miniatur|hochkant=1.8|Rundlingsdorf Schreyahn Die Liste der Siedlungen des Landkreises Lüchow-Dannenberg beschreibt die Städte, Flecken und Dörfer des Landkreises gegliedert nach Dorfformen sowie die Herkunft ihrer Namen.
Städte und Flecken Die Städte und Flecken des Landkreises Lüchow-Dannenberg sind:
Städte Dannenberg (Elbe) (slawisch Wajdars, 15.–18. Jahrhundert) Hitzacker (Elbe) (slawisch Ljauci, 15.–18. Jahrhundert) (umgangssprachlich Hiddos Acker – Boden des Ritters Hiddo), Bestand von Stadt- und Geschäftshäusern ab 1670 Lüchow (Wendland) (slawisch Ljauchüw, 15.–18. Jahrhundert) Schnackenburg Wustrow (Wendland) (slawisch Wôstrüw, 15.–18. Jahrhundert) (slawisch: Insel bzw. Inselchen)
Flecken Bergen an der Dumme Clenze (slawisch „Kloncka“, 15.–18. Jahrhundert) Gartow
Dörfer Rundlingsdörfer mini|Hallenhäuser im Rundling Güstritz nordwestlich von Wustrow Bausen: Bis weit ins 17. Jahrhundert, vier Vollhöfe, später Teilung in acht Halbhöfe. Eichen aus dem 19. Jahrhundert. Beesem: Traditionelle Bausubstanz mit niederdeutschen Hallenhäusern als Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts, zwei große Fachwerkscheunen. Belitz: (poln. belyj = weiß) Traditionelle Zwei- und Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts Beutow: (slaw. Sitz des Byt) Großer Rundling, Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts, Inschriften an zwei Fachwerkgiebeln erinnern an frühere Brandstiftung. Bischof: Modernisierter Rundling, erhalten blieben Dorfplatz, Findlingsmauern, Tränkekuhle, Hofgehölze. Bockleben: Siedlungsbild eines sich auflösenden Rundlings. Prächtiges zweigeschossiges Ziegelsteinhaus 1894. Breese im Bruche: (slaw. breza = Birke) Gutsdorf, hier lebten von 1517 bis 1928 die Fürsten Grote, ein weitverzweigtes Geschlecht. Zu den Besitzungen der Familie gehören im Wendland auch Schnega und Braudel. Einziger Rundling mit Zweiständerhaus (1708), Dreiständerhaus (1750) und Vierständerhaus (1823) nebeneinander. Bückau: (poln. buky = Buche) Rundling auf einer Warft, Dreiständerhaus von 1718. Bussau: (slaw. Besitzdorf des Budes) Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts in harmonischer Einheitlichkeit eng nebeneinander. Dieser Musterrundling soll in ein Museumsdorf umgewandelt werden. Dalitz: (slaw. döl = Tal) Ein seit dem 14. Jahrhundert nachweisbares Halbrund aus drei Höfen. Zwergform eines Rundlings mit nur angedeutetem Platz. Zwei Vierständerhäuser von 1794 und 1832. Dambeck: (poln. damb = Eiche) Sackgassenartiges Wurtendorf. Sehr schönes Dreiständerhaus von 1706 mit aufwendiger Zimmerung. Vier Zweiständerhäuser von 1734, 1801, 1851 und 1909. Diahren: (slaw. tgorda = fest, hart) Rundling mit fast unverändertem Ortsbild des 19. Jahrhunderts, im Nordteil des sackgassenartigen Dorfes wurden vom 18. Jahrhundert an die Hauptgebäude etwas auf die Höfe zurückgenommen. Vier Vierständerhäuser von 1808. Reste von Findlingseinfriedigungen, sie kommen im Drawehn vom Westen her nur bis zu dieser Gegend vor. Dolgow: (slaw. dolgyi = lang) Kleiner Rundling mit Vierständerhäusern des 19. Jahrhunderts Dünsche: Prächtiges Dreiständerhaus von 1734 mit reichverziertem Giebel, mehrere Vierständerhäuser von 1876. Ganse: Birnenförmig ausgebildeter Rundling. Gistenbeck: (früher: Strulleborn, was so viel wie schnell fließender Bach bedeutet. Hieß auch eine Zeitlang Gisteneick) Großer Rundling, ähnelt einem Angerdorf. Göttien: (slaw. Sitz des Chota) Gut erhaltener Rundling mit intaktem Siedlungsbild und traditioneller Bausubstanz des 18./19. Jahrhunderts. Jüngstes wendländisches Zweiständerhaus von 1806 und Zweiständer von 1614. Großer Dorfplatz mit Eichen. Gollau: Kleiner Rundling, Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts Granstedt: Zweiständerhaus des 18. Jahrhunderts mit reich gestaltetem Wirtschaftsgiebel. Groß Sachau: (slaw. Sitz des Cach) Großer Rundling des späten 20. Jahrhunderts, Laubhohlkranz in guter Ausbildung erhalten. Großwitzeetze: Großer, regelmäßiger Rundling, Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts, alter Baumbestand. Gühlitz: (slaw. gola = Heide) Kleiner, charakteristischer Rundling mit kaum verändertem Ortsbild des 18. Jahrhunderts. Sehr schönes Vierständerhaus von 1774. Dreiständerhaus von 1732, teilweise noch Lehmgeflechtausfachungen. Gümse: Resthof eines ehemaligen Vorwerkes mit den ältesten Gefügebauten des Kreises. Sehr gepflegtes Dreiständerhaus von 1794. Güstritz: (slaw. gäustar = Eidechse) Großer Rundling. Der südliche Teil brannte 1850 ab und wurde als Zeile mit 13 Hallenhäusern wieder aufgebaut. Im Norden und Westen Vierständerhäuser in ursprünglicher Aufreihung. Dreiständerhaus von 1716. Dorfteich. Jabel: (slaw. jablo = wilder Apfelbaum) Halb Rundling und halb Straßendorf. Diese heterogene Siedlungsform dokumentiert das Bemühen des 19. Jahrhunderts, in teilweise abgebrannten Dörfern für größere Brandsicherheit zu sorgen. Vierständerhäuser 1801–1869, alte Hopfenscheune. Jameln: (slaw. imela = Mistel) Weitgehend erhaltene Rundlingsstruktur. Ältestes erhaltenes Zweiständerhaus von 1681 (100 Taler-Haus), gut erhaltener Zweiständer 1719. Drei reetgedeckte Häuser. Jeetzel: (slaw. jesion = Esche) Sackgassenartiges Rundangerdorf mit Vierständerhäusern. Jiggel: Sackgassendorf mit erhaltenem Ortskern aus vier Höfen. Seltener Speicher und seltener Ziehbrunnen. Karmitz: Großer Rundling mit bauhistorisch bedeutendem Dorfbild. Klautze: Kleinrundling, Dreiständerhaus 1785. Klein Breese: (poln. breza = Birke) Gut erkennbare, durch Straßendurchbrüche gestörte Rundlingsstruktur, alter Baumbestand. Dreiständerhaus von 1798, drei Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts Klein Heide: Typischer Rundling auf hoher Wurt mit qualitätvoller Bausubstanz des 17.–19. Jahrhunderts, neun Hallenhäuser und reicher Baumbestand. Scheunen mit Flechtwerkwänden, sie dienten bis 1900 als Trockenanlage beim Hopfenbau. Findling mit Hochwassermarken. Seltener Ziehbrunnen. Klein Witzeetze: Gut erhaltene Vierständerhäuser. Klennow: (slaw. klen = Ahorn) Großer Rundplatz mit Vierständerhäusern. Sorgfältig restauriertes Vierständerhaus von 1783. Köhlen: (slaw. kola = Pfahl, Palisade) Sehr interessanter und geräumiger Rundling mit Vierständerhäusern, errichtet nach Großbränden 1794 und 1886. Alter Baumbestand. Kremlin: (slaw. kremin = kleine Steine) Kleiner Rundling, zwei Vierständer von 1804 und 1818. Kriwitz: (slaw. krivyj = krumm) Großer Rundling, die Hallenhäuser des 19. Jahrhunderts, lassen den damals vorhandenen Wohlstand erkennen. Steinerne Viehtränke von 1873. Krummasel: Vier gut erhaltene Vierständerhäuser und ein Zweiständerhaus des 19. Jahrhunderts. Künsche Küsten: Dorfplatz mit traditionellen Hallenhäusern und außergewöhnlichem Baumbestand. Dreiständerhaus von 1777. Friedenskirche mit moderner Innengestaltung vom Künstler Jürgen Goertz. Lensian: (slaw. lanka = Sumpfwiese, Aue) Rundling mit Vierständerhäusern, erbaut nach den Bränden 1814 und 1843. Seltener alter Speicher 19. Jahrhunderts mit Ankerbalkenzimmerung und Vierständer-Längsdurchfahrtsscheune. Die Geschlossenheit des Rundlings wurde durch eine Straße zerstört. Loge: Sehr gut erhaltener Kleinstrundling aus vier Höfen. Die Vierständerhäuser wurden nach einem Brand 1782 errichtet. Luckau: (slaw. lauck = Lauch, Zwiebelfeld) Im Wendland anzutreffendes Rundangerdorf mit einigen Vierständerhäusern. Lübeln: (slaw. ljub = lieb) Sehr gut erhaltener Großrundling mit 12 Höfen. Traditionelle Hallenhäuser des 17.–19. Jahrhunderts. Dreiständerhaus von 1733. Rundlingsmuseum Wendlandhof. Mammoißel: (slaw. Sitz des Malomysl) Einer der besterhaltenen Rundlinge im Kreisgebiet mit zehn Hallenhäusern. Schönes Vierständerhaus von 1777 mit altertümlicher Zimmerung (diagonales Fachwerk- und Ziegelmuster). Dreiständerhaus des 17. Jahrhunderts auf Hof Nr. 2. Marleben: Kleiner, durch Brände 1795 und 1883 veränderter Rundling. Marlin: Zwei Vierständerhäuser 1780 und 1783. Mehlfien: Kleiner Rundling, ovaler Dorfplatz. Vierständerhaus von 1810. Das Siedlungsbild zeigt bis heute seltene, unbebaute Hofstellen, die bereits im Mittelalter wüst lagen. Metzingen: Rundlingsartiges Dorf in der Gemeinde Göhrde, vollkommen überkommenes Zweiständerhaus 1864. Meuchefitz: (slaw. Sitz des Mych) Nierenförmiger Dorfplatz mit sieben Vierständerhäusern. Nauden: Die drei Höfe bilden eine Halbrundform. Ähnlich wird man sich die Urform der heutigen Rundlinge vor Hofteilungen und Nachsiedlungen vorstellen müssen. Naulitz: (slaw. novi = neu) Ovales Rundangerdorf. Abwechslungsreiche Fachwerkgiebel prägen ein lebendiges Ortsbild. Zwei Vierständer des 18. Jahrhunderts Nienbergen: Doppeldorf aus Groß und Klein Niendorf, fast alle Höfe umgebaut. Vierständer 1804. Nienwedel: Wurtendorf mit gut ablesbarer Rundlingsstruktur. Vierständerhaus und Längsdurchfahrtsscheune des 19. Jahrhunderts Pannecke: Kleiner Rundling mit Vierständerhäusern des 19. Jahrhunderts, sehr qualitätvolles Zweiständerhaus des 17. Jahrhunderts Prabstorf: Kleines Halbrund auf einer Wurt. Predöhlsau: (slaw. predole oder predoly = Talgelände, vor dem Tal) Rundling auf einer Warft. Reetgedecktes Zweiständerhaus von 1721. Ententeich. Prezier: (slaw. pre + zir = Ort am Weideland) Großer Rundling, alter Baumbestand. Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts. Prießeck: Fragmentarischer, veränderter Rundling; vom Wiederaufbau nach einem Großbrand 1780 sind noch einige überformte Dreiständerhäuser vorhanden. Püggen: (slaw. pogon = Weide) Großer, gut erhaltener Rundling mit elf erhaltenen, aber überformten Hallenhäusern. Zwei Dreiständerhäuser mit Giebeldreiecken von 1632 und 1658. Die Fronten belegen bereits für jene Zeit den Steilgiebel mit Backsteinausmauerungen im Wendland. Dreiständerhaus von 1651 (ehemalige Wassermühle), Schriftbalken Müllller mit vier „L“. Einzige Wendland-Mühle, die an einem Dorfplatz lag. Ranzau: Guterhaltener Rundling mit elf Vierständerhäusern des 19. Jahrhunderts, zahlreiche Gräben, Gehölzgruppen, kleine Äcker zeigen, dass die Rundform mit einer anders gearteten Landschaft als der im Drawehn zusammenhängt. Reddebeitz: (slaw. Personenname rdobyt) Kleiner Rundling. Seltenes Göpelhaus des 19. Jahrhunderts mit oktogonalem Grundriss und einzigartiger freitragender Dachkonstruktion. Reetze: (slaw. retschica = Flüsschen) Großer Rundling, einheitliches Dorfbild mit elf Vierständerhäusern 1809–1873. Rehbeck: Schönes Dreiständerhaus von 1712, Vierständerhäuser des 19. Jahrhunderts Reitze: (slaw. reka = Fuß) Kleiner Rundling, Dreiständerhaus von 1777. Saaße: (slaw. sas = Sachse) Geschlossen und harmonisch wirkender Rundling mit Vierständerhäusern nach 1822, eindrucksvolle Findlingsmauern. Salderatzen: Kleiner Rundling, Zwei- und Vierständerhäuser des 18. Jahrhunderts, Scheunen des 19. Jahrhunderts Satemin: (slaw. Besitzdorf des Setema) Erstmals 1330 erwähnt. Ehemaliger Marktort der Wenden. Hervorragend erhaltener Großrundling, eines der eindrucksvollsten Ortsbilder des Wendlandes. Ursprünglich zwei Dörfer, Satemin und Prilip, sind hier zusammengewachsen. Die Häuser stammen aus der Zeit nach dem großen Feuer von 1850, die Giebelspruchbalken weisen darauf hin. Der Wiederaufbau vollzog sich in nur wenigen Monaten mit nahezu einheitlichen Hausgrundrissen, Gebäudegrößen und Fachwerkgliederungen. Schmarsau: (slaw. smarz = Morchel) Großer Rundling mit Vierständerhäusern, überwiegend nach einem Großbrand 1849 errichtet. Schreyahn: Mehrfach ausgezeichnet im Dorfwettbewerb. Zehn Vierständerhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts mit abwechslungsreich gezimmerten Giebelgliederungen repräsentieren diesen hervorragend erhaltenen Rundling. Schwiepke: (slaw. swiepiet = Waldbienenstock) Ehemaliger Rundling, 1856 durch Großbrand zerstört. Erst drei, später vier Vollhöfe. Vierständerhaus von 1857. Mittelpunkt des Niederen Drawehn, hier sagt man „Swiepki liegt minn'n in de Welt“. Seerau im Drawehn: (slaw. zirava = Weideland) kleiner Rundling Seerau bei Hitzacker: (slaw. zirava = Weideland) Rundling und Wurtendorf.