Der Landkreis Soltau war bis 1977 ein Landkreis in Niedersachsen.

Geographie Der Landkreis grenzte Anfang 1977 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Harburg, Lüneburg, Uelzen, Celle, Fallingbostel und Rotenburg (Wümme).

Geschichte Lage des Kreises Soltau in derProvinz Hannover (1905) 300px Der Landkreis Soltau wurde 1885 aus dem Amt Soltau gebildet.Kreisordnung für die Provinz Hannover (1884) Der Sitz der Kreisverwaltung war in der Stadt Soltau.

Vom 1. Oktober 1932 bis zum 1. Oktober 1933 waren die Landkreise Fallingbostel und Soltau vorübergehend unter dem Namen Landkreis Fallingbostel (später geändert in Fallingbostel-Soltau) zusammengeschlossen.Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen. Vom 1. August 1932 (§§ 64, 67), Preuß. Gesetzsammlung Nr. 43/1932, S. 261Gesetz über die Wiederherstellung aufgelöster Landkreise. Vom 17. Juli 1933 (§ 8), Preuß. Gesetzsammlung Nr. 49/1933, S. 261

Am 1. August 1938 wurde die Gemeinde Bockel aus dem Landkreis Fallingbostel in den Landkreis Soltau umgegliedert.

Die Gebietsreform in Niedersachsen begann im Landkreis Soltau am 1. Februar 1971, als Alvern, Ilster, Oerrel, Töpingen und Trauen in die Stadt Munster eingemeindet wurden.Gesetz über eine Gebietserweiterung der Stadt Munster, 25. Januar 1971 Am 1. Juli 1972 wurden Breloh sowie die Gemeinde Lopau aus dem Landkreis Uelzen ebenfalls in die Stadt Munster eingemeindet.Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Uelzen und im Bereich der Stadt Munster, 10. Mai 1972 Durch das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Soltau/Fallingbostel sowie die Verordnung über die Neubildung der Gemeinde Bispingen wurden im März 1974 zahlreiche Gemeinden des Landkreises zusammengeschlossen. Dabei kam außerdem die Gemeinde Woltem aus dem Landkreis Fallingbostel zur Stadt Soltau. Insgesamt verringerte sich durch die Gebietsreform die Zahl der Gemeinden des Landkreises von 58 im Jahre 1970 auf sechs im Jahre 1974.

Bei der niedersächsischen Kreisreform wurde der Landkreis am 1. August 1977 zusammen mit dem Landkreis Fallingbostel Teil des Landkreises Soltau-Fallingbostel, der seit dem 1. August 2011 Heidekreis heißt.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1885 16.078 1905 21.066 1925 25.275 1933 26.918 1939 33.817 1946 57.485 Jahr Einwohner 1950 64.480 1956 57.946 1961 59.335 1970 65.113 1977Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1978 66.000

Landräte 1885–1888 Carl Wellenkamp 1888–1889 Karl von Marcard 1889–1901 Wilhelm Heinichen 1901–1907 Carl Ludwig Kleine 1907–1925 Axel von Rappard 1925–1933 Johann Justus DuvigneauDie Protokolle des Preußischen Staatsministeriums, Bd. 12/II, S. 552 1933–1944 Paul von Hodenberg 1944–? Hans Waldow Ritzler in Harburg (vertretungsweise) 1945–1946 Heinrich Marquardt 1948–? Walter Möhlmann (DP) 1964–1977 Wolfgang Buhr (CDU)

Gemeinden

Die folgende Liste enthält alle Gemeinden, die jemals dem Landkreis Soltau angehörten, sowie alle Eingemeindungen:territorial.de: Landkreis SoltauNiedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindestatistik Niedersachsen 1960/61. Teil 1: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Hannover 1964, S. 158–164. GemeindeeingemeindetnachDatum derEingemeindung Ahlften Soltau 1. März 1974 Alvern Munster 1. Februar 1971 Behningen Neuenkirchen 1. März 1974 Behringen Bispingen 16. März 1974 Bispingen Bockel (seit 1938 im Landkreis) Wietzendorf 1. März 1974 Borstel in der Kuhle Bispingen 1. März 1974 Breloh Munster 1. Juli 1972 Brochdorf Neuenkirchen 1. März 1974 Brock Soltau 1. März 1974 Deimern Soltau 1. März 1974 Delmsen Neuenkirchen 1. März 1974 Dittmern Soltau 1. März 1974 Ehrhorn Schneverdingen 1. März 1974 Gilmerdingen Neuenkirchen 1. März 1974 Grauen Neuenkirchen 1. März 1974 Großenwede Schneverdingen 1. März 1974 Harber Soltau 1. März 1974 Heber Schneverdingen 1. März 1974 Hörpel Behringen 1. März 1974 Hötzingen Soltau 1. März 1974 Hützel Bispingen 16. März 1974 Ilhorn Neuenkirchen 1. März 1974 Ilster Munster 1. Februar 1971 Insel Schneverdingen 1. März 1974 Langeloh Schneverdingen 1. März 1974 Leitzingen Soltau 1. März 1974 Lünzen Schneverdingen 1. März 1974 Marbostel bei Soltau Soltau 1. März 1974 Marbostel bei Wietzendorf Wietzendorf 1. März 1974 Meinern Soltau 1. März 1974 Meinholz Wietzendorf 1. März 1974 Mittelstendorf Soltau 1. März 1974 Moide Soltau 1. März 1974 Munster, Stadt Neuenkirchen Oeningen Soltau 1. März 1974 Oerrel Munster 1. Februar 1971 Reddingen Wietzendorf 1. März 1974 Schneverdingen, Stadt Schülern Schneverdingen 1. März 1974 Schwalingen Neuenkirchen 1. März 1974 Soltau, Stadt Sprengel Neuenkirchen 1. März 1974 Steinbeck (Luhe) Bispingen 16. März 1974 Suroide Wietzendorf 1. März 1974 Tetendorf Soltau 1. März 1974 Tewel Neuenkirchen 1. März 1974 Töpingen Munster 1. Februar 1971 Trauen Munster 1. Februar 1971 Volkwardingen Behringen 1. März 1974 Wesseloh Schneverdingen 1. März 1974 Wiedingen Soltau 1. März 1974 Wietzendorf Wilsede Behringen 1. März 1974 Wintermoor Schneverdingen 1. März 1974 Wolterdingen Soltau 1. März 1974 Zahrensen Schneverdingen 1. März 1974 Bis zu ihrer Auflösung in den 1920er Jahren bestanden im Landkreis Soltau außerdem die unbewohnten Forstbezirke Druhwald und Wintermoor.

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen SOL zugewiesen. Es wurde bis zum 31. Juli 1977 ausgegeben.

Einzelnachweise

Soltau Soltau Kategorie:Geschichte (Soltau) Kategorie:Geschichte (Landkreis Heidekreis) Soltau Kategorie:Aufgelöst 1977