mini|hochkant=1.25|skythischer Hals- und Brustschmuck (Pektoral) mit Gold-Kordeln unterschiedlicher Dicke und Länge aus Towsta Mohyla (4. Jh. v. Chr.) mini|hochkant=1.25|Goldene Mützenkordel Eine Kordel () ist ein aus mehreren Garnen, die ihrerseits bereits gezwirnt sind, zusammengezwirntes Mehrfachgarn, das aus Baumwolle, Seide oder Kunstseide, teilweise auch aus Edelmetall bestehen kann.
Eine Kordel ist dem Seil verwandt, ist jedoch schmaler und weniger robust gefertigt. Eine feine Kordel kann auch als Faden bezeichnet werden.
Geschichte Schnüre und Kordeln waren schon der Linearbandkeramischen Kultur (ca. 5700 bis 4100 v. Chr.) bekannt und wurden von ihnen bei der Tierhaltung, im Transportwesen und zur Herstellung der charakteristischen Muster auf ihren Töpferwaren verwandt. Später wurden sie zu dickeren Seilen zusammengedreht, die neue Verwendungsmöglichkeiten eröffneten.
Einsatzmöglichkeiten Kleidung als Gürtelersatz, z. B. bei den Franziskanischen Orden an Uniformen (siehe auch Fangschnur, Achselschnur, Schützenschnur) und an Schulterstücken an Mützen, z. B. an der Prinz-Heinrich-Mütze an Hüten, z. B. als Hutschnur an Helmen, so etwa am Tropenhelm der deutschen Schutztruppe als umlaufendes Rangabzeichen, auch als Boritasch bezeichnetStichwort: Kordel. In: Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon. Quelle & Meyer, Leipzig 1920, Band II, S. 365 (). am Pullover
Sonstiges als Verpackungskordel, Bindfaden, Paketschnur als Hüpf- oder Springseil beim Seilspringen als Gardinenschnur zum Zusammenraffen eines Vorhangs, siehe: Fensterdekoration an Polstermöbeln – zur Abdeckung von Nähten an Außenkanten zur Buchbindung – Verzierung an der bundseitigen Eckkante des Blocks verzopfend gewebte „Telefonschnur“ aus 4 Litzenleitungen zum Telefonhörer Schnürchenschlinge, die ein Qualitäts- oder Preisetikett aus gelochtem Karton hält Absperrseile, im übertragenen Sinn auch Absperrband zum Leiten vom Personenströmen, etwa in einem Museum
Siehe auch Kardeel
Einzelnachweise
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Kategorie:Posament