Toni Haßmann (* 4. November 1975 in Lienen, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Springreiter und dreifacher Derbysieger.

Werdegang Haßmanns Eltern hatten vier Söhne, er wurde als zweitältester 1975 geboren. Als sein ältester Bruder neunjährig überfahren wurde, konzentrierten sich seine Eltern darauf, Toni Haßmann das Reiten beizubringen.

Bereits in jungen Jahren konnte Haßmann internationale Erfolge sammeln, so wurde er als Ponyreiter deutscher Vizemeister (1990), Bronzemedaillengewinner der deutschen Meisterschaften der Springreiter-Junioren 1991 und 1992 und Silbermedaillengewinner in der Einzelwertung der Junioren-Europameisterschaften 1993. Als junger Reiter wurde er 1995 Europameister seiner Altersklasse.

Toni Haßmann wurde zum Pferdewirt, Schwerpunkt Reiten, ausgebildet und war Absolvent der Bundeswehrsportschule in Warendorf. Einen Rückschlag in seiner Karriere erlitt Haßmann, als sich sein früherer Chef, der Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid, im Jahr 2003 von seinen Pferden trennte.

Seit dem 1. Juli 2003 war er Chefbereiter auf Gut Berl in Sendenhorst, der Anlage von Hendrik Snoek.Artikel „Collin ist immer noch ein großes Baby“ auf www.abendblatt.de Hier übernahm er die Pferde, die zuvor Markus Merschformann geritten hatte.Artikel „Aufruhr im Pferdestall“ auf www.morgenpost.de Mit diesen feierte er eine Vielzahl von Erfolgen.

Haßmann siegte in den Jahren 2004 bis 2006 jeweils auf Collin beim traditionsreichen Deutschen Springderby in Hamburg-Klein Flottbek, einem der anspruchsvollsten Springreitturniere der Welt. Damit ist er neben dem Brasilianer Nelson Pessoa (1992 bis 1994 auf Vivaldi) der einzige Springreiter, dem drei Siege in Folge gelangen. Seinen nach eigener Aussage bisher größten Erfolg hatte er im Jahr 2009 mit dem Sieg des Großen Preises bei der Vincenzo Muccioli Challenge in San Patrignano (CSI 5*) mit Lolita H.

Bis zur letztmaligen Austragung der Mannschaftswertung der Riders Tour 2006 ritt er für das AMG-La Silla Team.

Ende Dezember 2010 verließ er Gut Berl und war anschließend auf der Anlage des DOKR in Warendorf tätig., Sabine Becker-Stils (equi-news.de), 30. November 2010 Seine Nachfolgerin in Sendenhorst war von 2011 bis 2014 Katrin Eckermann., Pferdesportverband Rheinland, 27. Januar 2011 Seit April 2017 ist er für Ausbildung und Vermarktung der Springpferde der Hengststation Beckmann in Wettringen zuständig, daneben ist er seit Jahren auf freiberuflicher Basis für das Westfälische Pferdestammbuch tätig.Toni Haßmann auch weiter fürs Westfälische Pferdestammbuch tätig, St. Georg, 13. April 2017

Zuletzt im Jahr 2015 war Toni Haßmann Teil des deutschen B-Kaders der Springreiter.Übersicht der deutschen Kader Springreiten

Privates Toni Haßmann war verheiratet und hat aus dieser Ehe eine Tochter Angelina Haßmann (* 2006). Im April 2019 wurde seine gemeinsame Tochter mit Clarissa Crotta geboren.Toni Haßmann und Clarissa Crotta sind stolze Eltern, Karolin Leszinski / Reiter Revue International, 30. April 2019

Sein Bruder Felix Haßmann ist ebenfalls Springreiter.

Erfolge Championate und Weltcup Europameisterschaften: 1993, Wörthersee (Junioren): mit Royal C 2. Platz im Einzel 1994, Millstreet (Junge Reiter): mit Walloony 20. Platz im Einzel 1995, Babenhausen (Junge Reiter): mit La Zarras 1. Platz im Einzel und 3. Platz mit der Mannschaft 1996, Klagenfurt (Junge Reiter): mit La Zarras 9. Platz im Einzel und 1. Platz mit der Mannschaft

Weltcup-Finale: 2002, Leipzig: 6. Platz mit Goldika 2003, Las Vegas: 14. Platz mit Goldika 2004, Mailand: 25. Platz mit Camirez BWichtige Erfolge von Toni Haßmann, fei.org

Deutsche Meisterschaft: 1990: 2. Platz im Einzel der Ponyreiter mit My Lord 1991: 3. Platz im Einzel der Junioren mit Gringo 1992: 3. Platz im Einzel der Junioren mit GringoDeutsche Meisterschaften von 1959 bis 2017 (Ponyreiter, Junioren, Junge Reiter), pferd-aktuell.de, abgerufen am 7. Januar 2018 2019: 7. Platz in der Herrenwertung mit Contendrix

Westfälische Meisterschaften (unvollständige Liste): 2016, Greven-Bockholt: 3. Platz in der Herrenwertung mit Channing LMedaillenspiegel Westfälische Meisterschaften 2016 2017, Steinhagen: 2. Platz mit Bien Aimee de la LionneWestf. Meisterschaft der Springreiter/innen 2017 2018, Steinhagen: 1. Platz mit Channing LWestf. Meisterschaft der Springreiter/innen 2018

Deutschen Springderby: 2004: 1. Platz mit Collin 2005: 1. Platz mit Collin 2006: 1. Platz mit Collin

Weitere Erfolge 1999: 1. Platz im Großen Preis von Bremen 2000: 1. Platz im Großen Preis von Münster 2001: 1. Platz im Großen Preis von Spangenberg mit Landstreicher 2002: 1. Platz in der Weltcupprüfung (Westeuropaliga) in Göteborg, weitere Siege in den Großen Preisen von Aach und von London, alle drei mit Goldika 2003: 1. Platz in den Großen Preisen von Bremen mit Cyrenaika FRH, von La Coruna mit Camirez B und von Helsinki mit Le Patron 2004: 1. Platz in der Weltcupprüfung (Westeuropaliga) von Verona mit Lolita H, 2. Platz in der Weltcupprüfung (Westeuropaliga) von Bordeaux mit Le Patron, 1. Platz im Großen Preis von Paris-Port de Versailles (CSI 4*) mit Camirez B 2006: 2. Platz in der Weltcupprüfung (Westeuropaliga) von Vigo mit Lolita H, 1. Platz im Championat von Hamburg (CSI 4*) mit Classic H 2007: 2. Platz im Championat von Münster beim Turnier der Sieger (CSI 4*) mit Laceful 2008: Sieger im Berufsreiterchampionat in Bad Oeynhausen, 3. Platz im Großen Preis von Münster (Halle Münsterland) mit Laceful 2009: 1. Platz im Championat von Mannheim mit Laceful, 2. Platz im Großen Preis von Nantes (CSI 3*) mit Queen Liesa, 1. Platz im Großen Preis von Dublin (CSIO 5*) mit Lolita H, 1. Platz im Großen Preis bei der Vincenzo Muccioli Challenge in San Patrignano (CSI 5*) mit Lolita H 2010: 2. Platz im Großen Preis von Münster (CSN Halle Münsterland) mit Laceful, 4. Platz im Nationenpreis von Bratislava (CSIO 3*) mit Baron 2013: 1. Platz im Großen Preis von Schwerin (CSN, Klasse S***) mit Cotopaxi, 1. Platz im Großen Preis von Borken (CSN, Klasse S**) mit Gustavsson 2014: 3. Platz im Großen Preis der Bundesrepublik (CSI 3* Dortmund / Masters-League-Finale) mit Contact van de Heffinck, 1. Platz im Großen Preis von Werne-Lenklar (CSN, Klasse S***) mit Classic Man V, 1. Platz im Großen Preis von Wiesbaden (CSI 3*) mit Classic Man V, 1. Platz im Großen Preis von Steinhagen (CSI 1*) mit Classic Man V, 2. Platz im Großen Preis von Niedersachsen (CSI 2* Allersehl) mit Classic Man V, 1. Platz im Großen Preis von Donaueschingen (CSI 3*) mit Classic Man V 2015: 1. Platz im Großen Preis von Münster beim K+K Cup mit Classic Man V, 3. Platz im Großen Preis von Braunschweig (CSI 4*) mit Crocant 2016: 1. Platz im Großen Preis von Lenklar (Klasse S***) mit Bien Aimee de la Lionne 2017: 3. Platz im Großen Preis des K+K Cups Münster (Klasse S***) mit Bien Aimee de la Lionne, 1. Platz im Großen Preis von Lenklar (Klasse S***) mit Bien Aimee de la LionneTitel verteidigt: Toni Haßmann gewinnt den Großen Preis von Lenklar, Westfälischer Anzeiger, 18. April 2017, 3. Platz im Großen Preis von Paderborn (CSI 3*) mit Bien Aimee de la Lionne, 1. Platz im Großen Preis von Sachsen (Chemnitz, Klasse S***) mit Channing L 2018: 2. Platz im Großen Preis von Gahlen (Klasse S***) mit Channing L, 1. Platz mit der Mannschaft Westfalens bei der Deutschen Meisterschaft der Landesverbände im Rahmen der Löwen Classics mit Contendrix, 3. Platz im Großen Preis von Werne-Lenklar (Klasse S***) mit Channing L, 1. Platz im Großen Preis von Steinhagen (Klasse S***) mit Contendrix, 4. Platz im Großen Preis eines CSI 3* in Vilamoura mit Contendrix 2019: 3. Platz im Großen Preis eines CSI 2* in Opglabbeek mit Contendrix, 1. Platz im Großen Preis von Sachsen (Chemnitz, Klasse S***) mit Contendrix 2020: 2. Platz im Großen Preis von Gahlen (Klasse S***) mit Contendrix (Stand: 12. Januar 2020)FEI-Ergebnisdatenbank: Toni Haßmann

Hinzu kamen bis 2009 eine Vielzahl von Platzierungen mit der deutschen Mannschaft bei Nationenpreisen.

Erfolgreiche Pferde

Aktuelle Contendrix (* 2010), dunkelbrauner Holsteiner Hengst, Vater: Contendro I, Muttervater: Carinjo; bis 2017 von Mściwoj Kiecoń gerittenFEI-Pferdedatenbank: Contendrix Gin Tonic SR (* 2017), Westfale dunkelbrauner Wallach, Vater: Hickstead White, Muttervater: For Pleasure Queen D'or BC (* 2016), Belgisches Warmblut braune Stute, Vater: Cor de la Bryère, Muttervater: Lagos Magic Spirit (* 2014), Oldenburger Springpferd schwarzbrauner Wallach, Vater: Monte Cain, Muttervater: DSP Con Spirit Sacramento Gold (* 2013), Westfale brauner Hengst, Vater: Stakkato Gold, Muttervater: Cornet Obolensky

Ehemalige mini|Toni Haßmann mit Contact, Pferd International München-Riem 2011 Meurer's Le Patron (* 1990, ursprünglich Le Patron 4), brauner Holsteiner Wallach, Vater: Lord Liberty, Muttervater: Zeus; zuvor von René Tebbel geritten, zuletzt im März 2007 im internationalen Sport eingesetzt, Besonderheit: Pferd mit extremer Wasserphobie, dessen vermeintliche Therapierung Andrea Kutsch erhebliche mediale Aufmerksamkeit bescherteFEI-Pferdedatenbank: Meurer's Le PatronArtikel zu Andrea Kutsch auf www.kavallo.ch Goldika 559 (* 1992; † 2018), braune Holsteiner Stute, Vater: Cor de la Bryère, Muttervater: Lagos, bis 2003 von Haßmann geritten, anschließend – von McLain Ward gerittenFEI-Ergebnisdatenbank Pferde: Goldika 559FEI-Pferdedatenbank: Goldika 559 - „...gewann McLain Ward mit Goldika, ehemals geritten von Toni Haßmann.“Toni Hassmann kehrt heim, reitet und darf nun Jeep fahren, Cornelia Wumkes / Die Welt, 17. November 2001 – „Mit der Holsteiner Stute Goldika...“ Collin 7 (* 1994), brauner Holsteiner Wallach, Vater: Contender, Muttervater: Landgraf I, zuletzt im Oktober 2007 im internationalen Sport eingesetzt Cyrenaika FRH (* 1994), braune Hannoveraner Stute, Vater: Cheenook, Muttervater: Lanthan, bis 2003 von Toni Haßmann geritten, anschließend bis in das Jahr 2008 von Philippe Leoni gerittenFEI-Pferdedatenbank: Cyrenaika FRH Laceful (* 1994), Zangersheider Dunkelfuchs-Stute, Vater: Lauriston, Muttervater: Pilot, im Gestüt Lewitz gezogenFEI-Ergebnisdatenbank Pferde: LacefulFEI-Pferdedatenbank: Laceful, zuletzt im März 2010 im internationalen Sport eingesetzt Lolita H (* 1996), dunkelbraune Oldenburger Stute, Vater: Achill-Libero H, Muttervater: Grannus-Granit, verletzungsbedingt von Anfang 2007 bis Anfang 2009 nicht im Turniersport vorgestellt, ab 2011 von Katrin Eckermann gerittenFEI-Ergebnisdatenbank Pferde: Lolita HFEI-Pferdedatenbank: Lolita H, zuletzt im Januar 2012 von Katrin Eckermann im internationalen Sport eingesetzt Queen Liesa (* 1996, ursprünglich Liesa I), braune Holsteiner Stute, Vater: Quidam de Revel, Muttervater: Cor de la Bryere, 2011 von Lorenzo de Luca gerittenFEI-Pferdedatenbank: Queen LiesaFEI-Ergebnisdatenbank Pferde: Queen Liesa Baron PKZ (* 2002), brauner Oldenburger Hengst, Vater: Baloubet du Rouet, Muttervater: Contender; 2012 bis 2013 von Björn Nagel gerittenFEI-Pferdedatenbank: Baron PKZ, zuletzt im August 2013 von Björn Nagel im Sport eingesetzt PKZ Contact van de Heffinck (* 2002), brauner Holsteiner Hengst, Vater: Concept, Muttervater: Corrado IFEI-Pferdedatenbank: Contact van de Heffinck, zuletzt im April 2017 von Freek Vestjens im internationalen Sport eingesetzt Bien Aimee de la Lionne NRW (* 2006), Westfale brauner Wallach, Vater: Balou du Rouet, Muttervater: Pit I; ab 2018 von Sebastian Karshüning gerittenFEI-Pferdedatenbank: Bien Aimee de la Lionne, seit Juni 2022 von Mara von Bohlen geritten Channing L NRW (* 2008), Westfale brauner Wallach, Vater: Cornet Obolensky, Muttervater: Dinrad L; ab 2019 von Calvin Böckmann gerittenFEI-Pferdedatenbank: Channing L, zuletzt im Mai 2021 von Olivia Pitt im internationalen Sport eingesetzt

Quellen und Weblinks

Homepage von Toni Haßmann der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

Einzelnachweise

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