mini|Links Argenstein, rechts Wolfshausen mini|Wolfshausen hinter der Bundesstraße 3a, hinter den Bäumen der Lahnaue Argenstein und Niederweimar

Wolfshausen ist einer der zwölf Ortsteile der Gemeinde Weimar (Lahn) im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Wolfshausen erfolgte unter dem Namen Woluishusen im Jahr 1269. Im Jahr 1774 wurde im Ort eine Schule erbaut, die heute das Bürgerhaus ist.

Zum 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wolfshausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Gemeinde Weimar (Lahn) eingemeindet. Für Wolfshausen wurde wie für die übrigen Ortsteile von Weimar ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen XXX angehört(e):

vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Gericht Oberweimar auch genannt Reitzberg (Gericht Oberweimar bestand aus den Orten Oberweimar, Niederwalgern, Kehna, Altna, Weiershausen, Hermershausen, Ciriaxweimar, Gisselberg, Ronhauſen und Wolfshausen, sowie der Hälfte von Dilschhausen und Elnhausen) ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt MarburgDie Zugehörigkeit des Amtes Marburg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: , und 1604–1648: Heiliges Römisches Reich, strittig zwischen Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und Landgrafschaft Hessen-Kassel (Hessenkrieg), Amt Marburg ab 1648: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Marburg ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Kaldern und Reitzberg 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Ebsdorf ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Kaldern und Reitzberg ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis MarburgVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 73 f.Trennung von Justiz (Landgericht Marburg) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Marburg ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Marburg ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Gemeinde Weimar

Gerichte seit 1821 Mit Edikt vom 29. Juni 1821 wurden in Kurhessen Verwaltung und Justiz getrennt. In Marburg wurde der Kreis Marburg für die Verwaltung eingerichtet und das Landgericht Marburg war als Gericht in erster Instanz für Wolfshausen zuständig. 1850 wurde das Landgericht in Justizamt Marburg umbenannt. Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Justizamtes in Amtsgericht Marburg.Verordnung über die Gerichtsverfassung in vormaligen Kurfürstentum Hessen und den vormals Königlich Bayerischen Gebietstheilen mit Ausschluß der Enklave Kaulsdorf vom 19. Juni 1867. (PrGS 1867, S. 1085–1094)Verfügung vom 7. August 1867, betreffend die Einrichtung der nach der Allerhöchsten Verordnung vom 19. Juni d. J. in dem vormaligen Kurfürstentum Hessen und den vormals Königlich Bayerischen Gebietstheilen mit Ausschluß der Enklave Kaulsdorf, zu bildenden Gerichte () Auch mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1879 blieb das Amtsgericht unter seinem Namen bestehen. 1932 wurde das Amtsgericht Fronhausen zuständig und mit dessen Auflösung 1948 das Amtsgericht Marburg.

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Wolfshausen 360 Einwohner. Darunter waren 6 (1,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 63 Einwohner unter 18 Jahren, 162 zwischen 18 und 49, 66 zwischen 50 und 64 und 66 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 153 Haushalten. Davon waren 39 Singlehaushalte, 48 Paare ohne Kinder und 54 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 108 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Einwohnerentwicklung Quelle: Historisches Ortslexikon • 1577: 8 Hausgesesse • 1681: 8 hausgesessene Mannschaften • 1734: 79 Einwohner • 1838: Familien: 11 nutzungsberechtigte Ortsbürger, 3 Beisassen

Historische Religionszugehörigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon • 1861: 140 evangelisch-lutherische Einwohner, 6 Mitglieder abweichender Sekten. • 1885: 129 evangelische und 4 andere Christen. (Keine Katholiken) • 1961: 195 evangelische, 19 römisch-katholische Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon • 1746: Erwerbspersonen: 32 Ackerleute, 2 Schmiede, 2 Wagner, 3 Schneider, 8 Leineweber, 2 Gastwirte, 2 Maurer, 5 Zimmerleute, 2 Fischer, 2 Müller, 18 Tagelöhner. • 1743: Erwerbspersonen: 10 Ackerleute, 2 Leineweber, 2 Schmiede, 2 Wagner, 1 Schneider, 3 Wirte. • 1838: Familien: 14 Ackerbau, eine Gewerbe, eine Tagelöhner. • 1961: Erwerbspersonen: 38 Land- und Forstwirtschaft, 33 Produzierendes Gewerbe, 18 Handel und Verkehr, 18 Dienstleistungen und Sonstiges.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Vereine Unter anderem ist in Wolfshausen der Tennisverein (TV) Weimar ansässig. Außerdem gibt es im Ort einen Gymnastikverein, einen Kirchenchor sowie die Freiwillige Feuerwehr und die ebenfalls dort beheimatete Motorradsportvereinigung (MSV) Lahnberge, die auch die Motocross-Strecke in Wolfshausen betreibt. Zudem gibt es noch einen Vogel- und Naturschutzverein. Am 19. Mai 2011 wurde der Verein „Förderverein Bürgerhilfe Weimar“ mit Sitz in Wolfshausen gegründet.

Bauwerke mini|Kirche

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Wolfshausens sind die aus dem 11. Jahrhundert stammende Evangelische Kirche Wolfshausen, die das mittelalterliche Bild des Ortskerns prägt, sowie die ehemalige Schule, die ab 1978 zum Bürgerhaus des Dorfs umgebaut wurde.

Tourismus Neben einem Hotel ist Wolfshausen insbesondere durch das ehemalige Kreisjugendheim, heutige bsj, Bildungs-, Freizeit und Tagungsstätte Wolfshausen bekannt. Wolfshausen liegt an der Lahn und am Lahntalradweg.

Literatur

Weblinks

Ortsteil Wolfshausen. In: Webauftritt der Gemeinde Weimar.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Marburg-Biedenkopf Kategorie:Geographie (Weimar (Lahn)) Kategorie:Ort an der Lahn Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Marburg-Biedenkopf) Kategorie:Gemeindeauflösung 1974