mini|310x310px|Redetzki beim Hessischen Film- und Kinopreis 2012 Vincent Redetzki (* 1. April 1992 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben und Wirken Redetzki stand im Alter von sechs Jahren für eine kleine Rolle in Gute Zeiten, schlechte Zeiten erstmals vor der Kamera. Mit zwölf Jahren spielte er in Andreas Dresens Kinofilm Sommer vorm Balkon seine erste Ensemblehauptrolle. Seit dem Alter von elf Jahren ist er regelmäßig an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz zu sehen. Hier spielte er in Uraufführungen von Falk Richters Unter Eis (2003), Die Verstörung (2006), Im Ausnahmezustand (2007) und Trust (2009). Von 2014 bis 2018 studierte er Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
Auf der Leinwand war er immer wieder zu sehen, unter anderem im Kinofilm Die Wilden Hühner sowie in den Fortsetzungen Die Wilden Hühner und die Liebe und Die Wilden Hühner und das Leben, in einer Ensemblehauptrolle in Die kommenden Tage und im ersten Teil des Mehrteilers Die Wölfe, wofür er 2009 gemeinsam mit fünf anderen Nachwuchsdarstellern mit dem Förderpreis des deutschen Fernsehpreises ausgezeichnet wurde. Seit 2013 spielt Redetzki im Magdeburger Polizeiruf 110 den Sohn der Kommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen).
Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Ensemblemitglied bei den Münchner Kammerspielen.
Filmografie Kino 2005: Sommer vorm Balkon, Regie: Andreas Dresen 2006: Die Wilden Hühner, Regie: Vivian Naefe 2007: Die Wilden Hühner und die Liebe, Regie: Vivian Naefe 2009: Die Wilden Hühner und das Leben, Regie: Vivian Naefe 2009: Für Miriam, Regie: Lars-Gunnar Lotz 2010: Die kommenden Tage, Regie: Lars Kraume 2012: Landerdbeeren, Regie: Esther Bialas (Kurzfilm) 2013: Wolfskinder, Regie: Rick Ostermann 2014: Jack, Regie: Edward Berger 2018: Oktopus und Muräne, Regie: Sebastian Husak 2021: Rheingold, Regie: Fatih Akin
Fernsehen 1998: Gute Zeiten, schlechte Zeiten 2003: Für alle Fälle Stefanie 2004: Was heißt hier Oma, Regie: Ariane Zeller (ARD) 2004: Stauffenberg 2005: Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei, Regie: Dror Zahavi (Sat. 1) 2009: Die Wölfe, Regie: Friedemann Fromm (ZDF) 2009: Tatort – Mit ruhiger Hand, Regie: Maris Pfeiffer (WDR) 2009: Der Doc und die Hexe, Regie: Vivian Naefe (ZDF) 2010: SOKO Leipzig (Fernsehserie, Folge Ganz nah dran), Regie: Maris Pfeiffer (ZDF) 2010: Tatort – Tod einer Lehrerin, Regie: Thomas Freundner (SWR) 2011: Der Doc und die Hexe: Nebenwirkungen (Teil 3 und 4), Regie: Vivian Naefe (ZDF) 2012: Mittlere Reife, Regie: Martin Enlen (ARD) 2012: Tatort – Im Namen des Vaters, Regie: Lars Kraume (HR) 2013: Polizeiruf 110 – Der verlorene Sohn, Regie: Friedemann Fromm (MDR) 2013: Die Frau hinter der Wand, Regie: Grzegorz Muskala (ZDF) 2013: Polizeiruf 110 – Wolfsland, Regie: Ed Herzog (rbb) 2014: Mord am Höllengrund, Regie: Maris Pfeiffer (ZDF) 2014: SOKO Köln (Fernsehserie, Folge: Wer ohne Sünde ist), Regie: Lars Gunnar Lotz (ZDF) 2015: Die Klasse – Berlin '61, Regie: Ben von Grafenstein (ARD) 2015: Letzte Spur Berlin (Fernsehserie, Folge: Allesfresser), Regie: Züli Aladag (ZDF) 2015: Dengler – Die letzte Flucht, Regie: Lars Kraume (ZDF) 2015: Das richtige Leben, Regie: Robert Heber (MDR) 2019: Tatort: Weiter, immer weiter, Regie: Sebastian Ko (WDR) 2019: Brecht, Regie: Heinrich Breloer (ARD) 2020: Die Chefin (Fernsehserie, Folge: Verzockt), Regie: Grzegorz Muskala (ZDF) 2020: 3 ½ Stunden (Fernsehfilm), Regie: Ed Herzog (ARD) 2021: Kleo, Regie: Viviane Andereggen, Jano Ben Chaabane (Netflix) 2024: Kleo, Regie: Nina Vukovic, Isabel Braak (Netflix) 2025: Levi Strauss und der Stoff der Träume, Regie: Neele Leana Vollmar (ARD) 2026: Kacken an der Havel
Theater (Auswahl)
Theater am Kurfürstendamm Berlin 2001: Curth Flatow / Horst Pillau: Fenster zum Flur, Regie: Klaus Sonnenschein
Schaubühne am Lehniner Platz Berlin 2002: William Shakespeare: Macbeth, Regie: Christina Paulhofer – Rolle: Sohn 2003: Sarah Kane: Phaidras Liebe, Regie: Christina Paulhofer – Rolle: Kind 2004: Falk Richter: Das System 2: Unter Eis (UA), Regie: Falk Richter – Rolle: Kind 2004: Falk Richter: Electronic City, Regie: Falk Richter 2005: Falk Richter: Die Verstörung (UA), Regie: Falk Richter 2006: Debbie Tucker Green: Stoning Mary, Regie: Benedict Andrews – Rolle: Kindersoldat 2007: Falk Richter: Im Ausnahmezustand (UA), Regie: Falk Richter – Rolle: Junge 2007: Henrik Ibsen: Gespenster, Regie: Sebastian Nübling – Rolle: Butler 2009: Falk Richter: Trust, Regie: Falk Richter 2009: Tennessee Williams: Endstation Sehnsucht, Regie: Benedict Andrews – Rolle: Junger Kassierer 2016: Georg Büchner: Dantons Tod, Regie: Peter Kleinert
Münchner Kammerspiele 2018: William Shakespeare, Macbeth, Regie: Amir Reza Koohestani 2019: Anta Helena Recke: Die Kränkungen der Menschheit, Regie: Anta Helena Recke 2019: Virginie Despentes: Das Leben des Vernon Subutex, Regie: Stefan Pucher 2019: Werther’s Quest for Love, Regie: Jonny-Bix Bongers 2020: Falk Richter: Touch, Regie: Anouk van Dijk 2020: Enis Macis: Wunde R (UA), Regie: Felix Rothenhäusler 2021: Pınar Karabulut / Mehdi Moradpour (nach Texten von Gisela Elsner): Der Sprung vom Elfenbeinturm, Regie: Pınar Karabulut 2021: Nora Abdel-Maksoud: Jeeps (UA), Regie: Nora Abdel-Maksoud – Rolle: Gabor 2022: Cosima Terrasse, Hans Block und Moritz Riesewieck (Gruppe Laokoon): Wo du mich findest, Regie: Cosima Terrasse, Hans Block und Moritz Riesewieck (Gruppe Laokoon)
Theater Viel Lärm um Nichts München
2023: Die Geschichte mit der Lampe – Fragmente einer unendlichen Liebe. Inszenierung: Alexander Vaassen
Hörspiele 2015: Barbara Kenneweg: Krieg der Söhne – Regie: Barbara Kenneweg (RBB) 2015: Wolfgang Zander: Seltene Erden (Radio-Tatort) – Regie: Nikolai von Koslowski (RBB) 2021: Teresa Dopler: Unsere blauen Augen (Max) – Regie: Stefan Kanis (MDR)
Auszeichnungen 2006: Undine Award als Bester Filmdebütant in Sommer vorm Balkon 2009: Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises für Die Wölfe 2012: Hessischer Fernsehpreis, Sonderpreis der Jury zusammen mit Isabel Bongard, Sonja Gerhardt, Anton Rubtsov und Jannik Schümann für ihre Ensembleleistung in Mittlere Reife 2022: Verein zur Förderung der Münchner Kammerspiele e. V.: Förderpreis
Weblinks
Vincent Redetzki bei der Agentur Hoestermann Vincent Redetzki bei den Münchner Kammerspielen Morgens Schulbank, abends Bühne von Karsten Kammholz, Welt Online, 18. März 2006 Vincent Redetzki, Theater-Jungstar und Zehntklässler von Tobias Becker, Spiegel Online vom 20. Dezember 2007
Belege
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