St. Marein bei Neumarkt war bis Ende 2014 eine Gemeinde mit 915 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2016 Abgerufen am 29. August 2016) im Bezirk Murau in der Steiermark. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark ist sie seit 2015 mit den Gemeinden Dürnstein in der Steiermark, Kulm am Zirbitz, Mariahof, Perchau am Sattel, Neumarkt in Steiermark und Zeutschach zusammengeschlossen,Steiermärkische Gemeindestrukturreform. die neue Gemeinde führt den neuen Namen Neumarkt in der Steiermark.
Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.§ 3 Abs. 7 Z 2 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. . S. 3. Eine Beschwerde des Bürgermeisters von Sankt Marein bei Neumarkt an den Verfassungsgerichtshof gegen die Zusammenlegung war nicht erfolgreich.Beschluss des Verfassungsgerichtshofes vom 8. Oktober 2014, G 177/2014 über die Zurückweisung der Beschwerde (mit Hinweis auf den Beschluss vom 23. September 2014, G 41/2014).
Geografie St. Marein bei Neumarkt liegt etwa 20 km südöstlich von Murau. Höchste Erhebung des ehemaligen Gemeindegebiets ist der Kreiskogel in den Seetaler Alpen.
Ehemalige Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasste folgende zwei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2016): Sankt Georgen bei Neumarkt (499) Sankt Marein bei Neumarkt (416) Die Gemeinde bestand aus drei Katastralgemeinden Greuth (853,41 ha) St. Georgen (2.132,15 ha) St. Marein (2.489,90 ha)
Ehemalige Nachbargemeinden Sieben der neun ehemaligen Nachbargemeinden lagen im Bezirk Murau: Dürnstein in der Steiermark Kulm am Zirbitz Mühlen Neumarkt in Steiermark Perchau am Sattel Sankt Lorenzen bei Scheifling Zeutschach Oberweg (Bezirk Judenburg) Friesach (Bezirk St. Veit an der Glan)
Geschichte Die politische Gemeinde St. Marein wurde 1849/50 errichtet.Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
Das Schloss Lind (1601) der Gemeinde St. Marein bei Neumarkt diente während der nationalsozialistischen Herrschaft als Außenstelle (1942–1945) des KZ Mauthausen. Etwa 30 vorwiegend politische Häftlinge wurden für land- und forstwirtschaftliche Arbeiten sowie im Landwegebau der Gemeinde eingesetzt.
Per 1. Jänner 1963 wurde die ebenfalls seit 1850 bestehende Nachbargemeinde St. Georgen bei Neumarkt der Gemeinde St. Marein eingemeindet.Landesgesetzblatt für die Steiermark, Nr. 156/1962
Am 1. Jänner 2015 wurde die Gemeinde St. Marein bei Neumarkt in die neue Gemeinde Neumarkt in der Steiermark eingemeindet.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche St. Marein bei Neumarkt mini|Das Knappenhaus in der Pöllau, fertiggestellt 1727 mini|Pöllauer Ursprung, eine Karstquelle mini|Pfarrkirche von Pöllau
Die Gegend um Pöllau war früher ein recht bedeutender Fundort für Eisenerz. Vor dieser Zeit zeugt das erhaltene Knappenhaus. Schloss Lind und Das Andere Heimatmuseum Pfarrkirche St. Marein bei Neumarkt Pfarrkirche Greith Pfarrkirche Pöllau in Sankt Marein bei Neumarkt St. Jakob am Mitterberg, spätromanische Kirche, im Wiederaufbau Der Kaskadenwasserfall in der Graggerschlucht Handweberei Schaffer/Mayer Ursprungsquellen Gletschermühlen Das andere Heimatmuseum Schloss Lind Der See in See Die Ausgrabung der Kirche in St. Georgen Der alte Hochofen in Pöllau mit dem Pöllauer Ursprung beim Knappenhaus
Wirtschaft und Infrastruktur Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es 29 Arbeitsstätten mit 216 Beschäftigten in der Gemeinde sowie 283 Auspendler und 96 Einpendler. Es gab 83 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 42 im Haupterwerb), die zusammen 4.583 ha bewirtschafteten (Stand 2001).
Bildung Die Volksschule Sankt Marein bei Neumarkt hat im Schuljahr 2017/18 vier Klassen mit 61 Schülern.
Ehemalige Politik Der Gemeinderat mit 15 Mitgliedern hatte nach der Gemeinderatswahl 2010 folgende Verteilung: ÖVP 7, FPÖ 6 und SPÖ 2. Bis 2014 war Peter Müller (FPÖ) Bürgermeister.
Ehemaliges Wappen links|80px Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juni 1986. Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor dieses mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Blasonierung (Wappenbeschreibung): „In Blau pfahlweise ein goldener Akanthus mit einer wachsenden goldenen Lilie.“Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 37, 1987, S. 39.
Literatur Walter Brunner: Geschichte von St. Marein bei Neumarkt. St. Marein bei Neumarkt 1987.
Weblinks
Einzelnachweise
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