miniatur|Gedenktafel in Brünn Oldřich Mikulášek (* 26. Mai 1910 in Prerau; † 13. Juli 1985 in Brünn) war ein tschechischer Dichter.
Leben
Der Sohn eines Eisenbahners besuchte die Bürgerschule und absolvierte 1927 die Wirtschaftsschule. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich zunächst als Arbeiter und Angestellter, seit 1933 als Redakteur, unter anderem im Tschechoslowakischen Rundfunk. Seit 1964 widmete er sich nur noch der Literatur. 1967 verletzte sich Mikulášek schwer. Die Folgen des Unfalls quälten ihn bis zum Ende seines Lebens.
In seiner zweiten Ehe Anfang der 1950er Jahre heiratete er die Rundfunkredakteurin Věra, die später zur Dramaturgin und Direktorin der Brünner Fernsehstation des Tschechoslowakischen Fernsehens aufstieg.
Zu seinen engen literarischen Freunden gehörten unter anderem Klement Bochořák, Adolf Kroupa, Josef Kainar, Ludvík Kundera, Jan Skácel und Milan Uhde.
Mitgliedschaften Er gehörte dem Literaturzirkel Q an.
Werke Mikulášek gehörte zu den bedeutenden Dichtern der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Er begann als Redakteur bei Brünner Tageszeitungen und Zeitschriften.
Seine Lyrik gehört zu den schwierigeren Werken der Literatur, so dass auch die Zensur der kommunistischen Regierung ihn nicht richtig einschätzen konnte. Seine Bücher wurden nicht kritisiert und wurden von 1971 bis 1980 lediglich deshalb verboten, weil er sich weigerte, eine negative Stellungnahme zum Prager Frühling abzugeben. Seine poetischen Werke richten sich gegen das Alltägliche und Wiederkehrende. Auf der anderen Seite dichtet er über Liebe, feierliche Oden an den Wein, an seine Stadt Brünn und Südmähren, allerdings meist verbunden mit Todesgedanken. Am Anfang seiner dichterischen Tätigkeit gehörte er zu den Vertretern des Poetismus.
Gedichtbände Černý bílý ano ne, 1930 Marné milování, 1940 Křídlovka, 1941 Tráva se raduje, 1942 Podle plotu, 1946 Pulsy, 1947 Horoucí zpěvy, 1955 Divoké kačeny, 1955 Krajem táhne prašivec, 1957 Ortely a milosti, 1958 První obrázky, 1959 Albatros, 1961 Pohádka o brněnském krokodýlovi, 1961 Svlékání hadů, 1963 To království tvé, 1966 Šokovaná růže, 1969 Kam létají labutě, 1970 Agogh, 1980 Žebro Adamovo, 1981 Veliké černé ryby a dlouhý bílý chrt, 1981 Sólo pro dva dechy, 1983 Čejčí pláč, 1984 Druhé obrázky, 1986
Siehe auch: Liste tschechischer Schriftsteller
Weblinks
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