Sabine Doering-Manteuffel (geborene Künsting; * 3. August 1957 in Bonn) ist eine deutsche Ethnologin und seit dem 1. Oktober 2011 Präsidentin der Universität Augsburg.
Leben und Werk Nach dem Studium der Ethnologie und Volkskunde in Köln und Bonn, das sie 1984 an der Universität zu Köln mit der Promotion abschloss, war sie bis 1989 an der Universität Bonn als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. 1987 war sie Visiting Scholar an der Memorial University of Newfoundland, St. John’s, Kanada. 1988 hatte sie ein Post-Doc-Stipendium am Maison des Sciences de l’Homme in Paris. Nach der Habilitation an der Universität Mainz 1993 erhielt sie 1995 einen Lehrstuhl in Augsburg. 1999 war sie Gastprofessorin am Center for West European Studies an der University of Pittsburgh, USA. 2003 nahm sie eine Gastprofessur (Directrice d’Études associée) am Maison des Sciences de l’Homme in Paris an. Von 2008 bis 2011 war sie Dekanin der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg. Am 8. Juni 2011 wurde sie zur Präsidentin der Universität Augsburg gewählt, im Oktober 2011 trat sie das Amt an. Sie wurde 2015, 2019 und 2023 für dieses Amt wiedergewählt. Von 2013 bis 2023 war sie Vorsitzende der Bayerischen Universitätenkonferenz Uni Bayern e. V. 2021 wurde sie letztmals für dieses Amt wiedergewählt. Sie ist Vorstandsmitglied des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege.
Ihr 2008 erschienenes Buch Das Okkulte wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem „Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur“.Klaus P. Prem, Presse – Öffentlichkeitsarbeit – Information, Universität Augsburg: „Geisteswissenschaften International“: Übersetzungspreis für „Das Okkulte“ der Augsburger Ethnologin Sabine Doering-Manteuffel. In: idw-online.de. Informationsdienst Wissenschaft. 16. Mai 2009, abgerufen am 14. Dezember 2018. Darin betrachtet sie die Verbreitung des „Okkulten“, das sie mit „Unvernunft“ gleichsetzt, vom Mittelalter bis in die Gegenwart durch Medien wie den Buchdruck und das Internet.Das Okkulte, S. 288 f. Zit. n. Bernhard Fresacher: Die zwei Naturen Christi – Der Gottmensch als Paradigma der Unterscheidung. In: Parallelwelten. Christliche Religion und die Vervielfachung von Wirklichkeit. Hrsg. von Johann Ev. Hafner, Joachim Valentin. W. Kohlhammer, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-020565-9, S. 181–201, hier: S. 190 Anm. 26 (). Ihrer Ansicht nach ist etwa auch Wikipedia ein „Forum für okkulte Inhalte“.Das Okkulte, S. 275.
In einer Podiumsdiskussion, die 2012 von der FDP Bayern veranstaltet wurde, sprach sich Doering-Manteuffel für Studiengebühren aus.(BPP): . In: bundespresseportal.de, 19. Oktober 2012, abgerufen am 14. Dezember 2018.
Sabine Doering-Manteuffel ist verheiratet mit dem Historiker Anselm Doering-Manteuffel.
Auszeichnungen 2022: Bayerischer Verdienstorden 2023: Christoph Mendel von Steinfels-Medaille der Universität BayernUniversität Bayern e. V. Bayerische Universitätskonferenz Aktuelles vom 16. Juni 2023: Gebündelte Kraft: 20 Jahre Universität Bayern, abgerufen am 19. Juni 2023.
Schriften Meine Ehre heißt Treue. Ethnologische Untersuchung eines Callasclubs in der Bundesrepublik (= Spiegelbild. Band 2). Spiegelbild, Köln 1986, (Zugl.: Köln, Univ., Diss., 1984). Die Eifel. Geschichte einer Landschaft. Campus, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-593-35356-3 (Habilitation). Das Okkulte. Eine Erfolgsgeschichte im Schatten der Aufklärung. Von Gutenberg bis zum World Wide Web. Siedler, München 2008, ISBN 978-3-88680-888-5. Okkultismus. Geheimlehren, Geisterglaube, magische Praktiken. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-61220-6.
Weblinks
Präsidentin. Webseite an der Uni Augsburg Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel. Lehrstuhlinhaberin. Europäische Ethnologie/Volkskunde. Webseite an der Uni Augsburg
Einzelnachweise
Kategorie:Volkskundler Kategorie:Präsident (Universität Augsburg) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Augsburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Frau