mini|Das Gebiet der südkurdischen Sprache Die südkurdische Sprache bildet zusammen mit dem Sorani und Kurmandschi die genetische Einheit der kurdischen Sprachen.J. Blau: Les Kurdes. In: Rüdiger Schmitt (Hrsg.): Compendium linguarum Iranicum. Reichert, Wiesbaden 1989. Die etwa drei bis fünf Millionen Sprecher des Südkurdischen sind überwiegend Schiiten oder Ahl-e Haqq, die im Irak oft Sorani und Arabisch sowie in Iran meist Persisch als Zweitsprache sprechen.Kurdish, Southern – A language of Iran (Südkurdisch). ethnologue.com; abgerufen am 26. Mai 2014Laki – A language of Iran (Leki). ethnologue.com; abgerufen am 26. Mai 2014
Verbreitung Südkurdisch wird in Iranisch-Kurdistan (Ilam, Kurdistan und Kermanschah) und im Süden von Irakisch-Kurdistan (Süd-Chanaqin, Kirind und Qorwaq) gesprochen.I. K. Fattah: Les dialectes kurdes m’eridionaux. In: Étude linguistique et dialectologique. Louvain, 2000. Einzelne Enklaven der Feyli-, Kelhur- und Laks-Kurden kommen auch in der TürkeiMahmûd Lewendî: Ferhengoka Şêxbizinkî. In: Bîrnebûn. Band 4. Stockholm 1998, S. 68 ff. und in den iranischen Provinzen Fars und Chorasan sowie im Elburs-Gebirge vor. Mit der Ausnahme einiger Kakai-Dörfer in Irakisch-Kurdistan sprechen alle Ahl-e Haqq-Kurden Dialekte des Südkurdischen.
Sprecher und Dialekte Die Sprecher des Südkurdischen, dessen Dialekte sich teilweise stark voneinander unterscheiden, gehören vor allem den Stammeskonföderationen der Kalhor-, Lak- und Faili-Kurden an.Mehrdad Izady: The Kurds. Washington DC 1992, siehe Kapitel: Religion und Sprache
Zu dieser Sprache gehören folgende Dialekte:Mehrdad Izady; S. 170.Erik John Anonby: Kurdish or Luri? Laki’s disputed identity in the Luristan province of Iran. In: Kurdische Studien. Jahrgang 4–5, 2004/2005.
Kolyai Kermanschahi Garrusi Sandschabi Bayray Kelhuri Kordali Feyli (Faili) Leki (umstritten) Zangana
Siehe auch Lak (Volk)
Literatur Sara Belelli: Towards a dialectology of Southern Kurdish: Where to begin? In: Songül Gündoğdu, Ergin Öpengin, Geoffrey Haig, Erik Anonby (Hrsg.): Current issues in Kurdish linguistics. Bamberg 2019, ISBN 978-3-86309-686-1, S. 73–92,
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Einzelnachweise
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