Der Subaru Legacy ist ein Automobil der Mittelklasse von Subaru, das zwischen 1989 und 2025 hergestellt wurde. Die siebte Modellgeneration wurde nur noch in Nordamerika angeboten.

Der Legacy ist wie bei Subaru üblich mit einem Boxermotor und Allradantrieb ausgestattet. Er war als Stufenheck (Sedan) und Kombi (Station Wagon) verfügbar. Zeitweise gab es ihn auch als Pick-up (Baja). Der Subaru Outback wurde in den ersten Generationen als Legacy Outback verkauft und ist von diesem abgeleitet.

Die in Deutschland angebotenen Motorisierungen reichen von 76 kW/103 PS (1,8-Liter-Vierzylinder von 1989) bis zu 195 kW/265 PS (2,5-Liter-Vierzylinder-Turbo, bis 2014).

Typische Merkmale des Legacy sind: rahmenlose Seitenscheiben (bis zur vierten Generation) eine für einen Pkw hohe Anhängelast von bis zu zwei Tonnen Verwendung eines Untersetzungsgetriebes (bei den meisten Kombimodellen mit Schaltgetriebe) Einsatz einer Berganfahrhilfe (bei den meisten Kombimodellen mit Schaltgetriebe) eine Niveauregulierung beim Modell Hubertus und anderen Kombimodellen

Als weitere Besonderheit wurde im Frühjahr 2008 ein 2,0-Liter-Dieselmotor mit 110 kW und 350 Nm Drehmoment eingeführt, der der einzige in Serie gebaute Boxer-Dieselmotor der Welt ist. Bis zum Jahr 2011 bot Subaru in Verbindung mit dem 2,0- und dem 2,5-Liter-Ottomotor eine Autogasanlage ab Werk an.

Zwischen 1989 und 2019 wurde der Legacy in Australien als Subaru Liberty verkauft.

1. Generation (BC/BJF, 1989–1994)

Der erste Legacy wurde im Januar 1989 weltweit präsentiert. Zur serienmäßigen Ausstattung der Limousine Sedan 2200 AWD gehörten eine 5 -Gang-Schaltung, ABS, Servolenkung, Zentralverriegelung, höhenverstellbares Lenkrad, zwei elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Rückrollsperre und ein elektrisches Glasschiebedach, geregeltem Drei-Wege-Katalysator.

In Deutschland gab es zunächst folgende Modelle: Sedan 1800 (Limousine): 1,8-Liter-Vierzylinder-Boxermotor (76 kW/103 PS), Preis 1989: 29.000 DM Sedan 2200 (Limousine): 2,2-Liter-Vierzylinder-Boxermotor (100 kW/136 PS), Preis 1989: 35.000 DM Kombi Station (Kombi in Grundausstattung) 1,8-Liter-Vierzylinder-Boxermotor (76 kW/103 PS), Preis 1989: 28.000 DM Kombi Super Station 1800 (Kombi mit erweiterter Ausstattung) 1,8-Liter-Vierzylinder-Boxermotor (76 kW/103 PS), Preis 1989: 31.300 DM Kombi Super Station 2200 (Kombi mit besserer Ausstattung) 2,2-Liter-Vierzylinder-Boxermotor (100 kW/136 PS), Preis 1989: 36.000 DM

Der Sedan und Super Station waren auch mit einer 4-Stufen-Allrad-Automatik lieferbar und alle angebotenen Fahrzeuge begnügten sich auch mit Normalbenzin.

Nach einem Facelift im August 1991 wurde zusätzlich ein 2,0-Liter-Turbomotor mit 147 kW (200 PS) angeboten. Die Turbovariante unterschied sich äußerlich von den anderen Modellen durch die Bereifung, eine Lufthutze, Heck- und einen Heckspoiler. Zudem gab es Sondermodelle wie den Hubertus und eine limitierte Version Edition, die ausschließlich 1992 verkauft wurde. Diese Edition hatte aufbauend auf dem 2.0GL-Modell Mehrausstattung wie ein Schiebedach und ein eigenes Muster in der Polsterung.

2. Generation (BD/BG, 1994–1999)

Die zweite Baureihe wurde im September 1994 eingeführt, die Modellbezeichnungen wurden wie folgt geändert:

Legacy LX bzw. SwissStation (einfach ausgestattetes Basismodell, z. B. in der Schweiz angeboten) Legacy GL (einfach ausgestattetes Modell mit 2,0-Liter-Motor) Legacy GX (besser ausgestattetes Modell mit 2,2-Liter-, ab Mitte 1996 mit 2,5-Liter-Motor) Legacy Outback (Modell mit erhöhter Bodenfreiheit, ab Mitte 1996 mit 2,5-Liter-Motor)

Die Leistung des 2,2-Liter-Motors wurde von 100 kW (136 PS) auf 94 kW (128 PS) reduziert, die des 2,0-Liter-Motors blieb bei 85 kW. Der 1,8-Liter-Motor und das Turbomodell entfielen. Die Modelle GL und GX gab es sowohl als Limousine als auch als Kombi, den Outback gab es in Europa nur als Kombi. Mit der neuen Baureihe wurden erstmals Fahrer- und Beifahrerairbags in Legacy-Modelle eingebaut.

Im Rahmen einer Modellpflege im Juli 1996 wurde der 2,2-Liter-Motor durch einen 2,5-Liter-Motor mit 110 kW (150 PS) ersetzt. Das Modell besaß eine Luftfederung, mit deren Hilfe sich die Bodenfreiheit um 40 mm vergrößern lassen konnte. Zusätzlich wurde die Modellreihe Legacy Outback eingeführt, die über eine höhere Bodenfreiheit und eine spezielle Ausstattung für den Schlechtwegeeinsatz verfügte, wie zum Beispiel ein Hinterachs-Sperrdifferential. Mit dem Facelift wurde die Sicherheitsausstattung je nach Ausstattungslinie außerdem um Seitenairbags erweitert.

3. Generation (BE/BH, 1998–2003)

Im November 1998 wurde die deutlich modernisierte dritte Baureihe eingeführt, wobei die Produktion der vorigen Generation noch bis März 1999 weiterlief.

Legacy GL (Grundausstattung mit 2,0-Liter-Motor und 92 kW/125 PS) Legacy GX (bessere Ausstattung mit 2,5-Liter-Motor und 115 kW/156 PS) Legacy GT (Vollausstattung mit 2,0-Liter-Twin-Turbo-Motor und 206 kW/280 PS) nicht auf dem deutschen Markt. Legacy GT-B ist eine erweiterte Version des Legacy GT, das „B“ im Namen weist auf das serienmäßig verbaute Bilsteinfahrwerk hin Legacy Outback (höhergelegte Offroad-Version mit 2,5-Liter-Motor und 115 kW/156 PS, ab Frühjahr 2000 auch mit 3,0-Liter-Motor und 154 kW/209 PS)

Die Leistung der Motoren wurde angehoben und mit dem Frühjahr 2000 eingeführten Outback H6 3.0 kam erstmals ein Sechszylinder-Boxermotor beim Legacy zum Einsatz. Die 2,5-Liter- und 3,0-Liter-Automatikmodelle erhielten in der Kombiversion eine Fahrdynamikregelung mit der Verkaufsbezeichnung VDC.

4. Generation (BL/BP, 2003–2009)

Die vierte Baureihe wurde im September 2003 eingeführt und zeichnete sich erneut durch ein deutlich moderneres Design gegenüber dem Vorgängermodell aus. Bis heute ist es das kommerziell erfolgreichste Legacy-Modell. Die einzelnen Varianten wurden zunächst nur durch die Hubraumangabe unterschieden, da Bezeichnungen wie GL und GX entfielen. Der Outback war in Europa nur als Kombi verfügbar, alle anderen Modelle wurden sowohl als Limousine wie auch als Kombi verkauft. Beim Kombi lag das Kofferraumvolumen bei 459 bis 1649 LiterFocus Online vom 9. April 2007: „“, bei der Limousine bei 433 LiterSubaru Prospekt, online vom 14. Oktober 2012: „ (PDF; 352 kB)“. Die Zuladung lag bei 435 kg (2.0D Kombi) bis 550 kg (2.0R und 2.5i Limousine)Subaru Prospekt, online vom 14. Oktober 2012: „ (PDF; 352 kB)“. Die Materialien im Innenraum waren überwiegend hochwertig, was sich besonders in der haptischen Wahrnehmung bemerkbar machte und in diversen Fahrzeugtests zur Sprache kam. Auch waren Motorhaube und Heckklappe (bei Kombivariante) zur Reduzierung des Fahrzeuggewichts aus Aluminium gefertigt, was zu jener Zeit bei Mittelklassefahrzeugen nicht üblich war. Eine weitere Besonderheit war zudem die Verwendung von roten Leuchtdioden für die dritte Bremsleuchte und die Nebelschlussleuchte des Kombis.

Zum Verkaufsstart 2003 waren folgende Motorisierungen verfügbar:

Legacy 2.0 (101 kW/137 PS und Grundausstattung) Legacy 2.5 (121 kW/165 PS und bessere Ausstattung mit optionalem „Comfort-Paket“) Legacy 3.0R (180 kW/245 PS und Top-Ausstattung) Outback 2.5 (höher gelegte leichte Offroad-Version mit 121 kW/165 PS und Grundausstattung) Outback 3.0R (höher gelegte leichte Offroad-Version mit 180 kW/245 PS und besserer Ausstattung)

Ab September 2005Legacy - Preise / Technische Daten / Ausstattung (Sept. 2005) war eine überarbeitete Motorenpalette verfügbar:

Der 2,0-Liter-Motor erhielt eine variable Ventilsteuerung. Der 2,5-Liter-Motor, der noch einem älteren Baumuster entspricht, wurde nur noch für den Outback angeboten.

Legacy 2.0R (121 kW/165 PS und bessere Ausstattung ab Modelljahr 2006) Legacy 3.0R (180 kW/245 PS und Top-Ausstattung) Legacy 3.0R spec.B (180 kW/245 PS und Top-Ausstattung mit zusätzlichem Sportfahrwerk und einer größeren VA-Bremse) Outback 2.5 (höher gelegte leichte Offroad-Version mit 121 kW/165 PS und Grundausstattung) Outback 3.0R (höher gelegte leichte Offroad-Version mit 180 kW/245 PS und besserer Ausstattung ab Modelljahr 2005)

Außerdem konnte ab Mitte 2005 für den Legacy ab Werk eine Autogasanlage (Subaru Ecomatic) bestellt werden. Im selben Jahr wurde das Sondermodell Celebration angeboten, welches über zusätzliche Ausstattungsmerkmale verfügte. Für das Modelljahr 2006 wurden, ergänzend zu den Hubraumangaben, noch folgende neue Bezeichnungen für die Ausstattungsvarianten eingeführt:

Trend (Grundausstattung) Active (zusätzlich mit Fahrdynamikregelung (VDC genannt), Kopfairbags, Sitzheizung) Comfort (zusätzlich mit Lederausstattung) Navigation (zusätzlich mit Navigationssystem)

Die Fahrdynamikregelung VDC war für die Modelle 3.0R (nur Automatik), 3.0R spec.B (Schaltung und Automatik) und 2.0R (Automatik ab Ausstattung Active) verfügbar.

Außerhalb Europas waren weitere Motorisierungen verfügbar, beispielsweise Turbo-Benziner, welche das Kürzel „GT“ in der Modellbezeichnung tragen.

Modellpflege 2007 Im April 2007 wurde der Legacy einer optischen Aufwertung unterzogen. Das Design am Exterieur umfasst eine neue Frontpartie mit einem modifizierten Kühlergrill, stärker ausgeformte Kotflügel, neue Frontscheinwerfer (Xenonlicht war nun in einigen Versionen verfügbar) und Heckleuchten sowie eine geänderte Chromverzierung an der Heckklappe. Im Innenraum wurden die Mittelkonsole und die Anzeigeinstrumente stark überarbeitet. 2008 wurde auch die Motorenpalette nochmals überarbeitet, der 2,5-Liter war mit geänderter Leistung wieder verfügbar, der 2.0R leistete nun 150 PS. Ab März kam ein neu entwickelter Diesel-Boxer mit einer Leistung von 110 kW (150 PS) hinzu. Die Verkaufsbezeichnung für diese Variante lautet 2.0D.

Technische Daten, Modelljahr 2008

ModellHubraum cm³MotorkennungVentile / VentiltriebEinspritzungMax. Leistungbei min−1Max. Drehmomentbei min−1GetriebeHöchst-geschwindigkeit in km/h (Kombi)Beschleunigung 0–100 km/h (Kombi)Normverbrauch in l/100 km(Kombi)CO2 in g/km(Kombi)Anhängelastgebremst in kg bis 8 % Steigung2.0D1998EE2016DOHCCommon-Rail110 kW (150 PS)/3600350 Nm/18005-Gang208 (203)8,7 s (8,9 s)7,0/4,8/5,6(7,1/5,0/5,7) 148(151)17002.0R1994EJ204MPI110 kW (150 PS)/6000196 Nm/3200209 (202)9,5 s (9,8 s)11,7/6,7/8,6(11,8/6,8/8,6)202(203)19002.0RAutomatikEJ20110 kW (150 PS)/60004-Stufen201 (191)11,4 s (11,8 s)11,5/6,5/8,3(11,7/6,6/8,5)196(200)2.5i2457EJ25316SOHC127 kW (173 PS)/6000227 Nm/44005-Gang219 (211)9,5 s (9,6 s)11,7/6,7/8,5(11,9/6,7/8,6)202(203)2.5iAutomatik4-Stufen217 (208)11,4 s (11,0 s)11,9/6,5/8,5(11,9/6,8/8,7)200(205) Technische Daten vom Februar 2008 (PDF; 344 kB)

ModellHubraum cm³MotorkennungVentile / VentiltriebEinspritzungMax. Leistungbei min−1Max. Drehmomentbei min−1GetriebeHöchst-geschwindigkeit in km/h (Kombi)Beschleunigung 0–100 km/h (Kombi)Normverbrauch in l/100 km(Kombi)CO2 in g/km(Kombi)Anhängelastgebremst in kg bis 8 % Steigung3.0RAutomatik3000EZ30D24DOHCMPI180 kW (245 PS)/6600297 Nm/42005-Stufen237 (237)8,2 s (8,4 s)13,8/7,4/9,8(13,8/7,4/9,8)231(231)20003.0R spec.B6-Gang243 (233)6,9 s (7,0 s)(17,6/8,9/12,1(17,8/9,1/12,3)286(290)3.0R spec.BAutomatik5-Stufen237 (237)8,2 s (8,4 s)13,8/7,4/9,8(13,8/7,4/9,8)231(231) Alle Motoren erfüllen die EURO-4-Norm. R-Modelle verfügen über eine variable Nockenwellenverstellung.

Sonderversionen Der S402 war ab dem 14. Mai 2008 in zwei Varianten erhältlich – als Sedan oder Wagon – und auf 402 Exemplare limitiert. Wie die meisten Sonderversionen der STi-Modelle war auch der S402 nur in Japan erhältlich. Er hatte einen 2,5 Liter Vier-Zylinder-Boxer mit Twin-Scroll-Turbolader Motor. Dieser leistete 210 kW (285 PS) bei 5600/min und ein Drehmoment von 392 Nm bei 2000–4800/min. Er war in den fünf Farben Silber, Schwarz, WR Blue Mica, matt Schwarz und Reinweiß (Sonderlackierung) erhältlich. Der S402 Sedan kostete in der Grundausstattung 5.355.000 Yen, der S402 Wagon 5.491.500 Yen (Preisangaben jeweils mit japanischer Steuer) Offizielle Seite zum Legacy STi S402 (jap.).