Dieser Artikel beschreibt den Verlauf und die Ergebnisse der Etappen des Giro d’Italia 2006.

1. Etappe am 6. Mai in Seraing (6,2 km; EZF) Ergebnis der 1. Etappe Etappensieger Paolo Savoldelli 7:50 min (47,489 km/h) Zweiter Bradley McGee + 0:11 min Dritter José Enrique Gutiérrez + 0:13 min Vierter Stefan Schumacher + 0:13 min Fünfter Serhij Hontschar + 0:15 min Sechster Francisco Pérez + 0:16 min Siebter José Iván Gutiérrez + 0:16 min Achter Michael Rogers + 0:17 min Neunter Davide Rebellin + 0:18 min Zehnter Danilo Di Luca + 0:19 min Zwischenstand nach der 1. Etappe Erster Paolo Savoldelli 7:50 min Zweiter Bradley McGee + 0:11 min Dritter José Enrique Gutiérrez + 0:13 min Punktewertung Paolo Savoldelli 33 P. Zweiter Bradley McGee 23 P. Dritter José Enrique Gutiérrez 20 P. Bergwertung Paolo Savoldelli 3 P. Zweiter Bradley McGee 2 P. Dritter Danilo Di Luca 1 P. Kombinationswertung Paolo Savoldelli 60 P. Zweiter Bradley McGee 54 P. Dritter Danilo Di Luca 43 P. Teamwertung Discovery Channel 24:22 min Zweiter Caisse d'Epargne-Illes Balears + 0:09 min Dritter T-Mobile Team + 0:13 min Den Auftakt des 89. Giro d’Italia gewann Vorjahressieger Paolo Savoldelli deutlich mit elf Sekunden Vorsprung auf Bradley McGee. Auf dem dritten Platz folgte José Enrique Gutiérrez mit dreizehn Sekunden Rückstand. Bester deutscher Fahrer war Stefan Schumacher vom Team Gerolsteiner auf Rang 4. Danilo Di Luca kam als Zehnter mit 19 Sekunden Rückstand ins Ziel, Ivan Basso wurde 13. mit 23 Sekunden Rückstand und Damiano Cunego als 15. mit 25 Sekunden, gefolgt von Gilberto Simoni mit einer weiteren Sekunde Rückstand. Jan Ullrich, der den Giro zum Formaufbau nutzte, erreichte mit 49 Sekunden Rückstand den 80. Platz.

Savoldelli übernahm durch seinen Sieg die Führung in sämtlichen Spezialwertungen. In der Teamwertung fuhr das Discovery Channel auf den ersten Platz.

Zwischensprints

Zwischensprint auf dem Boulevard Pasteur (3,1 km)

Erster Paolo Savoldelli 5 P. Zweiter Danilo Di Luca 4 P. Dritter José Enrique Gutiérrez 3 P. Vierter Bradley McGee 2 P. Fünfter Michael Rogers 1 P. Sechster Stefan Schumacher 0 P.

Bergwertungen

Place des Houilleurs, Kategorie 3 (3,9 km)

Erster Paolo Savoldelli 3 P. Zweiter Bradley McGee 2 P. Dritter Danilo Di Luca 1 P.

2. Etappe am 7. Mai von Mons nach Charleroi (200 km) Ergebnis der 2. Etappe Etappensieger Robbie McEwen 4:51:40 h (41,142 km/h) Zweiter Olaf Pollack gl. Zeit Dritter Paolo Bettini gl. Zeit Vierter Alessandro Petacchi gl. Zeit Fünfter Leonardo Duque gl. Zeit Sechster Tomas Vaitkus gl. Zeit Siebter Alberto Loddo gl. Zeit Achter Koldo Fernández gl. Zeit Neunter Maximiliano Richeze gl. Zeit Zehnter Graeme Brown gl. Zeit Zwischenstand nach der 2. Etappe Erster Paolo Savoldelli 4:59:30 h Zweiter Bradley McGee + 0:11 min Dritter José Enrique Gutiérrez + 0:13 min Punktewertung Paolo Savoldelli 33 P. Zweiter Robbie McEwen 25 P. Dritter Bradley McGee 23 P. Bergwertung Paolo Savoldelli 3 P. Zweiter Arnaud Labbe 3 P. Dritter Bradley McGee 2 P. Kombinationswertung Paolo Savoldelli 120 P. Zweiter Bradley McGee 103 P. Dritter Danilo Di Luca 80 P. Teamwertung Discovery Channel 14:59:22 h Zweiter Caisse d'Epargne-Illes Balears + 0:09 min Dritter T-Mobile Team + 0:13 min Auf dem Weg nach Charleroi hatte sich eine vier Fahrer starke Gruppe um Gabriele Missaglia, Arnaud Labbe, Mickaël Delage und Beñat Albizuri einen maximal sieben Minuten großen Vorsprung auf das Feld herausgefahren. Fünfzehn Kilometer vor dem Ziel wurden sie aber vom Feld eingeholt. Nach einigen weiteren erfolglosen Etappen siegte Robbie McEwen im Massensprint vor Olaf Pollack und Olympiasieger Paolo Bettini.

Paolo Savoldelli verteidigte die Führung in sämtlichen Wertungen.

Zwischensprints

Zwischensprint in Morlanwelz (98,4 km)

Erster Mickaël Delage 5 P. und 6 s Zweiter Beñat Albizuri 4 P. und 4 s Dritter Gabriele Missaglia 3 P. und 2 s Vierter Arnaud Labbe 2 P. Fünfter Alessandro Vanotti 1 P. Sechster Jan Kuyckx 0 P.

Bergwertungen

Silenrieux, Kategorie 3 (144,4 km)

Erster Arnaud Labbe 3 P. Zweiter Mickaël Delage 2 P. Dritter Beñat Albizuri 1 P.

3. Etappe am 8. Mai von Perwez nach Namur (205 km) Ergebnis der 3. Etappe Etappensieger Stefan Schumacher 5:14:41 h (39,086 km/h) Zweiter José Luis Rubiera + 0:02 min Dritter Davide Rebellin +0:06 min Vierter Paolo Bettini gl. Zeit Fünfter Philippe Gilbert gl. Zeit Sechster Jens Voigt gl. Zeit Siebter Andrea Moletta gl. Zeit Achter José Iván Gutiérrez gl. Zeit Neunter Paolo Savoldelli gl. Zeit Zehnter Franco Pellizotti + 0:09 min Zwischenstand nach der 3. Etappe Erster Stefan Schumacher 10:14:04 h Zweiter Paolo Savoldelli + 0:13 min Dritter Davide Rebellin + 0:23 min Punktewertung Stefan Schumacher 45 P. Zweiter Paolo Savoldelli 40 P. Dritter Paolo Bettini 30 P. Bergwertung Moisés Aldape 5 P. Zweiter Amaël Moinard 5 P. Dritter Paolo Savoldelli 3 P. Kombinationswertung Paolo Savoldelli 176 P. Zweiter Bradley McGee 139 P. Dritter Danilo Di Luca 102 P. Teamwertung Discovery Channel 30:43:42 h Zweiter Team Gerolsteiner + 0:15 min Dritter Caisse d'Epargne-Illes Balears + 0:20 min Wie am Vortag setzte sich eine vier Mann starke Gruppe vom Feld ab. In ihr befanden sich Amaël Moinard, Moisés Aldape, Markel Irízar und Raffaele Illiano. Sie wurden zehn Kilometer vor dem Etappenziel an der Zitadelle in Namur eingeholt. Auf dem kleinen zwei Kilometer langen Schlussanstieg hinauf zur Zitadelle konnten sich Stefan Schumacher und José Luis Rubiera leicht von ihren Kontrahenten lösen. Am Ende siegte Schumacher souverän vor Rubiera und Davide Rebellin, der den Erfolg des Team Gerolsteiner komplettierte.

Schumacher übernahm durch seinen Sieg die Führung im Gesamtklassement und in der Punktewertung. Aldape sicherte sich das Maglia Verde punktgleich mit Moinard.

Auf regennasser Straße kollidierte Alessandro Petacchi mit Dario Cioni auf der Abfahrt von der Cote d'Ahin. Er fuhr die Etappe zwar zu Ende, jedoch diagnostizierte man im Krankenhaus einen Bruch der linken Kniescheibe.

Zwischensprints

Zwischensprint in Andenne (132,5 km)

Erster Markel Irízar 5 P. und 6 s Zweiter Raffaele Illiano 4 P. und 4 s Dritter Moisés Aldape 3 P. und 2 s Vierter Amaël Moinard 2 P. Fünfter Davide Bramati 1 P. Sechster Leonardo Scarselli 0 P.

Bergwertungen

Evrehailles, Kategorie 3 (101,5 km)

Erster Amaël Moinard 3 P. Zweiter Moisés Aldape 2 P. Dritter Markel Irízar 1 P.

Côte d'Ahin, Kategorie 3 (145,5 km)

Erster Moisés Aldape 3 P. Zweiter Amaël Moinard 2 P. Dritter Markel Irízar 1 P.

4. Etappe am 9. Mai von Wanze nach Hotton (193 km) Ergebnis der 4. Etappe Etappensieger Robbie McEwen 4:38:58 h (41,527 km/h) Zweiter Paolo Bettini gl. Zeit Dritter Alberto Loddo gl. Zeit Vierter Maximiliano Richeze gl. Zeit Fünfter Olaf Pollack gl. Zeit Sechster Mirco Lorenzetto gl. Zeit Siebter Philippe Gilbert gl. Zeit Achter Tomas Vaitkus gl. Zeit Neunter Koldo Fernández gl. Zeit Zehnter Sébastien Chavanel gl. Zeit Zwischenstand nach der 4. Etappe Erster Stefan Schumacher 14:53:02 h Zweiter Paolo Savoldelli + 0:13 min Dritter Davide Rebellin + 0:23 min Punktewertung Robbie McEwen 50 P. Zweiter Paolo Bettini 50 P. Dritter Stefan Schumacher 45 P. Bergwertung Sandy Casar 6 P. Zweiter Moisés Aldape 5 P. Dritter Amaël Moinard 5 P. Kombinationswertung Paolo Savoldelli 229 P. Zweiter Bradley McGee 167 P. Dritter Danilo Di Luca 120 P. Teamwertung Discovery Channel 44:40:15 h Zweiter Team Gerolsteiner + 0:15 min Dritter Caisse d'Epargne-Illes Balears + 0:20 min Eine fünfköpfige Ausreißergruppe um Sandy Casar, Grischa Niermann, Patrick Calcagni, Jurgen Van De Walle und Alessandro Bertolini hatte sich nach zehn Kilometern abgesetzt und das Rennen weitestgehend geprägt. Der maximale Vorsprung von 6:45 Minuten war jedoch 17 Kilometer vor dem Ziel vom Hauptfeld egalisiert worden. Im Massensprint sicherte sich Robbie McEwen seinen zweiten Tagessieg vor Paolo Bettini und Alberto Loddo.

McEwen übernahm durch seinen Sieg die Führung in der Wertung um das Punktetrikot.

Alessandro Petacchi und Christophe Brandt traten aufgrund schwerwiegender Verletzungen, die sie sich bei Stürzen am Vortag zugezogen hatten, nicht zur Etappe an und gaben das Rennen auf.

Aufgaben 51 Leonardo Bertagnolli – während der Etappe, Allergie 71 Christophe Brandt – vor dem Start der Etappe, Bruch des Ellenbogen nach Sturz am Vortag 201 Alessandro Petacchi – vor dem Start der Etappe, Bruch der Kniescheibe nach Sturz am Vortag

Zwischensprints

Zwischensprint in Francorchamps (98,2 km)

Erster Sandy Casar 5 P. und 6 s Zweiter Patrick Calcagni 4 P. und 4 s Dritter Jurgen Van De Walle 3 P. und 2 s Vierter Grischa Niermann 2 P. Fünfter Alessandro Bertolini 1 P. Sechster Matthias Russ 0 P.

Bergwertungen

Côte de Wanne, Kategorie 3 (83,7 km)

Erster Sandy Casar 3 P. Zweiter Jurgen Van De Walle 2 P. Dritter Alessandro Bertolini 1 P.

La Haute Levee, Kategorie 3 (94,2 km)

Erster Sandy Casar 3 P. Zweiter Alessandro Bertolini 2 P. Dritter Grischa Niermann 1 P.

5. Etappe am 11. Mai von Piacenza nach Cremona (35 km; MZF) Ergebnis der 5. Etappe Etappensieger Team CSC 36:56 min (56,859 km/h) Zweiter T-Mobile Team + 0:01 min Dritter Discovery Channel + 0:39 min Vierter Liquigas-Bianchi + 0:42 min Fünfter La Française des Jeux + 1:00 min Sechster Quick·Step-Innergetic + 1:03 min Siebter Lampre-Fondital + 1:04 min Achter Phonak Hearing Systems + 1:04 min Neunter Crédit Agricole + 1:07 min Zehnter Davitamon-Lotto + 1:08 min Zwischenstand nach der 5. Etappe Erster Serhij Hontschar 15:30:23 h Zweiter Jens Voigt + 0:06 min Dritter Michael Rogers + 0:06 min Punktewertung Robbie McEwen 50 P. Zweiter Paolo Bettini 50 P. Dritter Stefan Schumacher 45 P. Bergwertung Sandy Casar 6 P. Zweiter Moisés Aldape 5 P. Dritter Amaël Moinard 5 P. Kombinationswertung Paolo Savoldelli 229 P. Zweiter Bradley McGee 167 P. Dritter Danilo Di Luca 120 P. Teamwertung T-Mobile Team 45:17:43 h Zweiter Team CSC + 0:06 min Dritter Discovery Channel + 0:07 min In einem engen Mannschaftszeitfahren siegte das dänische Team CSC um ihren Kapitän und Giro-Favoriten Ivan Basso mit einer Sekunde Vorsprung vor dem T-Mobile Team. Dritter mit 39 Sekunden Rückstand wurde das Team Discovery Channel. Das T-Mobile Team verpasste den Tagessieg äußerst knapp, weil der fünfte Fahrer, Matthias Kessler, auf den letzten Metern leicht zurückfiel und die Zeit erst dann gestoppt wurde. Zudem stellte das Team CSC mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56,859 km/h einen Rekord auf.

Serhij Hontschar vom T-Mobile Team sicherte sich am Ende des Tages das Rosa Trikot und bescherte dem Team so doch noch einen versöhnlichen Tagesabschluss.

Aufgaben 159 Remmert Wielinga – vor dem Start der Etappe, Fieber

6. Etappe am 12. Mai von Busseto nach Forlì (231 km) Ergebnis der 6. Etappe Etappensieger Robbie McEwen 5:24:13 h (42,749 km/h) Zweiter Olaf Pollack gl. Zeit Dritter Tomas Vaitkus gl. Zeit Vierter Leonardo Duque gl. Zeit Fünfter Koldo Fernández gl. Zeit Sechster Fabrizio Guidi gl. Zeit Siebter Paolo Bettini gl. Zeit Achter Elia Rigotto gl. Zeit Neunter Maximiliano Richeze gl. Zeit Zehnter Manuele Mori gl. Zeit Zwischenstand nach der 6. Etappe Erster Olaf Pollack 20:54:34 h Zweiter Serhij Hontschar + 0:02 min Dritter Jens Voigt + 0:08 min Punktewertung Robbie McEwen 75 P. Zweiter Paolo Bettini 59 P. Dritter Olaf Pollack 52 P. Bergwertung Sandy Casar 6 P. Zweiter Moisés Aldape 5 P. Dritter Amaël Moinard 5 P. Kombinationswertung Paolo Savoldelli 276 P. Zweiter Bradley McGee 180 P. Dritter Danilo Di Luca 138 P. Teamwertung T-Mobile Team 61:30:22 h Zweiter Team CSC + 0:06 min Dritter Discovery Channel + 0:07 min