicaise de Keyser, 1836 porträtiert von Charles Baugniet Nicaise de Keyser (* 26. August 1813 in Santvliet bei Antwerpen; † 16. Juli 1887 Antwerpen) war ein akademischer belgischer Genre-, Historien-, Porträt- und Schlachtenmaler.
Leben und Wirken De Keyser war der Sohn des wohlhabenden Landwirtes Henri[cus] De Keyser und dessen Ehefrau Marie (geborene Délié, 1769–1848). Er war ursprünglich als Nachfolger für die Bewirtschaftung des Väterlichen Hofes bestimmt. Durch seine frühzeitig erkannte künstlerische Begabung kam er zu dem Maler Joseph Jacops (1808–1856), der ihm den ersten Unterricht erteilte und bei seinen Eltern die Erlaubnis zum Kunststudium erwirkte. Daraufhin besuchte er Kurse bei Mathieu Ignace van Brée an der Akademie in Antwerpen und bildete sich anschließend ab 1839 auf Reisen nach Italien, Frankreich und Deutschland fort.
Am 6. Oktober 1840 heiratete er die Genremalerin Isabella (Maria I. Alexandrina, geborene Telghuys, 26. Juli 1815–30. Mai 1879). Sie war die Tochter eines angesehenen Antwerpener Kaufmanns und zuvor seine Schülerin. Mit ihr hatte er mehrere Kinder: Émile De Keyser Raymond De Keyser (1846–1880) Marie De Keyser (1847–1924)Grafteken Nicaise De Keyser inventaris.onroerenderfgoed.be. Er hatte auch eine Schwester Marie De Keyser, von der er 1830 ein Porträt anfertigte und einen Bruder Pierre De Keyser (1811–1841). Der Textilhändler Henri Telghuys war sein Schwager.
De Keyser fertigte zudem Illustrationen, so unter anderem für mehrere Werke seines Freundes, des Schriftstellers Felix Bogaerts (1805–1851), darunter El Maestro del Campo (1839) oder Lord Stafford (1843) Auch am Album du Jubilée de Rubens en 1840 war er beteiligt.
mini|ohne|hochkant=2.1|The glory of the Antwerp painting school.Koninklijke Museum voor Schone Kunsten, Antwerpen
Ehrungen (Auswahl) um 1838 Ritter des Leopoldordens für das Schlachtengemälde Sporenschlacht bei Courtrai, später Großoffizier des Leopoldordens. 1855 wurde de Keyser als Nachfolger von Gustave Wappers Direktor der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten Antwerpen, deren Mitglied er bereits 1845 wurde. Die Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique (Classe des Beaux-Arts) nahm ihn 1845 als Mitglied auf, 1874 wurde er Präsident der Akademie. 1862: Offizier der Ehrenlegion 1863: korrespondierendes Mitglied der Académie française
Schüler
Literatur Keyser, Nicaise de. In: Johannes Immerzeel: De levens en werken der Hollandsche en Vlaamsche kunstschilders, beeldhouwers, graveurs en bouwmeesters: van het begin der vijftiende eeuw tot heden. Band 2, van Kesteren, Amsterdam 1843, S. 108.
Keyser, Nicaise de. In: Dictionnaire des peintres belges. (französisch, balat.kikirpa.be).
Stijn David, Peter Sauerwald: Nicaise de Keyser. Ein belgischer Träger des preußischen Ordens Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste. In: Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde (Hrsg.): Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik. Heft 91, 16. Jahrgang, Gäufelden 2014, .
Weblinks
Nicaise de Keyser. in der Vlaamse Kunstcollectie (flämische Kunstsammlung) Nicaise de Keyser. Auktionsresultate im Portal artnet Nicaise de Keyser. Werke bei athenaeum.org (englisch) Nicaise de Keyser. Biographie auf der Website des Orden Pour le Mérite
Einzelnachweise
Kategorie:Historienmaler Kategorie:Porträtmaler Kategorie:Maler der Neuzeit Kategorie:Maler (Belgien) Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse) Kategorie:Träger des Leopoldsordens (Ritter) Kategorie:Träger des Leopoldsordens (Großoffizier) Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier) Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien Kategorie:Belgier Kategorie:Geboren 1813 Kategorie:Gestorben 1887 Kategorie:Mann