Aunkofen ist ein Gemeindeteil der Stadt Abensberg im niederbayerischen Landkreis Kelheim.

Lage Das Kirchdorf bildet die westlichste in das breite Abenstal weisende Spitze des Stadtgebiets der Stadt Abensberg. Regensburg ist in östlicher Richtung etwa 35 km, Ingolstadt in westlicher 40 Kilometer entfernt. München liegt ungefähr 95 Kilometer südlich des Ortes.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte bereits im 9. Jahrhundert, als der Subdiakon „Mathari“ sein Lehen zu „Quuanashouon“ (= Aunkofen) von „Bischof Asbert“ zu Regensburg (891–894) zu Eigen erhielt. Adam Rottler Pfr. i. R., Abensberg im Wandel der Zeiten, Seite 134, Eigenverlag, Abensberg 1972 In einer Tradition des Klosters Weltenburg aus dem Jahre 1128 werden Besitzungen des Klosters im Ort „Awenshoven“ genannt.

Aunkofen, wie auch die Siedlung Abensberg selbst, gehörten viele Jahrhunderte zur Urpfarrei Gögging, welche schon im Jahre 575 urkundlich als Seelsorgestelle erwähnt wird. Georg Rieger, Kelheimer Heimatbuch für die Stadt und den Landkreis Kelheim, Seite 366, Hrsg. 1953 Im Jahre 1380 wurde die bisherige Filiale Abensberg mit den Dörfern Aunkofen, Schwaighausen und Harladen eigenständige Pfarrei. Vor der Errichtung der Stadtpfarrkirche St. Barbara diente die „Liebfrauenkirche“ in Aunkofen als erste Stadtpfarrkirche Abensbergs. Das Gebäude des heutigen Wirtshauses von Aunkofen war ehemals Sommersitz mit Gärtnerei des Karmelitenklosters von Abensberg.

Die Gemeinde Aunkofen im Landgericht Abensberg hatte 1871 die folgenden 10 Orte: Allersdorf, Aumühle, Aunkofen, Badhaus, Bruckhof, Gaden, Gilla, Schillhof, Schwaighausen und Schwaigholzen und 441 Einwohner. Ihren höchsten Einwohnerstand hatte die Gemeinde mit 464 im Jahr 1919. Im Jahr 1925 betrug die Gemeindefläche 880,80 Hektar. Die Auflösung der Gemeinde und Eingemeindung in die Stadt Abensberg erfolgte 1939. Eine Gemarkung Aunkofen existiert nicht, die Fläche der ehemaligen Gemeinde wurde der Gemarkung Abensberg zugeschlagen.

Baudenkmäler Die Liebfrauenkirche (Mariä Himmelfahrt) wurde erstmals im Jahre 1362 urkundlich erwähnt. Es ist jedoch anzunehmen, dass sie bereits um das Jahr 1000 erbaut wurde. Sie ist romanischen Ursprungs. Chor und Turm wurden jedoch erst um 1450 errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur Das Dorf ist mit der Stadt Abensberg baulich derart verschmolzen, so dass es als räumlich selbständige Siedlung nahezu nicht mehr wahrzunehmen ist. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind fast gänzlich verschwunden. Der Ort beherbergt einige Gewerbebetriebe, ansonsten herrscht überwiegend Wohnbebauung vor. Aunkofen liegt an der Bahnstrecke Regensburg–Ingolstadt.

Literatur

Weblinks

Abensberger Impressionen - Aunkofen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Kelheim Kategorie:Geographie (Abensberg) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kelheim) Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 1939 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)