Rüdiger Sander (* 2. November 1941 in Radebeul; † 15. Dezember 2012) war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler.

Leben Rüdiger Sander war mit der Schauspielerin Isabella „Isa“ Sander-Wolter verheiratet, Vater der Synchronsprecherin Peggy Sander (* 1969) und des Schauspielers Tim Sander (* 1978) und lebte in Weimar.

Sander arbeitete vor allem als Theaterschauspieler, z. B. am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz. Ab der Spielzeit 1967/68 war er am Theater der Freundschaft in Berlin (heute: Theater an der Parkaue) beschäftigt.R. V.: Gestiefelter Kater als Bühnenheld. Neue Inszenierungen für das junge Publikum. In: Neue Zeit 23 (1967), Nr. 161, 14.7.1967, S. 4.

1985 wurde er mit dem Goethepreis der Stadt Berlin (Ost) ausgezeichnet. In der Fernsehserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten stellte er den Filmvater Konrad Scholl seines Sohnes Tim (Kai Scholl) dar.

Filmografie (Auswahl) 1967: Blaulicht – Nachtstreife (TV-Reihe) 1980: Die Schmuggler von Rajgrod 1980: Abenteuer mit den Abrafaxen 1988: Polizeiruf 110: Der Kreuzworträtselfall (Fernsehreihe) 1997: Tatort: Bierkrieg (Fernsehreihe) 1998–2002: Gute Zeiten, schlechte Zeiten (Fernsehserie) 1999: Downhill City 2000: Die Stille nach dem Schuss 2000, 2003: Hinter Gittern – Der Frauenknast (Fernsehserie) 2010: Lasko – Die Faust Gottes (Fernsehserie)

Theatrografie (Auswahl) Theater der Freundschaft 1968: Valentina Alexandrowna Ljubimowa: Schneeball (Davie) – Regie: Horst Hawemann (auch Studiogastspiel im DFF, Erstsendedatum: 14. Juni 1970)Vgl. Schneeball (1970). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 15. Juni 2025. 1968: Johann Wolfgang von Goethe: Reineke Fuchs. Oper für Schauspieler (Henning der Hahn) – Regie: Heiner Möbius 1969: Boško Trifunović: Märchen vom Kaiser und vom Hirten (Esel) – Regie: Horst Hawemann (auch Studiogastspiel im DFF, Erstsendedatum: 5. September 1971)Vgl. Märchen vom Kaiser und vom Hirten (1971). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 15. Juni 2025. 1969: Carlo Goldoni: Diener zweier Herrn (Arlecchino) – Regie: Heiner Möbius 1969: Heinz Kahlau: Musterschüler (Rolf) – Regie: Horst Hawemann 1969: Brüder Grimm: König Drosselbart (Freier) – Regie: Horst Hawemann (auch Studiogastspiel im DFF, Erstsendedatum: 2. April 1972)Vgl. König Drosselbart (1972). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 15. Juni 2025. 1970: Heinz Hall / Manfred Nitschke: Ein Strom, der Liebe heißt (Bemme) – Regie: Heiner Möbius 1970: Georgi Nachutzrischwili: Tschintschraka oder Das große Abenteuer eines kleinen Gauklers (Tschintschraka) – Regie: Horst Hawemann (auch Studiogastspiel im Fernsehen der DDR, Erstsendedatum: 24. Dezember 1972)Vgl. Tschintschraka (1972). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 15. Juni 2025. 1971: Friedrich Gerlach: Die Herren des Strandes (Hinkebein) – Regie: Horst Hawemann / Mirjana Erceg 1971: Jewgeni Schwarz: Zar Wasserwirbel (Nebenrollen) – Regie: Horst Hawemann (auch Studiogastspiel im Fernsehen der DDR, Erstsendedatum: 23. Dezember 1973)Vgl. Zar Wasserwirbel (1973). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 15. Juni 2025. 1972: Heinz Kahlau: Die kluge Susanne (Tim) frei nach Die kluge Bauerntochter der Brüder Grimm – Regie: Horst Hawemann (auch Aufführung im Fernsehen der DDR, Erstsendedatum: 20. April 1973)Vgl. Die kluge Susanne (1973). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 2. Juli 2025. 1972: Erich Blach: Die Bernsteinbrigade (Kurt Holz) – Regie: Horst Hawemann 1973: Ernst Bürger: Veilchen für Dolly (Arno) – Regie: Hans-Georg Simmgen 1973: Pjotr Pawlowitsch Jerschow: Das bucklige Pferdchen (Zar) – Regie: Horst Hawemann 1974: Eugen Eschner: König Jörg (Kanzler) – Regie: Konrad Zschiedrich (auch Aufführung im Fernsehen der DDR, Erstsendedatum: 1. Juni 1975)Vgl. König Jörg (1975). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 2. Juli 2025. 1974: Alfonso Sastre: Geschichte von der verlassenen Puppe (Lumpensammler) – Regie: Wolfgang Engel 1975: Georgi Polonski: Warten wir den Montag ab (Genka) – Regie: Horst Hawemann 1975: Erich Köhler: Vietnamesische Legende (Li) – Regie: Mirjana Erceg 1977: Aleksis Kivi: Die sieben Brüder (Aapo) – Regie: Berndt Renne 1978: Margarete Steffin: Wenn er einen Engel hätte (Schutzengel Georg) – Regie: Wolfgang Engel 1978: Dieter Süverkrüp: Das Auto Blubberbumm (Konzernherr von Rotz) – Regie: Herbert Fischer 1979: Joaquín Gutiérrez: Kokori (Affe) – Regie: Horst Hawemann 1979: Friedrich Wolf: Die Geschichte vom Hahn Hallo, dem Hund Schnapp und wie der weise Rabe Streit schlichtete (Hund Schnapp) – Regie: Mirjana Erceg 1979: Titus Maccius Plautus: Der Maulheld (Sklave Skeledrus) – Regie: Mirjana Erceg 1980: Georgi Nachutzrischwili: Der Aschenstocherer oder Kopf ist das Beste (König Dachtingur) – Regie: Joachim Siebenschuh (auch Aufführung im Fernsehen der DDR, Erstsendedatum: 17. April 1981)Vgl. Der Aschenstocherer oder Kopf ist das Beste (1981). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 2. Juli 2025. 1981: Brüder Grimm: Die Bremer Stadtmusikanten (Hund) – Regie: Helga Sasse 1982: Brüder Grimm: Hase und Igel (Igel) – Regie: Joachim Siebenschuh 1983: Wiktor Rosow: Unterwegs [unbekannt] – Regie: Hartwig Albiro 1983: Peter Ensikat: Dreiklang (Clown) – Regie: Joachim Siebenschuh (auch Aufführung im Fernsehen der DDR, Erstsendedatum: 11. Juni 1984)Vgl. Dreiklang (1984). In: Fernsehen der DDR. Online-Lexikon der DDR-Fernsehfilme, Fernsehspiele und TV-Inszenierungen, abgerufen am 2. Juli 2025. 1984: Helmut Baierl: Ihr seid ein Greenhorn, Sir! (Sam Hawkens) – Regie: Frieder Kranz 1984: Boris Aprilow: Timmi (Dombi) – Regie: Carl-Hermann Risse 1985: Brüder Grimm: König Drosselbart und das Mädchen Prinzessin (Königsvater) – Regie: Carl-Hermann Risse 1985: Albert Wendt: Der Vogelkopp (Vogelkopp) – Regie: Carl-Hermann Risse 1986: Horst Hawemann: Die Katze (Tiger) frei nach Rudyard Kipling – Regie: Carl-Hermann Risse 1987: Molière: Der Tartüff (Orgon) – Regie: Carl-Hermann Risse 1987: Alexander Tscherwinski: Unentschieden! (Pufik) – Regie: A. W. Borodin 1988: Carlo Gozzi: Der König Hirsch (Truffaldino) – Regie: Carl-Hermann Risse 1988: Dieter Wardetzky: Leben und Sterben des Wladimir Majakowski (mehrere Rollen) – Regie: Dieter Wardetzky 1988: Jewgeni Schwarz: Die Schneekönigin (König) frei nach Hans Christian Andersen – Regie: Peter Zimmermann 1989: Barbro Lindgren: Onkelchen (Onkelchen) – Regie: Renate-Luise Frost 1992: Horst Hawemann: Immer schön tiger (Hund) frei nach Rudyard Kipling – Regie: Horst Hawemann

Theater der Freundschaft (Regie) 1984: Pawel Maljarewski: Das Rübchen (mit Heiner Möbius) 1989: Paul Maar: Kikerikiste (im Rahmen des Theater-Sommerfez)

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