Rambach ist ein Ortsbezirk der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Der Ort erstreckt sich in einem engen Tal, welches zu den Ausläufern des Taunus zählt und durch das sich der für den Ort namensgebende Rambach schlängelt. Die Bebauung schließt direkt an die des benachbarten Stadtteils Sonnenberg an, an der Grenze mündet der Goldsteinbach in den Rambach.

Angrenzende Stadtteile und Nachbargemeinden Benachbarte Stadtteile sind Sonnenberg, Bierstadt, Heßloch und Naurod. An der nördlichen Grenze zu Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) liegt das Naturschutz- und FFH-Gebiet Theißtal von Niedernhausen.

Geschichte Der Ort entstand vermutlich Mitte des 12. JahrhundertsErhalten sind Reste der Wallburg Rambach., die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1264 in einem Güterbuch des Klosters Altmünster zu Mainz. 1441 kam Rambach zu Nassau, 1546 gab es einen Brand, bei dem die Kapelle und der Ortsteil Oberrambach zerstört wurden.Geschichte von Rambach auf www.wiesbaden.de

1845 wurden im Wald bei Rambach Reste eines römischen Gehöftes gefunden. Im Jahre 1892 wurde die neue, heute noch bestehende protestantische Kirche eröffnet. Architekt: Ludwig Hofmann. 1928 erfolgte die Eingemeindung nach Wiesbaden.

Im Jahr 1866 gelangte Rambach zu Preußen. Infolge lang anhaltender Regenfälle wurden einige Häuser des Ortes zerstört, die hölzerne Kirche musste schließlich abgerissen werden. 1891/1892 errichteten die evangelischen Christen ein steinernes Gotteshaus.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs bombardierten alliierte Luftstreitkräfte den Ort, 30 Einwohner fielen den Angriffen zum Opfer und zahlreiche Wohnhäuser wurden stark beschädigt.

In den frühen 1960er Jahren bauten sich die Katholiken des Ortes eine eigene Kirche und widmeten sie dem Evangelisten Johannes (siehe Bild).

Am 11. Juli 2014 wurde der Ort wiederum Opfer eines schweren Unwetters. An manchen Stellen stand das Wasser bis zu einem Meter hoch. Die zu dieser Zeit laufende 750-Jahr-Feier fiel buchstäblich ins Wasser.Wiesbaden unter Wasser

Bauwerke

Neben den hier abgebildeten Kirchengebäuden (evangelisch) und (römisch-katholisch, 2020 profaniert) verfügt der Stadtteil über das frühere Rathaus, das weiterhin von der Verwaltung genutzt wird. Es ging aus einem restaurierten Fachwerkbau hervor.

Kunstwerke mini|hochkant=1.0|Ute Steffens: Trio, Bronze, 1974 Im Jahr 1974 wurde eine von Ute Steffens geschaffene Bronze-Skulptur mit dem Titel Trio am Eingang der Ostpreußenstraße (Hausnummern 1–3) aufgestellt, die von der Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft der Stadt Wiesbaden in Auftrag gegeben worden war. Björn Lewalter und Axel Unbehend: Raum.Kunst, Skulptur in Wiesbaden seit 1955. Herausgegeben von der Landeshauptstadt Wiesbaden. Edition 6065, Wiesbaden, 2002. ISBN 9783980863902

Politik (Wahlergebnisse zum Ortsbeirat)

Seit 1972 wird im Rahmen der Kommunalwahlen in Hessen auch der Ortsbeirat des Ortsbezirkes Rambach gewählt. Die einzelnen Wahlergebnisse mit der sich daraus jeweils ergebenden Sitzverteilung sind nachfolgend zusammengestellt. Wahl-jahr Anteile der Wählerstimmen in % Wahlbeteiligungin %CDU SPD GRÜNE FDP REP 2021 25,3 30,4 35,3 9,0 – 54,4 2016 31,0 37,7 21,6 9,7 – 55,8 2011 38,7 42,9 14,3 4,1 – 50,0 2006 45,1 34,0 15,2 5,7 – 47,8 2001 45,2 45,8 – 4,9 4,1 55,3 1997 41,2 52,4 – 6,4 – 66,9 1993 36,2 50,5 – 13,3 – 69,4 1989 35,7 56,7 – 7,7 – 74,6 1985 42,2 46,7 5,0 6,1 – 72,5 1981 42,8 46,7 – 10,6 – 70,4 1977 44,3 45,5 – 10,2 – 79,9 1972 31,0 57,6 – 11,4 – 79,7

Sitzverteilung im OrtsbeiratJahr CDU SPD GRÜNE FDP Gesamt 2021 2 2 2 1 7 2016 2 3 1 1 7 2011 3 3 1 – 7 2006 3 2 1 1 7 2001 3 3 – 1 7 1997 3 4 – – 7 1993 2 4 – 1 7 1989 2 4 – 1 7 1985 3 3 – 1 7 1981 3 3 – 1 7 1977 3 4 – – 7 1972 2 5 – – 7

Weblinks

Rambach im Internetauftritt der Landeshauptstadt Wiesbaden

Einzelnachweise

Rambach