Der Pariser Frieden 1784, den die Niederlande und Großbritannien am 30. Mai 1784 schlossen, beendete den vierten englisch-niederländischen Seekrieg von 1780 bis 1784.

Vorgeschichte Der Seekrieg hatte mit der Schlacht auf der Doggerbank zwar unentschieden geendet. Doch insgesamt mussten die Niederländer anerkennen, dass ihre Flotte der britischen nicht mehr gewachsen war.Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Politik – Verfassung – Wirtschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, ISBN 3-534-07082-8, S. 205. Der Überseehandel der Niederländer war erheblich gestört. Es fehlten die Mittel, um weitere Kriegsschiffe bauen und ausrüsten zu können. Zudem waren die Niederlande isoliert. Ihre Verbündeten, Frankreich und Spanien, hatten bereits 1783 Frieden mit Großbritannien geschlossen.

Bestimmungen Die von britischen Truppen 1781 eroberte Stadt Nagapattinam, die wichtigste niederländische Besitzung in Indien, fiel endgültig an Großbritannien. Die Handelsgesellschaft Vereenigte Oostindische Compagnie musste den Briten künftig freie Fahrt in allen von ihr beherrschten Gewässern und Gebieten gewähren. Ferner wurde den Briten freier Handel mit Teilen Ostindiens gestattet.

Die Insel Sint Eustatius, ein bedeutender niederländischen Handelsstützpunkt in der Karibik, die ebenfalls 1781 von britischen Truppen erobert worden war,Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Politik – Verfassung – Wirtschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 206. gab Großbritannien hingegen den Niederländern zurück.

Folgen Die für die Niederlande so nachteiligen Friedensbedingungen verschärften den innenpolitischen Konflikt zwischen probritischen Orangisten und profranzösischen Patrioten.

Fußnoten

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