mini|hochkant=1.35|Kirchhellen und die Kirche St. Johannes der Täufer (August 2009)
Kirchhellen ist ein Stadtbezirk von Bottrop im nördlichen Ruhrgebiet an der Grenze zum Münsterland, mit eigener Bezirksverwaltungsstelle und Bezirksvertretung. Kirchhellen war von 1934 bis 1976 eine selbstständige Gemeinde im Kreis Recklinghausen. Im Zuge der kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet wurde Kirchhellen am 1. Juli 1976 mit der kreisfreien Stadt Bottrop zusammengeschlossen (Glabotki).
Der Ortsname leitet sich von Kirche auf dem Hügel (Helle) ab und bezieht sich auf den historischen, auf einer Anhöhe im Dorf gelegenen Platz der alten Dorfkirche, die im Jahr 1917 durch einen Brand zerstört wurde. Das heutige Dorfbild wird geprägt von der 1925 eingeweihten, an der Hauptstraße gelegenen St.-Johannes-Kirche.
In Kirchhellen-Feldhausen befindet sich der Freizeitpark Movie Park Germany (ehemals Warner Bros. Movie World).
Geographie Lage Kirchhellen, welches den kompletten Norden des Bottroper Stadtgebiets einnimmt, ist die flächenmäßig etwas größere „Hälfte“ Bottrops und bildet mit seinen vielen Grün- und Waldflächen – vor allem der Kirchheller Heide – die „grüne Lunge“ der Stadt. mini|hochkant=1.35|Stadtteile von Bottrop mit den Kirchheller Ortsteilen (im Sinne von „Teil-Gemarkung“) im Norden – die Gliederung in statistische Bezirke (s. u.) weicht hiervon leicht ab Es grenzt im Westen an die kreisfreie Stadt Oberhausen, Dinslaken und Hünxe (beide Kreis Wesel), im Norden an Schermbeck (Kreis Wesel) und Dorsten (Kreis Recklinghausen), im Osten an Gladbeck (Kreis Recklinghausen) und im Süden mit seinem Ortsteil Grafenwald an das Alt-Bottroper Stadtgebiet.
Gliederung Kirchhellen umfasst die folgenden Ortsteile (FlächenangabenAlle Grenzen und Flächen der Stadtteile, sofern nicht Summe von statistischen Bezirken (was für Kirchhellen immer zutrifft), per Polygonmessung im Kartendienst auf gis.bottrop.de – es muss der Layer Gebietseinteilung_Allgemein geladen werden und Ortsteile (nicht: Stadtteile) aktiviert sein. Mit dem Layer Bezirke können, neben den Stadtteilgrenzen (im Sinne von im Sinne von „Teil-Gemarkung“sgrenzen), auch die Grenzen der statistischen Bezirke geladen werden, die jedoch nur in grobem Maßstab (bis 1:40.000) sichtbar sind; der Layer Gebietseinteilung_Statistik zeigt die statistischen Bezirke bis 1:20.000 an. in Klammern): Kirchhellen-Mitte (3,53 km²) Grafenwald (13,95 km²) Holthausen (11,74 km²) Hardinghausen (9,68 km²) Ekel (5,49 km²) Feldhausen (5,64 km²) Overhagen (8,43 km²) Alle Ortsteile bis auf Grafenwald, das auf altem Holthäuser Gebiet liegt, entsprechen jahrhundertealten Bauerschaften.
Die Grenzen der „Stadtteile“ nach dieser DefinitionEs gibt u. a. noch die Stadtteile im Sinne von statistischen Über-Bezirken – darin ist Kirchhellen insgesamt einer von sieben, vgl. Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Bottrop – fortan hier als „Teil-Gemarkung“ bezeichnet – entsprechen nur stellenweise im Gelände erkennbaren Begrenzungen. Da überdies das Gebiet des Kernorts in seiner Bebauung fließend in die benachbarten Ortsteile übergeht und die Ortsteile Holthausen, Hardinghausen, Ekel und Overhagen nur dünn und zerstreut besiedelt sind, wurde in der Gliederung in statistische Bezirke etwas von der historischen Grenzziehung abgewichen und die einwohnerschwächeren Ortsteile zusammengefasst – siehe auch Abschnitt hierzu in der Bottroper Ortsteilliste. mini|hochkant=1.35|Detailkarte Kirchhellens mit Grenzen der Ortsteile (Detailkarte Gesamt-Bottrops)
Ordnet man die Gliederung in statistische Bezirke der Ortsteilgliederung über, so erhält man die folgende Gliederung (vgl. nebenstehende Karte), die insbesondere in Zahlen einfacher und je aktuell auswertbar ist (in Klammern Flächen mit Flächenangaben zu den statistischen Bezirken auf Seite 23 (PDF; 2,9 MB) sowie Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2017): 7 Stadtbezirk Bottrop-Kirchhellen (58,46 km²; 20.607 EW) 71 → Kirchhellen-Mitte (10.913; 4,73 km²)Fläche des statistischen Bezirks Kirchhellen-Mitte: 3,53 Kirchhellen-Mitte + (0,53 − 0,01 + 0,08) von Hardinghausen + (0,37 + 0,32 − 0,02) von Overhagen − 0,07 an Holthausen 72 → Kirchhellen-Süd/Grafenwald (16,59 km²; 5.707 EW)Fläche des statistischen Bezirks Kirchhellen-Süd/Grafenwald: 13,95 Grafenwald + (0,46 + 0,06) von Holthausen + 2,12 von Overhagen 73 → Kirchhellen-Nord-West (25,47 km²; 1.479 EW) 74 → Kirchhellen-Nord-Ost (11,67 km²; 2.508 EW)
Kirchhellen-Mitte Der statistische Bezirk Kirchhellen-Mitte umfasst in etwa das zusammenhängende, kleinstädtisch anmutende, dichtere Siedlungsgebiet um den alten Kernort nebst sich im Nordosten anschließender Industriegebiete. Nach Norden wird er in der Hauptsache durch den Bräukebach von Hardinghausen bzw. vom Bezirk Nord-West abgegrenzt (genauer: An der Linde / Münsterstraße / In der Miere / Schulstraße / Pelsstraße / Bräukebach), bis der Bach im Nordosten die Bundesautobahn A 31 unterquert; von hier ab ist für einen 200 m kurzen Abschnitt nach Südsüdosten der Westrand der Autobahn Ostgrenze. Den Großteil der Ostgrenze zu Overhagen bzw. zum Bezirk Nord-Ost bilden über 3,4 km die Hochspannungsleitungen entlang der ehemaligen Eisenbahntrasse unmittelbar östlich der Kernbesiedelung, die in der Nordhälfte dem Schölsbach folgen.
Im Südosten folgt die Bezirksgrenze zu Süd/Grafenwald für 200 m dem südlichsten Abschnitt der Rentforter Straße und schließlich dem zunächst nordwestgerichteten Brabecker Weg, der nach etwa 300 m an der Kreuzung mit dem Hoheheideweg Ost-West-Richtung annimmt und ab dort auch gleichzeitig auf 1 km die Südgrenze der „Teil-Gemarkung“ bildet.
Westgrenze des statistischen Bezirks zu Holthausen bzw. zum Bezirk Nord-West ist im Süden für 900 m die Bottroper Straße und ab der querenden Straße Wiesental für 1,9 km der Blaufärberweg, bis dieser im Nordwesten (Kreuzung mit An der Linde) den Ursprung des Bräukebachs trifft.
Kirchhellen-Mitte wird durch die in West-Ost-Richtung verlaufende Hackfurthstraße in zwei Baublockgruppen geteilt (in Klammern Flächen und Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2017): 711 Kirchhellen-Mitte-NordVon der Baublockgruppe Kirchhellen-Mitte-Nord (711) liegen, in zwei Sergmenten, 0,08 km² (Westen von 71101 und 71108) und 0,53 km² (Westteil Gewerbegebiet Felsstraße; Baublöcke 71102–71106) in der „Teil-Gemarkung“ Hardinghausen sowie, ebenfalls in zwei Segmenten, 0,32 km² (Ostteil Gewerbegebiet Felsstraße, Baublöcke 71107, 71113 und 71114) und 0.01 km² (Süden von 71154, minimale Anteile im äußersten Osten von 71156) in der „Teil-Gemarkung“ Overhagen (1,80 km²; 7415 EW) 712 Kirchhellen-Mitte-SüdVon der 712 Kirchhellen-Mitte-Süd liegen 0,36 km² (Baublöcke 71208, 71209, 71211, 71212, 71214, 71224, 71230, 71232, 71233, 71236, 71240, 71241 und Osten von 71242) in der „Teil-Gemarkung“ Overhagen. (2,93 km²; 3498 EW)
Grafenwald Der statistische Bezirk (Kirchhellen-Süd-)Grafenwald wird im mittleren Norden auf rund 2 km durch die Lehmschlenke, im westlichen Norden auf gut 3,5 km durch den Elsweg von Holthausen bzw. vom Bezirk Nord-West getrennt. Im äußersten Nordwesten gehört auch ein sehr kleines, durch den Bohrlochweg abgegrenztes Stück jenseits des Elswegs zum Bezirk, sodass Nord-West keine Grenze zu Oberhausen hat.
Die Südgrenze zu Alt-Bottrop verläuft im Osten entlang dem Spechtsbach,Rudolf Schetter: Um Grenzfragen zwischen Bottrop und Kirchhellen. In: Vestischer Kalender, Jg. 1975, S. 40–45. während sie im Westen linienhaft nach Westsüdwesten weitergeht. Während die Halde Schöttelheide noch ganz in Grafenwald liegt, wird die Halde Haniel durch die Stadtbezirksgrenze geteilt; der größere Teil liegt in Alt-Bottrop, jedoch der Norden in Grafenwald und damit in Kirchhellen.
Kirchhellen-Süd/Grafenwald gliedert sich in insgesamt sechs Baublockgruppen (in Klammern Flächen und Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2017): 721 (4,27 km²; 9 EW) Grafenwald-WestVon der Baublockgruppe 721 Grafenwald-West gehören 0,06 km² (äußerster Nordwesten von Baublock 7101 zur „Teil-Gemarkung“ Holthausen) (Kirchheller Heide nebst Heidesee) 722 (2,31 km²; 531 EW) Grafenwald-Nord/Sensenfeld/KleingärtenVon der Baublockgruppe 722 Grafenwald-Nord gehören 0,38 km² (Nordosten von Baublock 72202) zur „Teil-Gemarkung“ Holthausen 723 (1,41 km²; 195 EW) Hohe Heide (Nordosten, Overhagener „Teil-Gemarkung“) 724 (3,43 km²; 287 EW) Grafenmühle/Halde Schöttelheide 725 (3,21 km²; 3682 EW) Grafenwald-Mitte/Bergwerk Prosper-Haniel IVVon der Baublockgruppe 725 Grafenwald-Mitte gehören 0,08 km² (Norden von Blaublock 72504, äußerster Nordosten von 72503) zur „Teil-Gemarkung“ Holthausen 726 (1,96 km²; 1003 EW) Grafenwald-SüdostVon der Baublockgruppe 726 Grafenwald-Südost gehören 0,71 km² (Baublock 72612, Norden von 72602) in der „Teil-Gemarkung“ Overhagen (Hegestraße)
Die entlang wichtiger Straßen geschnittenen Baublockgruppen als solche haben keine tiefere Bedeutung und ihre Grenzen verlaufen auch teilweise durch Siedlungen. Allerdings trennt der Alte Postweg in seinem gesamten Verlauf nach Norden über Holthausen und Hardinghausen die fast unbewohnten Gebiete der Kirchheller Heide im Westen von den bewohnten Ortsteilen im Osten. Die Bottroper Straße wiederum, die Hohe Heide und den Südostteil von den zentralen drei Baublockgruppen trennt, bildet weiter nördlich die Grenze zwischen Kirchhellen-Mitte und Holthausen.
Holthausen, Hardinghausen und Ekel Den Süden des statistischen Bezirks Kirchhellen-Nord-West nimmt Holthausen ein mit der Dinslakener Straße im Norden als scharfer Grenze zum sich nördlich anschließenden Hardinghausen.
Eher unsichtbar bleibt demgegenüber weiter nordöstlich die Grenze Hardinghausens zum sich nordöstlich anschließenden Ekel, die zwar Wegen und Straßen folgt, dieses jedoch in regem rechtwinkeligem Richtungswechsel (Gahlener Straße / Alter Postweg / nördlich paralleler Weg zur Gahlener Straße / Räuwenkamp / Horstkamp / Nordhellenstraße / Münsterstraße / Mühlenpatt). Unmittelbar südlich der Unterquerung durch den Mühlenpatt bis zur die Grenze zum Bezirk Kirchhellen-Mitte bildenden Unterquerung durch den Bräukebach reicht das Hardinghäuser Gebiet (im Sinne eines statistischen Teil-Bezirks) knapp 1 km lang bis an den Westrand der A 31.
Östlich jenseits der Autobahn bilden etwa 2,4 km lang die nordöstlich verlaufenden Starkstromleitungen entlang der ehemaligen Eisenbahntrasse, die im südlicheren Teil dem Schölsbach folgen, die Grenze des Bezirks zu Nord-West bzw. die Grenze Ekels zu Overhagen.
Kirchhellen-Nord-West gliedert sich in insgesamt sechs Baublockgruppen, von denen zwei mehr oder weniger den Stadtteil Holthausen bilden, zwei in Hardinghausen liegen und zwei sowohl Teile von Ekel als auch solche von Hardinghausen enthalten (in Klammern Flächen und Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2017): 731 (4,45 km²; 213 EW) Nothellen / Im Loh 732 (4,81 km²; 70 EW) Hardinghausen-West (Kirchheller Heide, Flugplatz Dinslaken/Schwarze Heide) 733 (2,21 km²; 256 EW) Alt-Hardinghausen 734 (2,71 km²; 305 EW) Ekel-/Hardinghausen-Ost 735 (7,16 km²; 50 EW) Holthausen-West (Kirchheller Heide, Bergwerk Prosper-Haniel V) 736 (4,13 km²; 585 EW) Holthausen(-Ost)Insgesamt 0,07 km² der Baublockgruppe Holthausen-Ost (736) liegen in der „Teil-Gemarkung“ Kirchhellen-Mitte (Osten von Baublock 73635 und, davon getrennt, äußerster Südosten von 73629)
Der östliche Baublock 734 wird durch die Münsterstraße von den beiden zentralen Ortsteilen Ekels und Hardinghausens (731 und 733) getrennt; diese werden wiederum durch die Gahlener Straße voneinander separiert. Von der Gahlener Straße nach Süden geht der Alte Postweg ab, der die westlichen Teile (Kirchheller Heide, 732 und 735) von den Kern-Siedlungsgebieten Hardinghausens und Holthausens (736) trennt. Der Alte Postweg ist auch weiter südlich, in Grafenwald, Trennstraße. Nordöstlich der Gahlener Straße wird er zu einer Nebenstraße, die an der „Teil-Gemarkungs“-Grenze zu Ekel in einen Waldweg übergeht.
Feldhausen und Overhagen