mini|Jeffrey Lewis (2006) Jeffrey Lewis (* 1975 in New York City) ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter und Comiczeichner. Er wurde als Teil der Anti-Folk-Bewegung bekannt.Magnus Klaue: Anti-Folk: Die Armen. In: faz.net, 19. August 2003. Abgerufen am 12. Dezember 2016.

Musikalischer Stil Jeffrey Lewis’ Stil ist durch die Folk- und Punk-Szene in New York, besonders in Greenwich Village und der Lower East Side bestimmt, auch wenn er sich auch auf andere Quellen wie die britische Band Crass bezieht.Claudia Franke: Radikal selbstgemacht. In: blog.zeit.de, 21. Dezember 2007. Abgerufen am 12. Dezember 2016. Er ist in der Lower East Side von Manhattan aufgewachsen, seine Lieder sind sehr von dieser Umgebung geprägt.Josephien Albrecht: Jeffery Lewis & Los Bolts zeigen Berlin, was Anti-Folk ist. In: bz-berlin.de, 24. Mai 2016. Abgerufen am 12. Dezember 2016. Er beschäftigt sich auch mit der Geschichte dieser Musik und gilt als exzellenter Kenner der Geschichte dieser Szene. Er verarbeitet sein Wissen in durchaus (selbst)ironischen Songs wie The Complete History of Punk. Einige seiner musikalischen Einflüsse besingt er in Liedern wie The Chelsea Hotel Oral Sex Song (in Anspielung auf Leonard Cohens Song "Chelsea Hotel #2") und The History of The Fall. Wie bei Cohen so sind auch Lewis Lyrics sehr komplex, oft die Kombination einer depressiven Weltsicht mit der Hoffnung auf eine Besserung, kombiniert mit stechendem Wortwitz.

Leben Lewis besuchte das Purchase College und machte 1997 seinen Abschluss. Seine Diplomarbeit schrieb er über Alan Moores Graphic Novel Watchmen.

Nach der Unterzeichnung eines Vertrages beim britischen Musiklabel Rough Trade im Jahre 2001 brachte Lewis dort sein erstes Album The Last Time I Did Acid I Went Insane heraus. Dem folgte 2003 It's The Ones Who've Cracked That The Light Shines Through. City & Eastern Songs wurde im November 2005 in Großbritannien veröffentlicht. Auf diesem Album arbeitete er stark mit seinem Bruder Jack Lewis zusammen, der einige Songs schrieb und sang. Des Weiteren kooperierte Lewis mit Künstlern wie Kimya Dawson von The Moldy Peaches und Diane Cluck. Einige seiner selbstgezeichneten Comics erscheinen in der Cover Art seiner Alben.

2006 unterstützte er Adam Green bei einigen seiner Auftritte, ein Jahr später stand er mit Daniel Johnston, den er auch als Vorbild benennt, und Antifolk-Kollegen Herman Düne auf der Bühne.Bio. In: thejeffreylewissite.com. Abgerufen am 12. Dezember 2016. Im Oktober 2007 erschien 12 Crass Songs. Auf diesem Album interpretiert Jeffrey Lewis 12 Lieder der Anarcho-Punk-Band Crass. Erst vier Jahre später, im Oktober 2011, kam A Turn In The Dream-Songs auf den Markt. Sein siebtes Album unter eigenem Namen bei Rough Trade, Manhattan, brachte er am 30. Oktober 2015 mit seiner Band Jeffrey Lewis & Los Bolts heraus, produziert von John Agnello (Dinosaur Jr.). Los Bolts besteht (wie zuvor The Jrams) aus Heather Wagner (Drums) und Bassist Caitlin Gray sowie Beiträgen von Turner Cody und David Beauchamp.Album-Infos Manhattan, abgerufen am 22. April 2018. Beim US-Punk-Label Don Giovanni widmete Lewis dem 2010 verstorbenen Tuli Kupferberg ein am 13. April 2018 erschienenes Hommage-Coveralbum, Works By Tuli Kupferberg (1923-2010).Album-Info samt Track-Links auf Bandcamp, abgerufen am 22. April 2018., Intro vom 10. April 2018, abgerufen am 22. April 2018. Die ebenfalls als künstlerische Mehrfachbegabung, nämlich Musiker, Cartoonist und Poet, hervorgetretene Underground-Legende Kupferberg ist eine Art Vorläufer von Jeffrey Lewis in der Bohème New York Citys und war persönlich mit ihm befreundet.

Diskografie Alben und EPs 1997: When Madman Was Good – Version One 1998: When Madman Was Good – Version Two 1998: Indie-Rock Fortune Cookie 1999: Journey to the Center of the Earth 2000: The Only Time I Feel Right Is When I’m Drawing Comic Books 2000: I Am, Of Course, Glad 2001: Kimya Dawson And Jeff Lewis 2001: Songs From Austin 2001: Diane Cluck And Jeffrey Lewis 2001: The Last Time I Did Acid I Went Insane (Rough Trade) 2002: Guitar Situations: Musical Conduct 2002: AntiFolk Collaborations Volume 1 2003: It’s the Ones Who’ve Cracked That the Light Shines Through (Rough Trade) 2004: Jeffrey Lewis „Four Seasons“ Box Set 2005: City and Eastern Songs (Jeffrey & Jack Lewis) (Rough Trade) 2005: Gas Money EP (split with Schwervon!) 2006: Tapes From The Crypt 2007: 12 Crass Songs (Rough Trade) 2008: City and Eastern Tapes 2009: ’Em Are I (Jeffrey Lewis & the Junkyard) (Rough Trade) 2010: The Bundles (K Records) 2011: Come On Board (Peter Stampfel & Jeffrey Lewis) 2011: A Turn In The Dream-Songs (Rough Trade) 2013: Hey Hey it’s… The Jeffrey Lewis & Peter Stampfel Band 2014: Jeffrey Lewis & The Jrams 2015: (Jeffrey Lewis & Los Bolts:) Manhattan (Rough Trade) 2018: Works By Tuli Kupferberg (1923–2010) (Don Giovanni) 2025: The Even More Freewheelin' Jeffrey Lewis (Blang/Cargo)

Comics Lewis zweiter kreativer Output ist das Zeichnen von Comics. Als Vorbilder benennt er u. a. Dan Clowes, Rick Veitch, Alan Moore, Jack Kirby und Klassiker wie Robert Crumb. Er hat seine eigene Comicserie unter den Namen Fuff (vorher Guff) veröffentlicht.

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