Der Feenkrieg ist ein Fantasy-Roman von Martina Dierks. Das Buch erschien im August 2001 im Altberliner-Verlag.
Der Roman behandelt die Abenteuer eines einsamen Mädchens namens Trish, welches auf seiner Suche nach Rettung für seinen Vater auf völlig unbekannte und verschiedene Welten stößt und viel dazulernen muss, um sich zurechtzufinden.
Handlung I. Teil Kapitel 1 bis 8 Trish von Magimare lebt allein mit ihrem Vater auf Magimare, einem Reich, das von der restlichen Welt abgegrenzt worden ist. Die Gründe für diese Ausgrenzung liegen Jahre zurück: Trishs Vater, ein großer Zauberer namens Agador, zerstritt sich einst mit den Feen, die die restliche Welt regieren. Er gab ihnen die Schuld für das Verschwinden seiner Ehefrau Morgana, der Mutter von Trish.
Trishs bisher einzige Freunde sind ihre Amme Joella und ihr sprechendes Pferd Veronese, die ab und zu Magimare besuchen kommen. Eines Tages, Joella ist gerade abwesend, erscheint ein Feebelchen auf Magimare. Es war schon immer Trishs größter Wunsch, einmal Magimare zu verlassen und das Land zu erkunden, dessen Hauptstadt die luxuriöse Stadt Goldonia ist. Trish nennt das namenlose Feebelchen Cherrybell. Cherrybell zufolge hat sich die Frostfee Fragila mit den üblichen Feen zerstritten, weil sie bei einem alljährlichen Wettbewerb nicht gewonnen hatte. Fragila hat Rache geschworen und Goldonia verlassen, ihren aktuellen Aufenthaltsort kennt niemand.
Agadors Auftauchen schlägt das Feebelchen in die Flucht, da der Magier eine enorme Abneigung gegen die Feen und alle anderen Zauberwesen hat. Er hatte einst einen Zauberbann auf Magimare gelegt, wodurch kein einziges Zauberwesen mehr in Magimare eindringen konnte, ohne zu vergehen. Trish leugnet Cherrybells Dasein zwar, doch ihr Vater ahnt, dass der Zauberbann nun gebrochen ist und er an Macht verloren hat.
Eine Legende erzählt Wundersames über den Turmalinoberg, der sich im Norden Magimares befindet: Ein böser Geist, genannt der schwarze Murgan, soll diesen bewohnen und kostbare Schätze hüten. Der schwarze Murgan kann sich in jede Gestalt verwandeln, wenn auch nicht dauerhaft.
Kurze Zeit nach Cherrybells Erscheinen spielt das Wetter verrückt: Der aktuelle Sommer verwandelt sich in den Herbst und kurz darauf in den Winter. Eines Nachts ertönt eine gewaltige Explosion und als Trish ihren Vater in seinem Zimmer vorfindet, sitzt dieser wie eine erstarrte Eisskulptur in seinem Sessel. Die Fähigkeit des Sprechens ist ihm abhandengekommen und er erkennt nichts und niemanden mehr.
Kapitel 9 bis 14 Trish will nach Goldonia reisen und die Feen um Hilfe bitten, damit sich diese mit ihrem Vater versöhnen. Sie nimmt den Kompass ihrer Mutter mit, den sie in deren Zimmer gefunden hatte und welcher geheimnisvolle Kräfte verbirgt. Kurz vor ihrem Aufbruch lernt sie den sprechenden Schneemann Freddo kennen, der sie auf ihrer Reise begleitet. Im Wünschelwald trifft sie auf den Waldkönig Farfallo und dessen Geliebte Venus, welche die Fee des Feuers und seit dem Wettbewerb aufgrund ihres Erfolges Fragilas Erzfeindin ist.
Kapitel 15 bis 24 Kurz nach ihrer Ankunft in Goldonia wird die Protagonistin von Jolirevette, der Fee der Träume, aufgelesen und im Feenpalast als ihr erstes Feebelchen untergebracht. Rosalie ist momentan nicht anwesend, da sie auf Kreuzfahrt gegangen ist. Trish erkennt gerade noch rechtzeitig, dass Jolirevette sie nur ausnutzen will, doch ihr Plan, sich selbstständig zu machen, wird erschwert: Fragila kehrt nämlich zurück und es wird bekannt, dass die ehemalige Feenkönigin Rosalie bei der Kreuzfahrt mit ihrem Schiff gesunken ist.
Kapitel 25 bis 30 Trish hat nun Freunde in Goldonia, Gil, den Sohn eines berühmten Goldschmiedes, in dem Feenschneider Daglint und in dem mittellosen Geschichtenerzähler Hans gefunden. Letzterer wohnt im Viertel der Fischermenschen und erzählt Trish etwas über den Streit zwischen den Feen und ihrem Vater. Gil und Trish werden dadurch zusammengeschweißt, dass sie beide keine Mutter mehr haben.
II. Teil Kapitel 31 bis 35 Fragila übernimmt die Macht; Trishs Versuch, sie um Hilfe zu bitten, scheitert. Das Nein der Fee hat einen Grund: Damals war Agador nämlich mit Fragila verlobt, bevor er die Fee für seine spätere Frau Morgana verließ. Die Feen verziehen ihm diesen Verrat nicht und verdammten ihn zur ewigen Einsamkeit.
Trish nimmt Daglints Hilfe an; er will ihr helfen, an Morganas Kompass zu kommen, den Jolirevette Trish abgenommen hat.
Kapitel 36 bis 42 Dem Faun Farfallo gelingt es, Agador aus seiner Starre zu lösen. Der Zauberer ahnt, dass sich Fragila mit dem schwarzen Murgan verbunden haben könnte und er bricht mit dem Faun und Joella nach Goldonia auf, um Trish zu retten.
Trish wird von eifersüchtigen Feebelchen in ein dunkles Verlies gesperrt, sodass niemand sie mehr finden kann. Sie, Cherrybell und einige andere Feebelchen müssen tatenlos den Moment ihrer Befreiung abwarten.
Kapitel 43 bis 48 Fragila veranstaltet anlässlich zu ihrer Krönung einen Maskenball. Agador, Joella und die Trolle des Faun sorgen mit ihrem Auftritt jedoch für Aufregung. Agadors Versuche, aus Fragila Trishs Standort herauszupressen, scheitern. Die Fee vergeht.
Agador, Joella, Jolirevette, Daglint, Gil, sein Vater, der Goldschmied Brabante und die Trolle finden sich im Ballsaal des Feenpalastes wieder. Die Wahrheit kommt nun ans Licht: Bei Daglint handelt es sich um den schwarzen Murgan, der sich in den Feenschneider verwandelt hat. Er war auf der Jagd nach Morganas Kompass, da dieser Gegenstand mehr Macht hat als der Berggeist. Daglint hatte Brabante auf dem Maskenball tödlich verletzt, um zu verhindern, dass der Goldschmied die Wahrheit über dessen reelle Identität ausplauderte. Brabante hatte für den schwarzen Murgan eine Rüstung geschmiedet, in der der Geist nun dauerhaft eine Gestalt annehmen kann, was ihm vorher nie gelungen war.
Daglint befreit Trish aus dem Verlies, um sie dann auf den Turmalinoberg zu entführen.
Kapitel 49 bis 54 Der schwarze Murgan behauptet Trish gegenüber, er habe sich in ihre Mutter Morgana verwandelt, doch das Mädchen schenkt ihm kein Vertrauen. In einem erbitterten Kampf gelingt es ihr und der Feuerfee Venus, den schwarzen Murgan zu besiegen, auch wenn man die Substanz dieses Wesens nicht völlig vernichten kann, da sich die Atome jederzeit wieder zusammenfügen können.
Ein Jahr später ist Venus nun zur neuen Feenkönigin ernannt worden und Trish und Gil leben nun glücklich auf Magimare zusammen. Die Hochzeit von Farfallo und Venus wird nun gefeiert.
Figuren Trish von Magimare Trish von Magimare ist die Hauptperson des Buches. Sie ist ungefähr 16 oder 17 Jahre alt. Ihre goldblonden Locken und grünen Augen hat sie von ihrer Mutter geerbt, die ihr sehr ähnlich sehen soll. Trish wird als sehr hübsch und intelligent beschrieben. Ihr Vater ist der große Zauberer Agador von Magimare, welcher sein einziges Kind auf übertriebene Weise behütet: Er verbietet ihr, den Schlosspark zu verlassen und untersagt den Gärtnern, mit Trish auch nur ein Wort zu wechseln. Trish rebelliert allmählich gegen diese Unterdrückung. Das Mädchen ist ins Reiten vernarrt und benimmt sich anfangs ziemlich jungenhaft.
Während ihres Aufenthaltes in Goldonia muss Trish lernen, dass man sich durch freundliche Worte nicht blenden lassen sollte. Am Ende sind sie und Gil ein Paar.
Agador von Magimare Agador von Magimare ist Trishs alleinlebender Vater. In seiner Jugend verbrachte er viel Zeit damit, gemeinsam mit seinem damaligen Freund Brabante im Meer der Buckelfische nach Perlen zu suchen. Agador verließ seine Verlobte Fragila, als er seine spätere Frau Morgana kennenlernte. Daraufhin wurde er von der Feenkönigin zur ewigen Einsamkeit verdammt.
Agador wird als großer, kräftiger Mann mit dichtem, schwarzem Haar, einem finsteren Gesichtsausdruck und unverwechselbaren blauen Augen beschrieben.
Morgana war ein sehr mysteriöser und zurückhaltender Mensch. Deshalb begann Agador, ihr zu misstrauen. Morgana hatte als Einzige die Präsenz des schwarzen Morgans deutlich gespürt, allerdings hatte ihr das niemand geglaubt. Deshalb war sie eines Nachts, kurz nach der Geburt ihrer Tochter, von Magimare fortgelaufen. Seitdem hatte Agador seine Frau nie wieder gesehen, er hatte sich von der Außenwelt abgegrenzt und alle seine ehemaligen Freunde zu seinen Feinden erklärt. Er verbringt seine Zeit hauptsächlich damit, die Bücher der alten Magier zu übersetzen und komplizierte Prophezeiungen und Rätsel zu deuten.
Eines Tages findet Trish ihren Vater schließlich in seinem Zimmer, erstarrt in einem Sessel sitzend. Später wird Agador von Farfallo geheilt, die beiden versöhnen sich wieder und brechen auf, um Trish zu retten.
Nach Ablauf eines Jahres lebt Joella gemeinsam mit Agador, Gil und Trish im Schloss von Magimare. Dem Buch zufolge sind Agador und Joella jedoch kein Liebespaar.
Joella Joella ist Trishs Amme und zählt zu den wenigen Freunden, die Agador noch geblieben sind. Sie kümmert sich viel um die beiden, sie wäscht beispielsweise einmal pro Woche die ganze Wäsche, schmückt für besondere Anlässe das Haus und backt die Torten für Trishs Geburtstag. Normalerweise lebt Joella nicht auf Magimare, sie stattet Trish und ihrem Vater jedoch oftmals einen Besuch ab. Sie wird als schöne Frau mit langen, dunkelblonden Zöpfen, roten Wangen und gebräunter Haut beschrieben. Joella besitzt ebenfalls magische Kräfte, kennt sich mit Kräutern aus und stammt aus einer alten Familie von Wahrsagern.
Cherrybell Cherrybell ist ein Feebelchen. Am Anfang dient sie Blaumarina, doch hinterher fällt sie einem bösartigen Plan der Kröte zum Opfer, so dass sie in die Kammer der Reue gesperrt wird. Cherrybell ist das erste Feebelchen, dem Trish begegnet. Sie hat lange, haselnussbraune Haare, eine sehr helle Haut und ist von schmaler Statur. Später freundet sich Cherrybell mit einem Nasenobtrollik an und wird zum ersten Feebelchen der Farbenfee.
Freddo Freddo ist ein sehr zierlich und ausgezeichnet gebauter Schneemann. Seine Augen bestehen aus zwei ungeschliffenen, grünen Smaragden, er trägt einen Zylinder aus blauer Seide und abgeschabte Stiefel aus Lackleder. Wesen, die nicht über magische Kräfte verfügen, können die Sprache eines Schneemanns normalerweise nicht verstehen. Freddo ist einst von Gil an den Waldrand von Magimare gebaut worden, als dieser noch ein Junge gewesen war. Seitdem erwacht Freddo jeden Winter und geht im Wünschelwald spazieren.
Der einsame Schneemann hat einen Herzenswunsch: Er will lesen und schreiben lernen. Nachdem Trish versprochen hat, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, begleitet er sie auf ihrer Reise nach Goldonia und nimmt sich fest vor, auf sie aufzupassen. Dies scheitert jedoch, nachdem ihm einer der Sturmsoldaten seine Smaragde ausgerissen hat. Freddo findet Unterschlupf bei dem mittellosen Geschichtenerzähler Hans.
Am Ende watet Trish mit Freddos Zylinder in den Händen hinaus ins Meer der Buckelfische. Dort lässt sie den geschmolzenen Freddo ins Meerwasser fließen.
Gil Gil ist der Sohn des goldonischen Goldschmiedes Brabante. Er hatte ebenfalls früh seine Mutter verloren und hat ein ziemlich schwermütiges Wesen. Er hat dunkle Locken und grüne Augen. Gil ist künstlerisch begabt, da er sehr schön geformte Schneemänner, wie Freddo, bauen kann. Agador hat zu Gil kein besonders gutes Verhältnis, da der Zauberer dem Goldschmied Brabante nicht verziehen hat, dass dieser den schwarzen Murgan befreit hat. Später leben Trish und Gil zusammen auf Magimare.
Brabante