Eine Videospielverfilmung ist ein auf einem Computerspiel basierender Film oder eine videospielbasierte Fernsehserie.

Geschichte Ursprünglich wurden als ein Teil des Merchandising von Filmen auch Videospiele produziert, die thematisch mehr oder weniger eng an den Namensgeber der Spiele angebunden waren. Seit Mitte der 1990er Jahre kam es, bedingt durch die wachsende Popularität und den kulturellen Einfluss von Videospielen, auch zu Kooperationen in umgekehrter Richtung: Ein steigender Anteil der Videospiele wird nachträglich entweder direkt als Film umgesetzt oder in von ihnen inspirierten Filmen adaptiert.

Die erste Realverfilmung war 1993 die des von Nintendo publizierten Spiels Super Mario Bros. erschien ebenfalls unter dem Titel Super Mario Bros. und obwohl bekannte Schauspieler wie Bob Hoskins, John Leguizamo und Dennis Hopper verpflichtet worden waren, war dieses erste Experiment nicht erfolgreich. Auch weitere Verfilmungen früher Computerspiele hatten mit qualitativen und konzeptionellen Problemen zu kämpfen. Deutlich besser funktionierten hingegen Spiele zum Film. Moderne Spiele wie The Last of Us, die sich selbst bei der Inszenierung an Kinofilmen orientierten ließen sich wie in der gleichnamigen Fernsehserie The Last of Us adaptieren und waren deutlich erfolgreicher und auch aufwendiger produziert. Alternativ können moderne Videospielverfilmungen auch auf dem Quellmaterial der Spiele basieren, aber eigenständige Geschichten erzählen, die für das lineare Medium besser geeignet sind.

Zielpublikum Insbesondere die existierende Fanbasis, die quasi mit der Lizenz „eingekauft“ wurde, kann als Zielgruppe angesehen werden. Bei dieser besteht eine überproportional große Wahrscheinlichkeit, dass sie sich den Film ansehen wird, was das wirtschaftliche Risiko des Films minimiert. Es besteht allerdings die Gefahr, diese Zielgruppe durch starke Abweichung von der Vorlage abzuschrecken.

Auswahl von Videospielverfilmungen