mini|hochkant=1.5|Luftaufnahme der Außenalster mit Alsterpark Der Alsterpark führt entlang des Alsterufers rund um die Außenalster und schließt die Bereiche Schwanenwik, das Eduard-Rhein-Ufer und das Alstervorland mit ein. Im Süden beginnend führt der Park östlich durch die Hamburger Stadtteile St. Georg, Hohenfelde, Uhlenhorst und Winterhude, ab der Krugkoppelbrücke westlich durch das Alstervorland in Harvestehude und Rotherbaum bis zur Kennedybrücke am Übergang zur Binnenalster.

Lage mini|hochkant|Skulptur „Jüngling mit Möwe“ von Fritz Fleer unterhalb der Kennedybrücke An der Südspitze des künstlich gestauten Alstersees teilt sich der Alsterpark im Stadtteil St. Georg in zwei Bereiche – am Alsterufer im Verlauf der Kennedybrücke und als Grünanlage zwischen Kennedy- und Lombardsbrücke. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es eine Unterführung zwischen Außen- und Binnenalster. Am Ufer entlang der Straße An der Alster befindet sich die Gurlittinsel. Über die Verbindung Schwanenwik streift der Alsterpark Hohenfelde, entlang der Straße Schöne Aussicht nördlich des Mundsburger Kanals beginnt der Stadtteil Uhlenhorst und das Eduard-Rhein-Ufer. Über die Herbert-Weichmann-Straße und die Langenzugbrücke gelangt man nach Winterhude. Am Ufer entlang der Straßen Bellevue und Fernsicht in Richtung Krugkoppelbrücke gelangt man ans nördliche Ufer. Der Harvestehuder Weg führt durch das Alstervorland am westlichen Ufer im Stadtteil Harvestehude. Die Straße Alsterufer führt durch den Stadtteil Rotherbaum zurück zur Kennedybrücke. Die Alsterrunde um die Außenalster ist eine beliebte Laufstrecke für Jogger und etwa 7,4 km lang.

Das östliche Ufer Alsterlust Das östliche Ufer beginnt an der Kennedybrücke im Stadtteil St. Georg. Überquert man die nach John F. Kennedy benannte Brücke, so überquert man den 10. Längengrad, eine Markierung auf der Brücke zeigt den Meridian. Gleich hinter der Brücke befindet sich eine der wenigen noch vorhandenen Skulpturen, die während der Ausstellung „Plastik im Park“ zur Gartenbauausstellung 1953 im Alsterpark stattfand. Sie stammt von Max Bill und heißt „Rhythmus im Raum“. Die Alster und der Alsterpark zogen seit vielen hundert Jahren die Menschen an und luden zum „Lustwandeln“ ein – so nannte man das Spazieren und Flanieren am Alsterufer. Bootsausflüge waren „Lustfahrten“ und Baden war sehr beliebt. mini|Badeanstalt „Alsterlust“ 1905 Am Ufer vor dem Atlantic-Hotel (heutige Lage) entstand eine Badestelle. Sie wurde 1792/93 von der Patriotischen Gesellschaft erstmals eingerichtet. Sie wurde 1845 abgerissen.Kleine Notizen. In: Bergedorfer Wochenblatt und Eisenbahn-Zeitung. 21. Dezember 1845, S. 1, (Digitalisat) An ihre Stelle kam die „Donner’sche Badeanstalt“. Sie wurde zur Jahreswende 1870/71 von der „Möller’schen Badeanstalt“ abgelöst, die um 1886 demontiert wurde. Am 1. Juli 1888 wurde hier die unter dem Namen „Alsterlust“ bekannte Badeanstalt eröffnet.Tages-Neuigkeiten. Alsterlust. In: Hamburgischer Correspondent. 1. Juli 1888, S. 5, (Digitalisat) Der Bau entstand unter der Anleitung des Architekten Georg Thielen. Zu der Badeanstalt gehörten auch ein Restaurant und Räumlichkeiten für Veranstaltungen. Hier saßen am Wochenende 8./9. September 1888 Vertreter von vier Hamburg-Altonaer, zwei Berliner und einem Braunschweiger Eissportverein zusammen, um einen „Deutschen Eislauf-Verband“ vorbehaltlich der Zustimmung der Frankfurter und Münchner Vereine zu gründen.Tagesbricht. Deutscher Eislauf-Verband. In: Hamburger Fremdenblatt. 10. September 1888, S. , (Digitalisat) Am 29. Oktober 1888 besuchte Wilhelm II. Hamburg.Kaiser Wilhelm II. in Hamburg. In: Hamburgischer Correspondent. 29. Oktober 1888, Abend-Ausgabe, S. , (Digitalisat) Er traf in der Alsterlust zahlreiche Hamburger Honoratioren zum Mittagessen. Im Frühjahr 1903 eröffnete hier eine Ausstellung, die Kunstphotographien zeigte.

Ein Stück weiter befindet sich eine kleine Brücke. Sie führt auf die Gurlittinsel, eine kleine Felseninsel mit einer Segelschule und einem Ruderclub direkt im Wasser. Bootfahren hat Tradition und im Alsterpark gibt es mehrere Bootshäuser, Ruderclubs und Segelschulen.

Schwanenwik Der Name Schwanenwik leitet sich von „Schwanen-Bucht“ ab. Gemeint war damit die Hohenfelder Bucht – ein Lieblingsplatz der Alsterschwäne, die in Hamburg durch das „Schwanenwesen“ besonders geschützt sind. Die Alsterschwäne gelten in Hamburg als Wahrzeichen und haben über den Winter ein eigenes Quartier am Eppendorfer Mühlenteich, wo sie durch den Schwanenvater besonders gehegt und umsorgt werden. Schwanenwik, so heißt die Straße entlang des Ufers, die 1853–58 als Verbindungsweg zwischen St. Georg und Uhlenhorst entstand. An ihr liegt das Literaturhaus Hamburg. Auf etwa gleicher Höhe am Parkweg befindet sich das Denkmal für Wolfgang Borchert. Sein Nachkriegsdrama „Draußen vor der Tür“ wurde einen Tag nach seinem Tod in den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt. Häufig ist mit dem Namen Schwanenwik auch die große Wiese des Alsterparks gemeint. Bis in die 1920er Jahre gab es hier eine weitere öffentliche Badeanstalt. Von der Badeanstalt führte im Zweiten Weltkrieg ein Steg zu einer Flakbatterie in der Außenalster („Bürgermeister-Krogmann-Stellung“), die Dienstvillen des NS-Systems rund um die Alster vor Luftangriffen schützen sollte. Das Denkmal von Edwin Scharff – „Drei Männer im Boot“ und ein Gedenkstein an der Schwanenwik-Wiese erinnern an drei Gefallene im Zweiten Weltkrieg, die auf dieser Flakbatterie eingesetzt waren.

Das Eduard-Rhein-Ufer An der Alster-Perle beginnt das Eduard-Rhein-Ufer entlang der Straße Schöne Aussicht in Uhlenhorst. Der Stifter, Erfinder und Chefredakteur der Programmzeitschrift „Hörzu “ Eduard Rhein hatte in dieser Straße seinen Wohnsitz. An der Feenteichbrücke in nördlicher Richtung rechts befindet sich der Feenteich mit dem Gästehaus des Senats. Am Ende des Eduard-Rhein-Ufers befinden sich der Norddeutsche Regatta Verein und die Ruder-Gesellschaft Hansa e. V. Gegenüber befindet sich das islamische Zentrum mit der blauen Imam Ali Moschee. Auf einer großen Wiese am Übergang zur Fährhausstraße befindet sich der Neubau des Werks „Double Triangular Pavilion for Hamburg“ von Dan Graham. Ein begehbarer Glaspavillon auf der Wiese, in dem sich das Sonnenlicht auf besondere Weise spiegelt. Der Lange Zug, ein Ableger der Osterbek trennt die beiden Stadtteile Uhlenhorst und Winterhude.

Bellevue und Fernsicht Die Straße Bellevue macht den Abschluss am östlichen Alsterufer. Viele Stadtvillen umsäumen hier den Alsterpark im Stadtteil Winterhude und prägen das Straßenbild. Der Park verläuft direkt am Alsterufer, Bänke und Liegewiesen befinden sich direkt an dem mit Seerosen bedeckten Wasser. Von der Straße Fernsicht hat man einen Blick über die ganze Außenalster. Die Krugkoppelbrücke und die Straße Fernsicht bilden das nördliche Ufer und die Verbindung ans westliche Alsterufer. An der Straße Fernsicht zweigt sich der Rondeelkanal ab, die Krugkoppelbrücke führt über den Alsterkanal.

Das westliche Ufer Das Alstervorland

Das Alstervorland in Harvestehude beginnt am Harvestehuder Weg westlich der Krugkoppelbrücke. Ursprünglich war hier Weideland. Pläne, hier einen öffentlichen Park anzulegen, gab es schon Ende des 19. Jahrhunderts. Zur Internationalen Gartenbauausstellung im Jahr 1953 konnte man den Plan umsetzen. Vorher wurden private Gartengrundstücke, die teilweise bis ans Ufer reichten, zurückgekauft, einige wurden auch enteignet. Die internationale Gartenbauausstellung fand zeitgleich in Planten un Blomen statt. Im Alstervorland sollte parallel dazu die Ausstellung „Plastik im Freien“ stattfinden. Der Hamburger Garten- und Landschaftsarchitekt Gustav Lüttge wurde beauftragt, aus dem Alstervorland einen öffentlichen Park zu gestalten. Er legte Wege und einen Teich mit einer Brücke an, die japanischen Laternen kamen erst später dazu. Im nordwestlichen Teil wurde eine Promenade mit kleinen Mauern als Abgrenzungen der Hochbeete angelegt. Hier gab es Standflächen für die ausgestellten Skulpturen. Ebenso auf der Wiese und in anderen Bereichen des Alsterparks rund ums Ufer wurden Skulpturen und Plastiken kunstvoll in Szene gesetzt. Es entstand die Idee, den Menschen Kunst auf öffentlichen Flächen und Wegen zugänglich zu machen, ohne dafür ein bestimmtes Gebäude zu betreten oder Eintritt zahlen zu müssen. Erhalten sind bis heute die angelegten Wege – teilweise mit kleinen Mauern, der Teich mit Brücke und der Baumbestand. Besondere Bäume aus dieser Zeit sind der Amerikanische Amberbaum, der Trompetenbaum – beide wurden 1950 gepflanzt sowie die Kaukasische Flügelnuss aus dem Jahr 1930. Sie befindet sich direkt vor dem Alsterschiffanleger Fährdamm. Einige der Skulpturen haben den Standort gewechselt, neue sind hinzugekommen. Mit Eröffnung der Gartenbauausstellung wurde dieser Teil des Alsterparks feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

Das Alsterufer in Rotherbaum Am Fährdamm beginnt der Stadtteil Rotherbaum und das Alstervorland geht ins Alsterufer über. Hier führt der Parkweg direkt am Ufer entlang und auch die meisten Bänke stehen direkt am Wasser. Am Anleger Rabenstraße befinden sich das Polizeikommissariat der Wasserschutzpolizei und seit September 2021 das neue Wasserrettungszentrum direkt nebeneinander. Imposante Häuser bilden auch hier die Kulisse für den Alsterpark. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das Kriegerdenkmal des zweiten Infanterie-Regiments 1870–71 von Johannes Schilling auf einem Marmorsockel mit steinerner Einfriedung. An der Straße Fontenay befindet sich der Gedenkstein für John Fontenay, Kaufmann und Reeder sowie Namensgeber der gleichnamigen Straßen. Die Straße Alsterufer, an der sich der Der Hamburger und Germania Ruder Club mit neuem Gebäude präsentiert führt bis ans südliche Ufer der Alster und zurück zur Kennedybrücke im Stadtteil St. Georg.

Denkmäler und Skulpturen mini|hochkant|Skulptur „Drachensteigenlassende Kinder“ von Gerhard Brandes, 1963 Viele Denkmäler und Skulpturen schmücken den Alsterpark auf den Wiesen und Wegen rund ums Ufer. Einige stammen noch aus der bereits genannten Ausstellung „Plastik im Freien“, andere aus dem Programm „Kunst im öffentlichen Raum“. Bekannte Werke sind: „Vier Männer auf Bojen“ von Stephan Balkenhol von 1993. Eine seiner Figuren befindet sich auf der Alster am Schwanenwik. Die Bronze „Drachensteigenlassene Kinder“ aus dem Jahr 1963 stammt von Gerhard Brandes. Die „Große Stehende“ aus dem Jahr 1958 ist von Jörn Pfab. Die zweiteilige Skulptur „Orpheus und Eurydike“ stammt aus dem Jahr 1958 von Ursula Querner. Metalldiebe stahlen Eurydike und die Skulptur war lange Zeit unvollständig und erlangte als Kunstraub Bekanntheit. An der Alten Rabenstraße befindet sich auf einem Gestell das Straßenschild mit einer Rabenskulptur aus dem 19. Jahrhundert. Die Skulptur stammt von Franz Andreas Meyer. Von Manfred Ritthoff-Linau sind die Skulpturen „Mit Blick auf den See“ aus dem Jahr 1991, von 1993 „Die Hüterin des Sumpfes“ und aus dem Jahr 1995 „Die Fremde am Wasser“. Seine Skulpturen befinden sich alle am östlichen Alsterufer. Im Oktober 2021 stellten Tierschützer ein Mahnmal für die Opfer von weltweiten Tierversuchen auf. Die Tierskulptur der „Hamburger Stadtmusikanten“ befand sich auf einer Wiese im Stadtteil Uhlenhorst an der Schönen Aussicht. Aus Sicherheitsgründen wurde das Mahnmal inzwischen in eine Fußgängerzone im Stadtteil Altona versetzt.

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